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Atlantis - Land der Titanen
Interdisziplinäre
PSI-Archäologie am Beispiel von Ortungs- und Rekonstruktionsversuchen um
Atlantis
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Inhalt
I. Einführung
in Problematik und Untersuchungsmethode
II. Atlantis bei Platon
III. Atlantis - Entwicklung und
Untergang
IV. Atlantis Spuren in den
bekanntesten Hauptmythen
I. Einführung in Problematik
und Untersuchungsmethode
In
der Geschichtsforschung und Archäologie sind die Forscher sehr häufig mit
der schwierigen Situation von verschollenen, historisch bedeutsamen
Objekten und Örtlichkeiten konfrontiert. Bekanntestes Beispiel dafür
ist der Mythos Atlantis. Die Lösung solcher Problematiken
wird bekanntlich über Jahrhunderte oder Jahrtausende vor sich hergeschoben
und gilt nicht selten aufgrund unzureichender Hinweise als unlösbar.
In solchen Fällen
können noch zumeist unterschätzte PSI-Methoden
weiterhelfen. Leider ist der Zugang derartiger (psychischer,
schamanisch-okkulter... anomal-kognitiver) Disziplinen im Allgemeinen sehr
schwierig, auch weil diese aus dem etablierten Bildungs- und
Wissenschaftssystem schon längst ausgeschlossen sind. Meine frühen
Erfahrungen in diesen tiefenpsychologischen Grenzbereichen führten zu
eigenen Forschungsarbeiten und Methodenentwicklungen. Ausgangsthese
dabei ist, dass nicht nur unter der Erde oder in den Genen verschüttete Informationen
erreichbar gemacht werden können, sondern auch aus den Tiefen des
Unterbewussten. Schließlich kommt es auf den speziellen, mystischen
Verbindungsaufbau zwischen Bewusstsein und kollektiven Unterbewussten
an, der ausschlaggebend für die notwendige Kommunikationsleistung ist, um
daraus brauchbare Informationen für Ortung und Rekonstruktion zu erzielen.
Meine ersten
Atlantis-PSI-Ortungsversuche Ende der 80er Jahre haben auf ein Inselreich
nordöstlich von Sizilien hingewiesen (äolische Inseln?). Die
Ergebnisse mussten jedoch noch durch zahlreiche weitere Versuche und
methodische Weiterentwicklungen verfeinert und abgesichert werden, was im
Laufe des darauffolgenden Jahrzehnts geschah. Die folgenden Ausführungen
können natürlich nur eine Quintessenz der erweiterten Erfahrungen und
Ergebnisse vermitteln, die durch genauere Nachforschungen vor Ort
bestätigt werden könnten. Sie beziehen sich also allesamt auf die
altbekanntesten literarischen Primärquellen, in denen den wichtigsten
Atlantis-Spuren mit Hilfe der Primärquelle Unterbewusstsein (hier
wohl auch "Überbewusstsein") nachgegangen wurde.
Daraus lässt sich eine erste bedeutende, durch eine Naturkatastrophe untergegangene
Leitkultur erkennen, die westlich von all den bisher
bekannten östlichen Hochkulturen bestanden haben muß. Diese
Nachfolgekulturen dürften maßgeblich von den Überlebenden jener frühen
Westkultur geprägt worden sein, sodass sie sich noch durch
charakteristische Merkmale in sämtlichen ihrer Hauptmythen bemerkbar machen
konnte, die jedoch in den bisherigen Forschungen weitgehend übersehen oder
vernachlässigt wurden.
II. Atlantis bei Platon
Ohne
Platon wüssten wir kaum etwas von dieser höchstinteressanten
atlantischen Kultur, da Namen und die genauere Herkunft von Völkern in den
ältesten Mythen nicht berücksichtigt wurden. Eine Ausnahme scheint die altägyptische
Tempel-Überlieferung darzustellen, die der Gelehrte Solon einst
von einem Staatsbesuch nach Griechenland gebracht hat. Solon starb (um 560
v.Chr.) jedoch bevor er sie weiterverwerten konnte. Einige Generationen
später hörte Platon die Geschichte um Atlantis bei einem Fest, die er dann
in seinen Dialogen "Kritias" und "Timaios" einfügte.
