© 2001 Copyright by Winfried Huf

Traum und Kosmos – Einführende Dialoge

Über Untersuchungen von Zusammenhängen zwischen Traum und Kosmos (gekürzt)



 
 

 


Inhalt

Einführung in die Grundlagen

Traumbildmengen im Zusammenhang richtungsauslösender Faktoren

Richtungsauslösende Faktoren und Wahrnehmungsöffnung im Traum

Zuverlässlichkeit der Traumwahrnehmung

ASW (außersinnliche Wahrnehmung) im Traum und "Urwahrnehmung"

Aspekte zur "Präformation" in den Träumen

Einführungsdialog zu untersuchenden Traumbeispielen

 
 


: Klaus, argumentiert aus der skeptischen Sicht eines Naturwissenschaftlers (Biologen).

Winfried argumentiert aus der Sicht jahrzehntelanger Traumuntersuchungen.

(Auszug aus dem Forum des Freiburger Astrologiezentrums)

Einführung in die Grundlagen


: Auch Alexander Kékulé hat ja den Benzolring geträumt. Aber für sich
: allein sind solche "Offenbarungen" halt ziemlich unsicher - und das umso
: mehr, je komplizierter sie sind.

Interessant wäre zu erfahren, an welchen Tag er diesen Traum hatte. Meine 
Schlangenträume haben beispielsweise einen starken Mars-, Mondknoten-, 
Uranusbezug. 

Einige Einblicke in empirische Zugangsmöglichkeiten zu Traum und Kosmos:
TraumKosmos.html

: Die Idee, daß Träume mit kosmischen Konstellationen zu tun haben könnten,
: finde ich auch interessant. Allerdings gibt es ja sehr verschiedene
: Kategorien von Träumen. Manche hängen bekanntermaßen sehr stark mit
: körperlichen Befindlichkeiten zusammen. Z.B. wirst Du total verschie-
: den träumen, wenn Dir einmal jemand eine Heizdecke untergemogelt hat
: und wenn Dir ein anderes Mal jemand vorsichtig die Bettdecke wegge-
: zogen hat. :-)

Träume in diese Richtung lassen sich auch an den (oft banalen) Inhalten erkennen.
Du kannst bereits an den Trauminhalten erkennen, inwieweit diese Informationen
für eine nähere Untersuchung von Rang sind. Wichtiger sind da eine umfassendere
Aufzeichnung/Beobachtung - nicht nur des Traumes selbst, sondern auf Zeit, Ort, 
Umfeld, ... bezogen.

: Ich habe (aufgrund einiger Jahrzehnte Erfahrung) den Eindruck, daß
: gerade die Träume, die uns nach dem Aufwachen noch besonders präsent 
: sind, gar nicht "kosmisch" sind. Vielleicht würde sich trotzdem mit
: großem Aufwand ein signifikanter Zusammenhang mit dem einen oder
: anderen "kosmischen Faktor" nachweisen lassen. Wie aber, wenn dem
: eigentlich ein "kosmischer Rhythmus" des Schwitzens in den verschiede-
: nen Schlafphasens, der Herz-Kreislauf-Parameter in den frühmorgendli-
: chen REM-Phasen oder gar irgendwelcher Verdauungsstörungen zugrunde-
: läge?

In meinen Beobachtungen stelle ich weniger biologische Bezüge her (das würden 
andere besser machen können, wenn es ihnen gelingen würde, was bisher jedoch 
nicht geschah), als vielmehr von draußen kommende mögliche psychische (Fern-)
Informationsübertragungen, die dadurch zustande kommen könnten, daß bestimmte 
Orte, Gegenstände, Inhalte, ... an bestimmten Zeiten über entsprechende 
kosmische Ausrichtungen sich (katalysatorähnlich) verstärken können und mit 
näheren, persönlichen Inhalten des Träumers assoziiert werden (mehr oder weniger
- je nach Traumphase).

: Daß physiologischen Faktoren das Traumgeschehen (besonders die
: Aufwachträume) massiv beeinflussen, ist wohl außer Frage. Im Unter-
: schied zu den Träumen sind sie leicht zu erfassen. Wenn man also schon
: die typischerweise so körperbetonten (wenn nicht prinzipiell körper-
: induzierten) spontanen Aufwachträume heranzieht (und so habe ich Dein
: Projekt beim Reinschauen verstanden, hoffentlich keine falsche Unter-
: stellung), dann wäre zu fragen, ob man nicht besser gleich die damit
: zusammenhängenden Körperfunktionen in den Blick nimmt. Einfach weil
: sie viel besser zu objektivieren und zu quantifizieren sind. Das
: könnte den nötigen Aufwand bis zu einem signifikanten Ergebnis leicht
: um einige Zehnerpotenzen verringern.

