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Atlantis - Land der Titanen

Interdisziplinäre PSI-Archäologie am Beispiel von Ortungs- und Rekonstruktionsversuchen um Atlantis

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Inhalt

I. Einführung in Problematik und Untersuchungsmethode
II. Atlantis bei Platon
III. Atlantis - Entwicklung und Untergang
IV. Atlantis Spuren in den bekanntesten Hauptmythen

 

I. Einführung in Problematik und Untersuchungsmethode

In der Geschichtsforschung und Archäologie sind die Forscher sehr häufig mit der schwierigen Situation von verschollenen, historisch bedeutsamen Objekten und Örtlichkeiten konfrontiert. Bekanntestes Beispiel dafür ist der Mythos Atlantis. Die Lösung solcher Problematiken wird bekanntlich über Jahrhunderte oder Jahrtausende vor sich hergeschoben und gilt nicht selten aufgrund unzureichender Hinweise als unlösbar.

In solchen Fällen können noch zumeist unterschätzte PSI-Methoden weiterhelfen. Leider ist der Zugang derartiger (psychischer, schamanisch-okkulter... anomal-kognitiver) Disziplinen im Allgemeinen sehr schwierig, auch weil diese aus dem etablierten Bildungs- und Wissenschaftssystem schon längst ausgeschlossen sind. Meine frühen Erfahrungen in diesen tiefenpsychologischen Grenzbereichen führten zu eigenen Forschungsarbeiten und Methodenentwicklungen. Ausgangsthese dabei ist, dass nicht nur unter der Erde oder in den Genen verschüttete Informationen erreichbar gemacht werden können, sondern auch aus den Tiefen des Unterbewussten. Schließlich kommt es auf den speziellen, mystischen Verbindungsaufbau zwischen Bewusstsein und kollektiven Unterbewussten an, der ausschlaggebend für die notwendige Kommunikationsleistung ist, um daraus brauchbare Informationen für Ortung und Rekonstruktion zu erzielen.

Meine ersten Atlantis-PSI-Ortungsversuche Ende der 80er Jahre haben auf ein Inselreich nordöstlich von Sizilien hingewiesen (äolische Inseln?). Die Ergebnisse mussten jedoch noch durch zahlreiche weitere Versuche und methodische Weiterentwicklungen verfeinert und abgesichert werden, was im Laufe des darauffolgenden Jahrzehnts geschah. Die folgenden Ausführungen können natürlich nur eine Quintessenz der erweiterten Erfahrungen und Ergebnisse vermitteln, die durch genauere Nachforschungen vor Ort bestätigt werden könnten. Sie beziehen sich also allesamt auf die altbekanntesten literarischen Primärquellen, in denen den wichtigsten Atlantis-Spuren mit Hilfe der Primärquelle Unterbewusstsein (hier wohl auch "Überbewusstsein") nachgegangen wurde. Daraus lässt sich eine erste bedeutende, durch eine Naturkatastrophe untergegangene Leitkultur erkennen, die westlich von all den bisher bekannten östlichen Hochkulturen bestanden haben muß. Diese Nachfolgekulturen dürften maßgeblich von den Überlebenden jener frühen Westkultur geprägt worden sein, sodass sie sich noch durch charakteristische Merkmale in sämtlichen ihrer Hauptmythen bemerkbar machen konnte, die jedoch in den bisherigen Forschungen weitgehend übersehen oder vernachlässigt wurden.
 

II. Atlantis bei Platon

Ohne Platon wüssten wir kaum etwas von dieser höchstinteressanten atlantischen Kultur, da Namen und die genauere Herkunft von Völkern in den ältesten Mythen nicht berücksichtigt wurden. Eine Ausnahme scheint die altägyptische Tempel-Überlieferung darzustellen, die der Gelehrte Solon einst von einem Staatsbesuch nach Griechenland gebracht hat. Solon starb (um 560 v.Chr.) jedoch bevor er sie weiterverwerten konnte. Einige Generationen später hörte Platon die Geschichte um Atlantis bei einem Fest, die er dann in seinen Dialogen "Kritias" und "Timaios" einfügte. Da die Überlieferung bis dahin bereits mehrere Jahrtausende unterwegs war, ist darin mit einigen Bedeutungsveränderungen oder Verwechslungen zu rechnen. Zudem verwendete sie Platon idealisierend, um seine Staatsideen und Staatsethik anschaulicher zu präsentieren. Mit der eingangs erwähnten PSI-Methode konnten daraus folgende Grundinformationen extrahiert werden