Da die Überlieferung bis dahin bereits mehrere Jahrtausende unterwegs war,
ist darin mit einigen Bedeutungsveränderungen oder Verwechslungen zu
rechnen. Zudem verwendete sie Platon idealisierend, um seine Staatsideen
und Staatsethik anschaulicher zu präsentieren. Mit der eingangs
erwähnten PSI-Methode konnten daraus folgende Grundinformationen extrahiert
werden:
- Die meisten Atlantis-Forscher nehmen an, dass
sich Platon in der Atlantis-Zeitangabe (9000 Jahre vor Solons Zeit ~
9600 v. Chr.) geirrt haben muß. Die Untersuchungen dieser Studie
bestätigen jedoch Platons zeitliche Einordnung und setzen die ersten
Atlantis-Gründungen bereits vor 10.000 v. Chr.
- Unter den "Säulen des Herakles"
ist die ältere Version des westlichen Weltendes gemeint: also
die heutige Meeresenge von Messina und nicht Gibraltar, wie
die meisten annehmen. Platon überliefert das atlantische Inselreich
gleich hinter dieser Markierung.
- Nach Platon war das atlantische Reich größer
als Asien (damals Kleinasien) und Libyen zusammen. Diese Aussage entspricht
dem gesamterreichten Einflussbereich von Atlantis im zentralen
und östlichen Mittelmeergebiet.
- Davon zu unterscheiden ist das eigentliche,
zentrale Atlantis - so wie
auch Rom vom römischen Einflussbereich zu unterscheiden ist. Platon
beschreibt diesen Hauptbereich als große Insel und Inselgruppe mit
sichtbar, nahem Festland. Das entspräche hier Sizilien mit den
äolischen Inseln und der ihnen zugewandten, südwestitalienischen
Festlandküste (von Kampanien-Basilicata-Kalabrien).
- Sizilien
wird dabei als die große Insel berücksichtigt, jedoch idealisierend
mit der Größe des gesamten atlantischen Einflussbereichs verwechselt.
Der Grund liegt hier vermutlich an der Sonderstellung
Siziliens als größte Mittelmeerinsel mit dem höchsten
Götterberg Ätna (= Atlas) auch heiligste Insel - somit
eine staatskultische Tabuzone - von der Atlantis (Atlas Abkömmlinge
= die kleineren Vulkaninseln bei Sizilien - die äolischen Inseln)
Einflussgröße abhängig gemacht wurde.
- Die Atlantis-Position wird noch durch
einen weiteren geographischen Hinweis untermauert: Demnach
sollen die atlantischen Inseln von Gibraltar soweit entfernt sein,
wie Ägypten von Tyrrhenien, was wiederum auf die äolischen Inseln
zutrifft.
- Die atlantische Königsherrschaft
(Gottkönig Atlas) ist mit der von Homer in der Odyssee dargestellten äolischen
Königsherrschaft (Gottkönig Äolus) ähnlich und verwandt:
Beide sind von gleicher göttlichen Abstammung (Poseidon-Hippotes),
woraus Atlantis von 5 männlichen Zwillingspaaren und das äolische
Reich von 6 männlich-weiblichen Kinderpaaren (wie die
Titanendynastie) abgeleitet wird. Die Unterschiede liegen bloß in
der Veränderlichkeit kultureller Ansichten. Rom leitet sich
beispielsweise Jahrtausende später aus einem männlichen Zwillingspaar
ab. Die atlantische Dynastie lässt sich zudem auf die ältest
überlieferte Götterfamilie der Steinzeit zurückführen: den Titanen -
über die Verbindung Gaia-Tartaros-Uranos, die den Übergang von der
Großen-Erdmutter-Religion zur patriarchalen Himmelsgott-Religion
markiert und damit auf die ersten astronomisch-astrologischen Himmelsbeobachtungen
hinweist. Die Griechen übernehmen später diesen uranisch-titanischen
Pantheon (Atlas, Prometheus, Helios...) und erweitern ihn mit den
olympischen.
- Maßgeblich für die außergewöhnliche,
steinzeitliche Entwicklung der Atlantis-Kultur dürfte der vulkanische
Bergbau gewesen sein. Platon weist in diesem Zusammenhang auf den
"Oreichalkos" (griech. Bergerz) hin. Er
bezieht sich hauptsächlich auf das wichtige Eisenerzvorkommen in Form
von Hämatit und Pyrit (Schwefeleisen). In dieser Hinsicht dürften die
äolischen Inseln allen voran die südlichste Insel Vulcano
wahre Schatzinseln gewesen sein.