Ich beziehe mich auf verschiedene Träume. Ich habe mich früher so "programmiert",
daß ich bei Träumen sehr leicht aufgewacht bin, also auch um 1, 2, 3, ...Uhr.
Aber auch die "spontanen Aufwachträume" würde ich nicht a priori von den
Untersuchungen ausschließen (es kommt auf den Träumer an).
Physiologische Faktoren lösen nur vereinzelnd Traumbilder aus. Sie konnten also
bisher nicht ausreichend als trauminhaltliche Auslösefaktoren identifiziert werden.

: Wenn Du die - bekanntermaßen vorhandenen - physiologischen
: Auswirkungen auf die Traum-Inhalte nicht berücksichtigst, besteht 
: zumindest ein großes Risiko, daß Deine ganze Arbeit letztlich wertlos
: sein wird.

Das würde ich bezweifeln. Der Wert der aus den letzten Jahrzehnten gewonnen 
Erfahrungen dürfte ausreichend sein:

Nach mehreren Jahren an Traumarbeit bin ich Anfang der 80er Jahre zum
Schluß gekommen, dass es keinen Sinn macht die oft komplexen und
anscheinend chaotischen Trauminformationen den Körperprozessen, 
Biorhythmen, ... zuzuordnen. Ich bezweifle und bestreite nicht, daß sie
mitauslösend sind. Aber das spielt letztlich nur eine untergeordnete Rolle, 
da ich nur die Traum-Inhalte/Informationen untersuche, die überwiegend 
anderen Ursachen zuzuordnen sind. 

Die körperlichen Faktoren dürften hier zu untergeordnet sein, daß sie entscheiden 
können, welches Traumbild jetzt an der Reihe ist und wie es mit welchen anderen 
zusammenzukommen hat.... Ich meine, solche Feinheiten in inhaltlichen Details 
dürften den körperlichen Ursachen „wurscht“ sein - ihre Kompetenz liegt wo anders.
Und deshalb sind etwa Bauchschmerzen während des Traumes erwähnenswert, 
aber letztlich würden sie die anderen Traumuntersuchungen nicht sonderlich stören.

: Wenn Du hier solche körperliche Ursachen meinst wie Bauchschmerzen
: oder eine eingeschlafene Hand, dann hast Du sicher recht. Anders
: könnte es sich bei physiologischen Aktivitäten in der Großhirnrinde
: verhalten.

Aber da sind wir ja bereits bei den Träumen angelangt. 

: Wenn ich Dich recht verstehe, blendest Du aber physiologische
: Faktoren aus, obwohl empirisch erwiesen ist, daß sie sich auf das
: Traumgeschehen auswirken.

Tue ich nicht. Ich habe doch behauptet, daß sie etwas auslösen, aber das
reicht letztlich für komplexere Bildinformationen nicht aus. Bei diesen 
inhaltlichen Traumuntersuchungen kommt es auf diese letzte Verbindung an, 
die erst ermöglicht, etwas Bestimmtes zu erkennen. Der Ausgangspunkt kann 
vielfältiger Natur sein, eine drückende Hand, Psychisches, ...

... Deshalb sind etwa Bauchschmerzen während des Traumes erwähnenswert, 
aber würden die anderen Traumuntersuchungen nicht sonderlich stören.

: Da wäre ich vorsichtiger. Ich habe z.B. neulich von einem Hund geträumt,
: der mich anknurrte und schließlich in die Hand biß. Dabei wachte ich
: auf und stellte fest, daß mir die betreffende Hand weh tat, weil ich
: unglücklich darauf gelegen hatte. 

: Dieser körperliche Auslöser hätte sich natürlich auch anders "bildhaft 
: einkleiden" können - aber nicht beliebig. 

Eben, die (bestimmende) Wahrnehmung setzt noch andere Bedingungen voraus.
Die Frage bleibt dann: Wie konnte sich hier der Hund einschalten?
Meine Untersuchungsrichtung:
Die Information "Hund" ist in Dir gespeichert.
Sie benötigt aber eine zureichende Auslösung, damit Du sie als Traumbild eindeutig
wahrnehmen kannst, denn neben dieser sind eine Menge andere Informationen gespeichert.
Der physiologische Reiz (Druck an der Hand) allein ist zu unbestimmt für das bestimmte
Traumbild. Es bedarf noch andere Koordinaten, wenn wir davon ausgehen, das die 
Auswahl nicht rein zufällig getroffen wird.