    1. Die meisten Atlantis-Forscher nehmen an, dass sich Platon in der Atlantis-Zeitangabe (9000 Jahre vor Solons Zeit ~ 9600 v. Chr.) geirrt haben muß. Die Untersuchungen dieser Studie bestätigen jedoch Platons zeitliche Einordnung und setzen die ersten Atlantis-Gründungen bereits vor 10.000 v. Chr. 
    2. Unter den "Säulen des Herakles" ist die ältere Version des westlichen Weltendes gemeint: also die heutige Meeresenge von Messina und nicht Gibraltar, wie die meisten annehmen. Platon überliefert das atlantische Inselreich gleich hinter dieser Markierung.
    3. Nach Platon war das atlantische Reich größer als Asien (damals Kleinasien) und Libyen zusammen. Diese Aussage entspricht dem gesamterreichten Einflussbereich von Atlantis im zentralen und östlichen Mittelmeergebiet. 
    4. Davon zu unterscheiden ist das eigentliche, zentrale Atlantis - so wie auch Rom vom römischen Einflussbereich zu unterscheiden ist. Platon beschreibt diesen Hauptbereich als große Insel und Inselgruppe mit sichtbar, nahem Festland. Das entspräche hier Sizilien mit den äolischen Inseln und der ihnen zugewandten, südwestitalienischen Festlandküste (von Kampanien-Basilicata-Kalabrien). 
    5. Sizilien wird dabei als die große Insel berücksichtigt, jedoch idealisierend mit der Größe des gesamten atlantischen Einflussbereichs verwechselt. Der Grund liegt hier vermutlich an der Sonderstellung Siziliens als größte Mittelmeerinsel mit dem höchsten Götterberg Ätna (= Atlas) auch heiligste Insel - somit eine staatskultische Tabuzone - von der Atlantis (Atlas Abkömmlinge = die kleineren Vulkaninseln bei Sizilien - die äolischen Inseln) Einflussgröße abhängig gemacht wurde.
    6. Die Atlantis-Position wird noch durch einen weiteren geographischen Hinweis untermauert: Demnach sollen die atlantischen Inseln von Gibraltar soweit entfernt sein, wie Ägypten von Tyrrhenien, was wiederum auf die äolischen Inseln zutrifft.
    7. Die atlantische Königsherrschaft (Gottkönig Atlas) ist mit der von Homer in der Odyssee dargestellten äolischen Königsherrschaft (Gottkönig Äolus) ähnlich und verwandt: Beide sind von gleicher göttlichen Abstammung (Poseidon-Hippotes), woraus Atlantis von 5 männlichen Zwillingspaaren und das äolische Reich von 6 männlich-weiblichen Kinderpaaren (wie die Titanendynastie) abgeleitet wird. Die Unterschiede liegen bloß in der Veränderlichkeit kultureller Ansichten. Rom leitet sich beispielsweise Jahrtausende später aus einem männlichen Zwillingspaar ab. Die atlantische Dynastie lässt sich zudem auf die ältest überlieferte Götterfamilie der Steinzeit zurückführen: den Titanen - über die Verbindung Gaia-Tartaros-Uranos, die den Übergang von der Großen-Erdmutter-Religion zur patriarchalen Himmelsgott-Religion markiert und damit auf die ersten astronomisch-astrologischen Himmelsbeobachtungen hinweist. Die Griechen übernehmen später diesen uranisch-titanischen Pantheon (Atlas, Prometheus, Helios...) und erweitern ihn mit den olympischen.
    8. Maßgeblich für die außergewöhnliche, steinzeitliche Entwicklung der Atlantis-Kultur dürfte der vulkanische Bergbau gewesen sein. Platon weist in diesem Zusammenhang auf den "Oreichalkos" (griech. Bergerz) hin. Er bezieht sich hauptsächlich auf das wichtige Eisenerzvorkommen in Form von Hämatit und Pyrit (Schwefeleisen). In dieser Hinsicht dürften die äolischen Inseln allen voran die südlichste Insel Vulcano wahre Schatzinseln gewesen sein.