III. Atlantis - Entwicklung
und Untergang
- Anfängliche Spuren der späteren Atlantis-Kultur machen sich um den Monte Circeo
bemerkbar. Volksstämme aus den bekannten, altsteinzeitlichen
Kulturen des weiteren Pyrenäen-Umfelds dürften hier den Megalithbau
bereits zwischen 12.000 und 11.000 v. Chr. entwickelt haben ("Kyklopen",
"Giganten"), vermutlich auch als Ersatz zu den
Berghöhlen, die nicht in der erwünschten Menge vorhanden waren. Weit
mehr dieser Bauten könnten hier vor der Küste unter Wasser liegen, da
der Meeresspiegel sich seither um über 120 Meter gehoben haben dürfte.
- Stämme dieser Megalithbau-Kultur ziehen nach
Süden weiter und lassen sich auf den Bergen von Kampanien und
Kalabrien nieder. Einige dieser Stämme ("Titanen")
entwickeln die eigentliche Atlantis-Kultur, die sich durch besondere,
vulkanische Bergbautätigkeiten auf den äolischen Inseln
auszeichnet. Die fünf georteten atlantischen Hauptsiedlungen (passend
zu den fünf männlichen Zwillingspaaren) chronologisch geordnet:
1.
Atlantis-Palinuro (erste Gründung im Festland-Küstenbereich)
2. Atlantis-Vulcano (geokulturelles
Zentrum im äolischen Archipel - die "atlantische
Schatzinsel")
Sizilien - die größte, atlantische Insel mit dem höchsten
Gottberg (Ätna=Atlas) ist heilig = tabu
3.
Atlantis-Malta (wichtiger Brücken-Stützpunkt nach Libyen)
Atlantis-Kolonien
in Libyen:
4.
Atlantis-Syrte (größte und schönste Stadt an der Großen Syrte - die
"Kanalstadt")
5. Atlantis-Fezzan (Der "Garten
Eden" - die Ebene mit bis zu 12.000 Jahre alten Felsbildern
- heute verwüstet.)
Diese
Ortungen entsprechen Tyrrhenien und Libyen, die Platon mit den westlichsten
Atlantis-Bereichen namentlich auffällig in Verbindung bringt. Weiters gilt
Atlantis als das Reich im Westen. Es ist also leicht möglich, dass in den
ältesten Atlantis-Überlieferungen diese noch zu den Ursprungsgebieten von
Atlantis zählten und durch einen späteren Übersetzungsfehler nur mehr als
westliches Randgebiet von Atlantis übrig bleiben. Ebenso wird hier
ersichtlich angenommen, dass Platon in der Schilderung seines zentralen
Atlantis-Bereichs einfachhalber und effektvoller mehrere in der Realität
weiter auseinanderliegende örtliche Merkmale zusammengefasst hat. Träume
machen das übrigens auch.
- Die Atlantis-Katastrophe könnte auf starke
Eruptionen des Unterwasservulkans Monte Palinuro und des Ätnas
zwischen 9000 und 8000 v. Chr. zurückzuführen sein. Dabei werden
Atlantis-Palinuro und Atlantis-Vulcano sofort zerstört. Die
Vernichtung wird bei Platon und anderen Mythen als Gottesstrafe
interpretiert. In Wirklichkeit wurden wie so oft die natürlichen und
menschlichen Vorwarnungen unterschätzt, die ein Entrinnen vieler
ermöglicht hätte. Die so traumatisierten Flüchtlinge der übrigen
Atlantis-Gebiete prägen die nächsten Hochkulturen in Äthiopien,
Ägypten und Kleinasien (v.a. Südostanatolien), die der etablierten
Geschichtsforschung bereits bekannter sind.
IV. Atlantis Spuren in den
bekanntesten Hauptmythen
Aus
jenen atlantischen Nachfolgekulturen wurden Erzählungen ihres vergangenen Schicksals
den nächsten Kulturen weitergegeben, die dann auch ihren Reim dazugaben.