: Du stellst also, wenn ich Dich richtig verstehe, die Hypothese auf,
: daß das Traumbild eindeutig durch "auslösende" Faktoren bestimmt wird.

: Du meinst also, daß ein bestimmtes Traumbild erst möglich wird,
: wenn genügend viele bestimmende Faktoren zusammenkommen. Das Traumbild
: muß demnach eindeutig kausal bestimmt sein. 

Mal mehr, mal weniger eindeutig, entsprechend der Wahrnehmungen, die auch nicht 
immer eindeutig sind.

: Für Kreativität, Spontaneität läßt dieser Ansatz keinen Platz. Erleben wir aber nicht 
: gerade Kreativität und Spontaneität als besonders beeindruckende Charakteristika 
: unserer Träume? 

Kausalität schließt doch Kreativität nicht aus. 

: Ich halte es für möglich - wenn nicht gar wahrscheinlich -, daß hier
: ein hohes Maß an Zufälligkeit, Unbestimmtheit herrscht. 

Zufälligkeiten schließe ich ebenso nicht aus. Das Maß könnte auch von Fall zu Fall,
von Person zu Person unterschiedlich sein. Zufälligkeit könnte dort zutreffen, wo 
bestimmende Faktoren nicht/weniger erreicht werden (etwa in Zusammenhang von
Streß).

: Also nur, wo es mit der kausalen Bestimmtheit hapert? In Mangelsituationen quasi?

Ich würde das mal so formulieren:
Wo es für "Kausalitäten" zu eng oder zu weit wird, entfaltet sich "Zufälliges".
Ich untersuche und finde überwiegend "kausale" Zusammenhänge. 
In Situationen, wo ich kausale Zusammenhänge nicht mehr so zureichend
feststellen kann, bin ich als Beobachter (vorläufig) aus diesem Kreis ausgeschlossen...

Auch Erinnerungsmengen für eine so bestimmte Assoziation können noch zu groß oder 
unbestimmt sein.
Die bestimmteste Traumbildassoziation könnte erst bei einer Identifikation erfolgen.
Dazu werden zwei Bildinformationen benötigt: 
Einmal könnte ein inneres Traumbild von einem entsprechend anderen Innenbild 
auslöst/erkannt werden - das könnte insbesondere bei den sogenannten kollektiven 
Urbildern zutreffen.
Anderseits könnte ein inneres Traumbild durch eine äußere Bild-Information (Nachbarhund?) 
aktiviert werden.

: Der Begriff "Identifikation" ist mir in diesem Zusammenhang nicht geläufig.
: Du meinst offenbar, daß zwei einander ähnliche "Bildvorlagen"
: zusammenkommen müssen, damit ein Traumbild wahrgenommen wird.

Identifikation, Erkennung im weiteren Sinn: Du kennst bestimmt diese Lernspiele, 
wo beispielsweise Buchstaben, Wörter, ... bestimmten Bildern zugeordnet werden müssen. 

Übrigens: auch bei der bewussten Wahrnehmung wird das äußere Bild durch das bereits
innen gespeicherte Bild wahrgenommen/identifiziert/wieder-erkannt/vervollständigt.

: Wenn die "bewußte Wahrnehmung" nur eine Assoziation ist (und das ist
: sie oft), dann kann man das so ausdrücken, wie Du es hier tust. Man
: lebt dann quasi noch halb im Traum, in einem Assoziieren von Bildern.
: Demgegenüber ist ein genaues Beobachten, bei dem man von Assoziationen
: absieht und begrifflich klar festhält, was einem entgegentritt, ein
: höheres Maß an Wachheit.

Auch diese wache Wahrnehmung setzt bestimmte Grundlagen im Gehirn voraus, auf 
die jetzt einzugehen den Rahmen dieser Diskussion noch weiter ausdehnen würde...

Und solange keine Verbindung zwischen den beiden entsprechenden Informationen 
gelegt wird, können die Bilder nicht erkannt werden. Nur so können sie sich von den übrigen
nicht oder weniger aktivierten Bildern unterscheiden. Im Übrigen käme es zum Bildrauschen.
Diese notwendige Verbindung kann über kosmische Bezugspunkte/Richtungen 
angezeigt/gelegt/unterstützt/verstärkt werden.