III. Atlantis - Entwicklung und Untergang

  1. Anfängliche Spuren der späteren Atlantis-Kultur machen sich um den Monte Circeo bemerkbar. Volksstämme aus den bekannten, altsteinzeitlichen Kulturen des weiteren Pyrenäen-Umfelds dürften hier den Megalithbau bereits zwischen 12.000 und 11.000 v. Chr. entwickelt haben ("Kyklopen", "Giganten"), vermutlich auch als Ersatz zu den Berghöhlen, die nicht in der erwünschten Menge vorhanden waren. Weit mehr dieser Bauten könnten hier vor der Küste unter Wasser liegen, da der Meeresspiegel sich seither um über 120 Meter gehoben haben dürfte.
  2. Stämme dieser Megalithbau-Kultur ziehen nach Süden weiter und lassen sich auf den Bergen von Kampanien und Kalabrien nieder. Einige dieser Stämme ("Titanen") entwickeln die eigentliche Atlantis-Kultur, die sich durch besondere, vulkanische Bergbautätigkeiten auf den äolischen Inseln auszeichnet. Die fünf georteten atlantischen Hauptsiedlungen (passend zu den fünf männlichen Zwillingspaaren) chronologisch geordnet: 

1. Atlantis-Palinuro (erste Gründung im Festland-Küstenbereich) 
2. Atlantis-Vulcano (geokulturelles Zentrum im äolischen Archipel - die "atlantische Schatzinsel") 

Sizilien - die größte, atlantische Insel mit dem höchsten Gottberg (Ätna=Atlas) ist heilig = tabu

3. Atlantis-Malta (wichtiger Brücken-Stützpunkt nach Libyen) 

Atlantis-Kolonien in Libyen

4. Atlantis-Syrte (größte und schönste Stadt an der Großen Syrte - die "Kanalstadt") 
5. Atlantis-Fezzan (Der "Garten Eden" - die Ebene mit bis zu 12.000 Jahre alten Felsbildern - heute verwüstet.)

Diese Ortungen entsprechen Tyrrhenien und Libyen, die Platon mit den westlichsten Atlantis-Bereichen namentlich auffällig in Verbindung bringt. Weiters gilt Atlantis als das Reich im Westen. Es ist also leicht möglich, dass in den ältesten Atlantis-Überlieferungen diese noch zu den Ursprungsgebieten von Atlantis zählten und durch einen späteren Übersetzungsfehler nur mehr als westliches Randgebiet von Atlantis übrig bleiben. Ebenso wird hier ersichtlich angenommen, dass Platon in der Schilderung seines zentralen Atlantis-Bereichs einfachhalber und effektvoller mehrere in der Realität weiter auseinanderliegende örtliche Merkmale zusammengefasst hat. Träume machen das übrigens auch.

  1. Die Atlantis-Katastrophe könnte auf starke Eruptionen des Unterwasservulkans Monte Palinuro und des Ätnas zwischen 9000 und 8000 v. Chr. zurückzuführen sein. Dabei werden Atlantis-Palinuro und Atlantis-Vulcano sofort zerstört. Die Vernichtung wird bei Platon und anderen Mythen als Gottesstrafe interpretiert. In Wirklichkeit wurden wie so oft die natürlichen und menschlichen Vorwarnungen unterschätzt, die ein Entrinnen vieler ermöglicht hätte. Die so traumatisierten Flüchtlinge der übrigen Atlantis-Gebiete prägen die nächsten Hochkulturen in Äthiopien, Ägypten und Kleinasien (v.a. Südostanatolien), die der etablierten Geschichtsforschung bereits bekannter sind. 