Interessanterweise sammeln sich im nächstliegenden Griechenland mit der
Zeit die meisten mythischen Atlantis-Hinweise, so als ob die Ur-Griechen
darüber informiert waren und entsprechende Nachrichten über ihre
ungeheuerliche Nachbarschaft im Westen in ihren Mythen archivierten
(Prometheus, Deukalion, Phaeton, Perseus, Herkules, Persephone,
Odysseus...). Hierzu steht der bekanntere Fall der ägyptischen
Solon-Platon-Überlieferung nur beispielhaft für zahlreiche weitere
mythologische Importe aus ferneren Hochkulturen. Zur besseren Orientierung
werden nachfolgend aus den bekanntesten Mythen die wichtigsten
atlantischen Motive, Muster und Hinweise übersetzt:
In all diesen
Hauptmythen steht anfangs ein Goldenes oder paradiesisches
Zeitalter. Zentrum dieser Kultur ist ein Garten mit einem
bedeutenden, heiligen Baum zumeist mit verbotenenund/oder goldenen
Äpfeln. Der Verstoß (Ursünde) gegen dieses Tabu führt zur
Gottesstrafe: einer großen Naturkatastrophe und Vertreibung.
Garten = hier Stein- oder Berggarten mit Bodenschätzen
eines steinzeitlichen Bergbaus
Paradies
= Hinweis auf einen verbotenen Gartenbereich (Tabu) mit besonderen
Bodenschätzen
Baum,
Weltenbaum
= Götterberg = Vulkan, hier der höchste: Ätna - Atlas,
Atlan... Atum, Adam, Adad
Baumstamm
= Vulkanberg. Inselvulkan: Brust griech. Titos - Titan (Atlas
ist ein Titan) -
Baumwurzeln, Schlangen (anstelle von Haaren, siehe: Medusa)
= Lavaströme die versteinern
Baumkrone,
Vogel, Adler, Phönix, Pegasus, Himmelsstier = Vulkanausstoß, riesige
Vulkanwolke
Goldene u/o
verbotene Äpfel = Vulkanfrüchte, Mineralien, Oreichalkos
= Bergerz, Schwefeleisen, Schwefel
Verboten
da göttlich = griech. theios, Schwefel = griech. theion,
Gottheit = griech. tó theion
Schwefel
könnte auch eine frühe Form von gottgeweihtem Weihrauch dargestellt haben.
Gorgonen
= äolische Vulkaninseln, Medusa - vermutlich Stromboli,
Schlangen statt Haare: Lava
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Vesuvdarstellung einer Wandmalerei aus Pompeji.
Mit der Symbolik: Schlange, Vogel,
Hüterin/Nymphe
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Schlangenhaupt der
Gorgone Medusa als aktiver
Vulkankrater
(Zeichnung aus der Antike - hier eingefärbt)
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Re - ägypt. Sonnengott-Symbolik: Falke mit
Sonnenhaupt-Schlange ~ Vulkanöffnung
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Der Vulkanausbruch als Weltenbaum
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Perseus köpft mit einer Sichel die von Poseidon schwangere Gorgo
Medusa (Kronos entmannt mit einer Sichel seinen Vater Uranos).
Daraufhin entweicht aus ihr der geflügelte Pegasus, mit den er
fortfliegt. Atlas lässt ihn aus Angst um seine goldenen Früchte
nicht landen. Perseus streckt ihm daraufhin Medusas Haupt hin,
worauf Atlas zu Stein erstarrt = Identifikation mit einem
Vulkan-Berg (=Ätna). Perseus flieht mit dem Pegasus
über Libyen nach Äthiopien. Dabei wird Libyen verwüstet und von
Schlangen bevölkert, die aus dem herabfallenden Blut Medusas
entstehen.
Diese gigantische
Vulkan-Katastrophe erscheint bei Prometheus-Epimetheus (Atlas
Brüder) als Öffnung von Pandoras großem Gefäß und bei den anderen Titaniden
Helios-Phaethon als fahrlässiger Unfall mit dem Sonnenwagen
Richtung Sonnenuntergang im Westen.
Exkurs: Die negativen Folgen natürlicher
Geschenke wurden so zu vernichtenden
Strafen und Lektionen der Götter interpretiert, was die darauffolgenden
herrschenden Klassen für die Unterdrückung ihrer Völker auszunutzen
wussten. Die Menschheit leidet noch heute unter den Folgen dieser fatalen
Fehlinterpretation: "Folgt oder ihr kommt in die Hölle!" Wie wir
heute wissen, haben auf diese Weise religiöse und weltliche Diktatoren die
Menschen erst recht in die Hölle geschickt. Sie haben nicht von Perseus
gelernt, der ihnen längst schon ihr wahres Gesicht vorgehalten hat und sie
so mit einem Schlag entmachtete (versteinerte). Jener erste atlantische
Holocaust natürlichen Ursprungs wurde jahrtausendelang von den Autoritäten
ihren unterdrückten Völkern (als Ursünde) untergeschoben mit der
Konsequenz, dass sich diese Urlüge mit der Zeit sich auch krankhaft
verwirklichen konnte.