: Du vertrittst also eine Art "Präformationstheorie" (ein Begriff aus
: der Geschichte der Biologie): Alle Bilder sind schon "da", es handelt
: sich nur noch um Wechselwirkungen, wodurch sie "aktiviert" werden.

Nein, die Wahrnehmungen sind nicht schon da, aber die Grundlagen, die
die Wahrnehmungen ermöglichen.

: Du sprachst (schriebst) von Bildern, teils auch von "Bildinforma-
: tionen". Jedenfalls von Vorhandenem, das zusammenkommen muß, damit
: eine bestimmte Wahrnehmung erfolgen kann.

Ich schrieb von Vorhandenem, das verbunden/assoziiert wird. Aber diese verbindende 
Traumwahrnehmung entspricht nicht mehr "eindeutig" aber ~sinngemäß dem 
Vorhandenen.

: Du meinst, bei der Assoziation ("Verbindung") der vorhandenen "Bilder"
: herrscht eine Unbestimmtheit, eine Art Kreativität?

Die Verbindung als mehr oder weniger bestimmtes kreatives Element.

Beispiel Traumwahrnehmung Hund:
verursacht durch eine Verbindung zwischen gespeicherten Informationen in 
Deinem Gehirn drinnen und Hunden (echte, Bilder, ...)  draußen.
Die Verbindungs- oder Informationslinie zwischen diesen Orten könnte durch 
entsprechend kosmischer Positionierung verstärkt/aktiviert werden.

Ein ähnliches Informations- oder Informierungsverständnis gibt es auch in der Homöopathie
- welche (ihre Wirkung) übrigens bereits nachgewiesen sein sollte.

: Aber das sagt noch nichts über die "informationstheoretischen"
: Spekulationen, mit denen die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel
: erklärt werden soll.

Vielleicht handelt es sich um eine katalysatorähnliche Wirksamkeit. Zumindest weist 
das auf eine entsprechende "Verbindungsmöglichkeit" hin.

: Das setzt einen Zusammenhang zwischen meinem Traumbild "Hund" und
: irgendwelchen Hunden an bestimmten Orten draußen voraus. Findest Du
: das nicht auch sehr spekulativ?

Vor zwanzig Jahren hätte ich noch genauso argumentiert. 
Wenn Du ein solches Zusammenhangsbeispiel isoliert betrachtest, erscheint es auch
tatsächlich unsinnig. Es gibt dazu mehrere Faktoren, die ein Traumbild wie ein Mosaik 
unterstützend formieren können. Ein kleines Traumbeispiel:
"Mein BruderE klebt ein Zierband an einer Stelle meiner Zimmerwand."
Normalerweise (wachperspektivisch) wäre das eine unsinnige Handlung gewesen.
Aber die Klebstoffe werden in unserer Wohnung in genau dieser Richtung (von meinem
Schlafort aus zur Traumhandlung gesehen) einen Stock tiefer aufbewahrt. Nach einigem
Stöbern fand ich auch noch den Rest eines solchen Zierbandes in derselben Richtung 
nicht unweit vom Klebstoff, das zuletzt vor 8 Jahren benutzt wurde.
Dieser Traum ist auch ohne kosmische Ausrichtung interessant: Die Assoziation, 
daß der Klebstoff in jener Richtung aufbewahrt wird, wo unsinnigerweise geklebt 
wurde, war mir bald klar. Aber, daß ich dort auch noch den Rest eines Zierbandes
fand war eine Überraschung.
Die dazu auffällige, kosmische Ausrichtung an dem Traumzeitpunkt könnte dann auch
noch als merkwürdige Zugabe betrachtet werden: SonneVenusKonj. in Opp. mit Pluto

: Also einfach nur herumliegende Gegenstände "wirken" auf den Traum,
: und das sogar so, daß der Träumer die Richtung bestimmen kann, aus
: der sie wirken. Eine für mich sehr überraschende Behauptung.

Gegenstände, Personen, Orte könnten m.M. Träger von Informationen sein,
die im Traum wahrgenommen werden können.
Der Träumer kann die Richtung (ferner die Traumgestaltung) nicht bestimmen.
Aber bei luzider Traumwahrnehmung kann der Träumer das normalerweise, passive 
Traumverhalten etwas zurücknehmen. Dann kann er den Traum besser (bewußter) 
beobachten.