 

IV. Atlantis Spuren in den bekanntesten Hauptmythen

Aus jenen atlantischen Nachfolgekulturen wurden Erzählungen ihres vergangenen Schicksals den nächsten Kulturen weitergegeben, die dann auch ihren Reim dazugaben. Interessanterweise sammeln sich im nächstliegenden Griechenland mit der Zeit die meisten mythischen Atlantis-Hinweise, so als ob die Ur-Griechen darüber informiert waren und entsprechende Nachrichten über ihre ungeheuerliche Nachbarschaft im Westen in ihren Mythen archivierten (Prometheus, Deukalion, Phaeton, Perseus, Herkules, Persephone, Odysseus...). Hierzu steht der bekanntere Fall der ägyptischen Solon-Platon-Überlieferung nur beispielhaft für zahlreiche weitere mythologische Importe aus ferneren Hochkulturen. Zur besseren Orientierung werden nachfolgend aus den bekanntesten Mythen die wichtigsten atlantischen Motive, Muster und Hinweise übersetzt:

In all diesen Hauptmythen steht anfangs ein Goldenes oder paradiesisches Zeitalter. Zentrum dieser Kultur ist ein Garten mit einem bedeutenden, heiligen Baum zumeist mit verbotenenund/oder goldenen Äpfeln. Der Verstoß (Ursünde) gegen dieses Tabu führt zur Gottesstrafe: einer großen Naturkatastrophe und Vertreibung.

Garten = hier Stein- oder Berggarten mit Bodenschätzen eines steinzeitlichen Bergbaus
Paradies = Hinweis auf einen verbotenen Gartenbereich (Tabu) mit besonderen Bodenschätzen
Baum, Weltenbaum = Götterberg = Vulkan, hier der höchste: Ätna - Atlas, Atlan... Atum, Adam, Adad
Baumstamm = Vulkanberg. Inselvulkan: Brust griech. Titos - Titan (Atlas ist ein Titan) -
Baumwurzeln, Schlangen (anstelle von Haaren, siehe: Medusa) = Lavaströme die versteinern
Baumkrone, Vogel, Adler, Phönix, Pegasus, Himmelsstier = Vulkanausstoß, riesige Vulkanwolke
Goldene u/o verbotene Äpfel = Vulkanfrüchte, Mineralien, Oreichalkos = Bergerz, Schwefeleisen, Schwefel 
Verboten da göttlich = griech. theios, Schwefel = griech. theion, Gottheit = griech. tó theion
Schwefel könnte auch eine frühe Form von gottgeweihtem Weihrauch dargestellt haben.
Gorgonen = äolische Vulkaninseln, Medusa - vermutlich Stromboli, Schlangen statt Haare: Lava
 

Vesuvdarstellung einer Wandmalerei aus Pompeji.
Mit der Symbolik: Schlange, Vogel, Hüterin/Nymphe

Schlangenhaupt der Gorgone Medusa als aktiver Vulkankrater

(Zeichnung aus der Antike - hier eingefärbt)

Re - ägypt. Sonnengott-Symbolik: Falke mit Sonnenhaupt-Schlange ~ Vulkanöffnung


Der Vulkanausbruch als Weltenbaum

Perseus köpft mit einer Sichel die von Poseidon schwangere Gorgo Medusa (Kronos entmannt mit einer Sichel seinen Vater Uranos). Daraufhin entweicht aus ihr der geflügelte Pegasus, mit den er fortfliegt. Atlas lässt ihn aus Angst um seine goldenen Früchte nicht landen. Perseus streckt ihm daraufhin Medusas Haupt hin, worauf Atlas zu Stein erstarrt = Identifikation mit einem Vulkan-Berg (=Ätna). Perseus flieht mit dem Pegasus über Libyen nach Äthiopien. Dabei wird Libyen verwüstet und von Schlangen bevölkert, die aus dem herabfallenden Blut Medusas entstehen.

Diese gigantische Vulkan-Katastrophe erscheint bei Prometheus-Epimetheus (Atlas Brüder) als Öffnung von Pandoras großem Gefäß und bei den anderen Titaniden Helios-Phaethon als fahrlässiger Unfall mit dem Sonnenwagen Richtung Sonnenuntergang im Westen. 
Exkurs: Die negativen Folgen natürlicher Geschenke wurden so zu vernichtenden Strafen und Lektionen der Götter interpretiert, was die darauffolgenden herrschenden Klassen für die Unterdrückung ihrer Völker auszunutzen wussten. Die Menschheit leidet noch heute unter den Folgen dieser fatalen Fehlinterpretation: "Folgt oder ihr kommt in die Hölle!" Wie wir heute wissen, haben auf diese Weise religiöse und weltliche Diktatoren die Menschen erst recht in die Hölle geschickt. Sie haben nicht von Perseus gelernt, der ihnen längst schon ihr wahres Gesicht vorgehalten hat und sie so mit einem Schlag entmachtete (versteinerte). Jener erste atlantische Holocaust natürlichen Ursprungs wurde jahrtausendelang von den Autoritäten ihren unterdrückten Völkern (als Ursünde) untergeschoben mit der Konsequenz, dass sich diese Urlüge mit der Zeit sich auch krankhaft verwirklichen konnte.