Ähnlich wie
Perseus bereist auch Herkules
dieses atlantisch-titanische Reich, jedoch umgekehrt von Süden nach
Norden: Zuerst arbeitet und gründet er in Libyen die Stadt Hekatompylos
'Stadt der hundert Tore' (entspricht hier Atlantis-Syrte.
Verändert in: die Stadt im Partherreich), kommt nach Gadeira
(Atlantis-Fezzan = Garten Edeien. Verändert: Cadiz-Spanien),
segelt nach Malta (Atlantis-Malta. Verändert: Iberien) besiegt dort
die drei Söhne des Chrysaor (die drei Inseln: Malta, Gozo, Comino)
kommt dann zur Insel Erythia (Atlas-Sizilien. Verändert:
Insel bei Gadeira-Cadiz), wo Geryones mit seinen schönen
Rinderherden haust (bei Odysseus: Helios heilige/verbotene
Herden auf Sizilien). Geryones: ungeheuer groß, mit drei Leiber und
drei Köpfen = trigonales Sizilien (dazu ältest bekannter Name: Trinakria).
Auch dieses sein Land war für Menschen tabu! Herkules besiegt ihn, den
zweiköpfigen Hund und den riesigen Rinderhirten (Ätna-Bezug) und
treibt die Rinderherde nach Griechenland (Verändert: von Spanien nach
Italien und Sizilien... nach Griechenland). Warum verändert
(angepasst)?: Weil die Überlieferung gleichzeitig das aktuelle,
veränderliche Weltbild (die bekannten Weltgrenzen) beschreibt.
Ursprünglich stand Sizilien am westlichen Weltende (Ätna-Atlas
muß hier nach dem Sündenfall den Himmel tragen), der Kaukasus am
östlichen Weltende (Prometheus wird nach dem Sündenfall vom
obersten Gott hier her verbannt). In der späteren, antiken Übernahme müssen
auch in der Herkulessage die alten Weltgrenzen durch die neuen ersetzt
werden: Gibraltar samt Atlas-Gebirge und Iberien im Westen, das Parther-
oder Perserreich im Osten.
Hinweis:
Bei Hirtenvölker wird die Garten-Baum-Früchte-Symbolik auf Tierherden
übertragen. Bei den Argonauten manifestiert sich das sogar im
sprachlichen Ausdruck: Apfel - malo, (Goldenes) Vlies
- mallos.
Herkules muß noch zur Insel Hesperia (Genesis: Hevila,
Kelten: Avalon, heute: Sizilien) von den Hesperiden
(Töchter des Atlas - heute: äolische Inseln) die goldenen
Äpfel erbeuten, die an einem großen Baum in einem heiligen
Garten wachsen, der vom hundertköpfigen Drachen (=Vulkan)
Ladon (Ätna) überwacht wird. Herkules irrt lange, bis er
endlich vom befreiten Prometheus erfährt, wo sich diese
geheimnisvolle Insel befindet. Prometheus verrät ihm auch, dass er die
goldenen Äpfel nur bekommt, wenn er Atlas (Ätna) überlistet sie für ihn zu
besorgen. Als letztes muß er noch den dreiköpfigen Höllenhund Cerberus
aus der Unterwelt entführen - wieder eine vulkanische Arbeit
in Sizilien.
Odysseus bereist ebenso das atlantisch-titanische Land.
Er kämpft gegen die Kyklopen und Giganten (Verwandte der Titanen
auf dem Festland), kommt zweimal zu den äolischen Inseln, wo Gottkönig Äolos
herrscht (Sohn Poseidons, verwandt mit der Dynastie um Atlas)
und trifft Circe auf Gaeta (Tochter Helios, ein Titanide).
Seine Gefährten brechen das Tabu über Helios heilige Herden auf Thrinakia
(Sizilien), wodurch sie ebenso das Schicksal Atlantis erleiden und alle
untergehen müssen. Nur Odysseus kann sich zur maltesischen Insel
(Gozo) der Calypso retten (Tochter des Atlas). Wieder jede
Menge Hinweise über das atlantisch-titanische Land im südlichen
Italien.