Ähnlich wie Perseus bereist auch Herkules dieses atlantisch-titanische Reich, jedoch umgekehrt von Süden nach Norden: Zuerst arbeitet und gründet er in Libyen die Stadt Hekatompylos 'Stadt der hundert Tore' (entspricht hier Atlantis-Syrte. Verändert in: die Stadt im Partherreich), kommt nach Gadeira (Atlantis-Fezzan = Garten Edeien. Verändert: Cadiz-Spanien), segelt nach Malta (Atlantis-Malta. Verändert: Iberien) besiegt dort die drei Söhne des Chrysaor (die drei Inseln: Malta, Gozo, Comino) kommt dann zur Insel Erythia (Atlas-Sizilien. Verändert: Insel bei Gadeira-Cadiz), wo Geryones mit seinen schönen Rinderherden haust (bei Odysseus: Helios heilige/verbotene Herden auf Sizilien). Geryones: ungeheuer groß, mit drei Leiber und drei Köpfen = trigonales Sizilien (dazu ältest bekannter Name: Trinakria). Auch dieses sein Land war für Menschen tabu! Herkules besiegt ihn, den zweiköpfigen Hund und den riesigen Rinderhirten (Ätna-Bezug) und treibt die Rinderherde nach Griechenland (Verändert: von Spanien nach Italien und Sizilien... nach Griechenland).  Warum verändert (angepasst)?: Weil die Überlieferung gleichzeitig das aktuelle, veränderliche Weltbild (die bekannten Weltgrenzen) beschreibt. Ursprünglich stand Sizilien am westlichen Weltende (Ätna-Atlas muß hier nach dem Sündenfall den Himmel tragen), der Kaukasus am östlichen Weltende (Prometheus wird nach dem Sündenfall vom obersten Gott hier her verbannt). In der späteren, antiken Übernahme müssen auch in der Herkulessage die alten Weltgrenzen durch die neuen ersetzt werden: Gibraltar samt Atlas-Gebirge und Iberien im Westen, das Parther- oder Perserreich im Osten.
Hinweis: Bei Hirtenvölker wird die Garten-Baum-Früchte-Symbolik auf Tierherden übertragen. Bei den Argonauten manifestiert sich das sogar im sprachlichen Ausdruck: Apfel - malo, (Goldenes) Vlies - mallos.

Herkules muß noch zur Insel Hesperia (Genesis: Hevila, Kelten: Avalon, heute: Sizilien) von den Hesperiden (Töchter des Atlas - heute: äolische Inseln) die goldenen Äpfel erbeuten, die an einem großen Baum in einem heiligen Garten wachsen, der vom hundertköpfigen Drachen (=Vulkan) Ladon (Ätna) überwacht wird. Herkules irrt lange, bis er endlich vom befreiten Prometheus erfährt, wo sich diese geheimnisvolle Insel befindet. Prometheus verrät ihm auch, dass er die goldenen Äpfel nur bekommt, wenn er Atlas (Ätna) überlistet sie für ihn zu besorgen. Als letztes muß er noch den dreiköpfigen Höllenhund Cerberus aus der Unterwelt entführen - wieder eine vulkanische Arbeit in Sizilien.

Odysseus bereist ebenso das atlantisch-titanische Land. Er kämpft gegen die Kyklopen und Giganten (Verwandte der Titanen auf dem Festland), kommt zweimal zu den äolischen Inseln, wo Gottkönig Äolos herrscht (Sohn Poseidons, verwandt mit der Dynastie um Atlas) und trifft Circe auf Gaeta (Tochter Helios, ein Titanide). Seine Gefährten brechen das Tabu über Helios heilige Herden auf Thrinakia (Sizilien), wodurch sie ebenso das Schicksal Atlantis erleiden und alle untergehen müssen. Nur Odysseus kann sich zur maltesischen Insel (Gozo) der Calypso retten (Tochter des Atlas). Wieder jede Menge Hinweise über das atlantisch-titanische Land im südlichen Italien.

Auch der sumerische Gilgamesch (ca. 2700 v.Chr.) reist in diesen fernen Westen, um den riesigen Wächter des zum Himmel ragenden heiligen Baumes zu besiegen, ein Ungeheuer namens Chumbaba (Cherubim ~ Cerberus) von dem es dort heißt (5. Tafel): "... sein Brüllen ist Sintflut, Feuer sein Rachen, sein Hauch der Tod!" Was kann das anderes sein, als wieder dieser riesige fürchterliche Vulkan Ätna - der größte weit über Europa hinaus? "... Da wurde schwarz das weiß‘ Gewölk, der Tod regnet wie Nebel auf sie herab..." Jeder Vulkanologe kann hier Beschreibungen aufgrund von vulkanologischen Ereignissen bestätigen. Gilgamesch kann dieses Ungeheuer natürlich besiegen, wie auch Perseus und Herkules das getan haben. Der höchste Gott Enlil schickt ihm aber dann zur Strafe den Himmelsstier = riesige Vulkanwolken = verursachen Wetterkatastrophen. (Bei Perseus ist es das Himmelspferd Pegasus.) Auch diesen bezwingt Gilgamesch. Dafür muß zur Strafe sein Freund Enkidu sterben. Gilgamesch will nun Unsterblichkeit erlangen. Er muß dafür wieder in den fernen Westen reisen (ins Jenseits) zu Utnapischtims Urheimat (= Noah - Deukalion). Er wisse um die Unsterblichkeit, schließlich hat er die Sintflut (Atlantis-Katastrophe) überlebt. Schiduri (=Calypso) weist ihm den Weg durch das Wasser des Todes am Berg Maschu (Ätna) vorüber, wo Skorpionmenschesn (=Bergleute) den heiligen Garten voller wunderbarer Edelstein-Früchte bewachen. Schließlich kommt er zu Utnapischtim (Südwest-Kalabrien), der ihm von der katastrophalen Sintflut erzählt und wie er ihr mit seinem Schiff nach Südostanatolien entkam. Er erzählt hier aber auch, dass vor der Flut Feuer aus der Erde kam, so wie beim Atlantis-Untergang. Utnapischtim verhilft ihm auch zum Kraut der ewigen Jugend, das ihm aus Unachtsamkeit die Schlange wieder wegfrisst - hier also genau konträr zur bekannten Paradiesgeschichte, wo die Schlange zur entsprechenden Frucht verführen muß.

Bekanntlich haben die ersten Bibelschreiber auch alte babylonische Texte übernommen: Die in der Paradies-Beschreibung (Genesis) enthaltenen weitreichenden geographischen Hinweise zeigen, dass bereits vor den Sumerern und Babyloniern eine höhere Kultur im Westen (Atlanter) existiert haben musste, die in größeren Dimensionen gedacht hat. Denn bereits vor 5000 Jahren scheint man nicht mehr genau gewusst zu haben, dass es sich beim Garten Eden um Edeien in Libyen (Atlantis-Fezzan, dazu passend der griechisch-platonische Bezug: Platons große Ebene griech. Pedon und die paradiesische Überlistung griech. Peidon) handeln konnte, bei Hevila um das verbotene Paradies Sizilien, bei den drei Hauptwasser um Meere und nicht um Flüsse: Pison - das Mittelmeer, Gihon - das Rote Meer, Hiddekel - das Schwarze Meer. Damit wird hier auch indirekt der größte Einflussbereich von Atlantis dargestellt, auf den sich auch Platon bezog und der nur durch eine frühere Schifffahrt in diesen Bereichen ermöglicht werden konnte. Schließlich wird damit auch angezeigt, wohin die Überlebenden der Atlantiskatastrophe ausgereist sein durften. Zwischen dieser Kenntnis und dem Zusatz des Euphrat als viertes Wasser muß aber ein markanter Kultur- und Zeitsprung liegen. Denn hätte der Schreiber diese uralte, geographische Weltbild-Darstellung noch so verstanden, hätte er zu den genannten Meeren weniger den Fluß Euphrat bezeichnet, als vielmehr das Babylonisch-Persische Meer in das er mündet.
 

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