Auch der
sumerische Gilgamesch
(ca. 2700 v.Chr.) reist in diesen fernen Westen, um den riesigen Wächter
des zum Himmel ragenden heiligen Baumes zu besiegen, ein Ungeheuer
namens Chumbaba (Cherubim ~ Cerberus) von dem es dort heißt (5.
Tafel): "... sein Brüllen ist Sintflut, Feuer sein
Rachen, sein Hauch der Tod!" Was kann das
anderes sein, als wieder dieser riesige fürchterliche Vulkan Ätna
- der größte weit über Europa hinaus? "... Da wurde schwarz das
weiß‘ Gewölk, der Tod regnet wie Nebel auf sie herab..." Jeder Vulkanologe kann hier Beschreibungen aufgrund
von vulkanologischen Ereignissen bestätigen. Gilgamesch kann dieses
Ungeheuer natürlich besiegen, wie auch Perseus und Herkules das getan
haben. Der höchste Gott Enlil schickt ihm aber dann zur Strafe
den Himmelsstier = riesige Vulkanwolken = verursachen Wetterkatastrophen.
(Bei Perseus ist es das Himmelspferd Pegasus.) Auch diesen
bezwingt Gilgamesch. Dafür muß zur Strafe sein Freund Enkidu sterben.
Gilgamesch will nun Unsterblichkeit erlangen. Er muß dafür
wieder in den fernen Westen reisen (ins Jenseits) zu Utnapischtims
Urheimat (= Noah - Deukalion). Er wisse um die Unsterblichkeit,
schließlich hat er die Sintflut (Atlantis-Katastrophe) überlebt. Schiduri
(=Calypso) weist ihm den Weg durch das Wasser des Todes am Berg
Maschu (Ätna) vorüber, wo Skorpionmenschesn
(=Bergleute) den heiligen Garten voller wunderbarer Edelstein-Früchte
bewachen. Schließlich kommt er zu Utnapischtim (Südwest-Kalabrien),
der ihm von der katastrophalen Sintflut erzählt und wie er ihr mit seinem
Schiff nach Südostanatolien entkam. Er erzählt hier aber auch, dass vor der
Flut Feuer aus der Erde kam, so wie beim Atlantis-Untergang. Utnapischtim
verhilft ihm auch zum Kraut der ewigen Jugend, das ihm aus
Unachtsamkeit die Schlange wieder wegfrisst - hier also genau konträr
zur bekannten Paradiesgeschichte, wo die Schlange zur entsprechenden Frucht
verführen muß.
Bekanntlich haben
die ersten Bibelschreiber auch alte babylonische Texte übernommen: Die in
der Paradies-Beschreibung (Genesis)
enthaltenen weitreichenden geographischen Hinweise zeigen, dass
bereits vor den Sumerern und Babyloniern eine höhere
Kultur im Westen (Atlanter) existiert haben musste, die in
größeren Dimensionen gedacht hat. Denn bereits vor 5000 Jahren scheint man
nicht mehr genau gewusst zu haben, dass es sich beim Garten Eden
um Edeien in Libyen (Atlantis-Fezzan,
dazu passend der griechisch-platonische Bezug: Platons große Ebene
griech. Pedon und die paradiesische Überlistung griech.
Peidon) handeln konnte, bei Hevila um das verbotene
Paradies Sizilien, bei den drei Hauptwasser um Meere
und nicht um Flüsse: Pison - das Mittelmeer, Gihon -
das Rote Meer, Hiddekel - das Schwarze Meer. Damit
wird hier auch indirekt der größte Einflussbereich von Atlantis
dargestellt, auf den sich auch Platon bezog und der nur durch eine frühere
Schifffahrt in diesen Bereichen ermöglicht werden konnte. Schließlich
wird damit auch angezeigt, wohin die Überlebenden der Atlantiskatastrophe ausgereist
sein durften. Zwischen dieser Kenntnis und dem Zusatz des Euphrat als
viertes Wasser muß aber ein markanter Kultur- und Zeitsprung
liegen. Denn hätte der Schreiber diese uralte, geographische
Weltbild-Darstellung noch so verstanden, hätte er zu den genannten Meeren
weniger den Fluß Euphrat bezeichnet, als vielmehr das Babylonisch-Persische
Meer in das er mündet.
Winfried Huf,
Bahnhofstraße 14, I-39040 Auer
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