: Der Träumer kann
: sich - Deiner Auffassung nach - in dem dreidimesionalen Raum, in dem der
: Körper liegt, orientieren, und zwar in Bezug auf den Ort, wo der Körper
: liegt. Er kann z.B. nach dem Erwachen sagen: Ich habe von einem Zierband
: geträumt, und zwar in dieser Richtung. Und das korreliert damit, daß dort
: tatsächlich ein solches Zierband liegt, dem Du eine Auslöserrolle für diesen
: Traum zuschreibst.

Das war ein Beispiel. Meistens stellen sich Traumszenen folgenderweise zusammen. Beispiel: 
Du zahlst am Bahnschalter ein Ticket, nimmst das Restgeld und steckst es in die Geldbörse.

Im Traum befindet sich die Geldbörse am Bahnhof. In Wirklichkeit ist Dir
der Ort der Geldbörse bekannt, nämlich da, wo Du sie vor dem Schlafengehen 
ablegst. Es gibt zwei verschiedene Auslöserichtungen: der tatsächliche 
Richtungsbereich der Geldbörse und den des Bahnhofs.
So ähnlich war es auch beim vorigen Beispieltraum: Da wurde mein 120 km 
weit entfernt wohnender BruderE von seiner tatsächlichen Richtung in eine um 
etwa 120° verschobene Richtung in meinen Schlafzimmerraum "abprojiziert" und 
so in die Richtung von Klebstoff- und Zierband-Position gebracht, mit denen er im 
Traum arbeitete. Auch da gab es zwei verschiedene Auslöserichtungen, die sich im 
Traum bildlich vereinten - hier in Richtung stärkerer kosmischer Positionen.

: Was hier das "Abprojizieren" bedeuten soll, verstehe ich nicht.

Abgelenkte oder verschobene Projektion. M.E nach tendieren im Traum die Informationen
aus verschiedenen Richtungen kommend gebündelt zu werden, wobei dann stärkere
Richtungen obliegen. Das ergibt dann die ungewohnt eigenartige ("verrückte") 
Traum(bild)-Logik.

: Damit kann ich leider wiederum wenig anfangen.

Also Du befindest Dich in einem dunklen Raum mit zwei Projektoren.
Jeder Projektor wirft ein Bild an eine jeweils andere Wandseite.
Das wäre dann die informelle Situation außerhalb des Traumes.
Im Traum werden dann eine oder mehrere solche Richtungen zu einem Bild
zusammengefasst. In unserem Bildbeispiel wird eine Projektion auf die andere
ab-um-gelenkt, gedreht, verschoben, überlagert, .... (bitte wähle Dir was aus)
So hätte der Traum die Möglichkeit aus dem Umkreis von 360° solche 
informelle Bild-Muster zu empfangen (Bildvergleich: ähnlich eines Radars) 
und sie in einem oder laufend in mehreren Traumbildern zusammenzufassen,
zu integrieren. Auf diese Weise kann es vorkommen, daß scheinbar weniger 
passende Bilder zusammengefügt werden können (Beispiel: eine "verrückte" 
Baumkirche).

: Das betrachte ich als eine sehr weitgehende Behauptung.

Zumindest bleibt es höchst verdächtig, wenn 80-90% der untersuchten Träume eine Theorie 
in diese Richtung unterstützen. Da steckt dann nach jahrzehntelangen Beobachtungen 
bereits mehr Erfahrung als Spekulation dahinter.

: Kommt wohl darauf an, was Du hier mit "unterstützen" meinst.

: Wenn in fast jedem Traum (80-90%) irgendetwas auftaucht, was zur
: Unterstützung der Theorie herangezogen werden kann, dann sagt das
: noch nicht viel. Es müßte geprüft werden, wie wahrscheinlich es
: jeweils wäre, daß dieses "irgendetwas" rein zufällig so auftaucht.

: Wie genau bestimmst Du Richtungen anhand eines Traums, d.h. wie viele
: Alternativen sind da möglich? Wie viele verschiedene Richtungsbestim-
: mungen finden bei der Auswertung eines Traums statt? Hast Du z.B. rund
: ein halbes Dutzend Hinweise auf Himmelsrichtungen pro Traum, und sind
: diese etwa so genau wie z.B. "südost", dann ist es durchaus wahrscheinlich, 
: daß sich in den meisten Träumen ganz zufällig etwas findet, was Deine
: Theorie "stützt".

Dazu eine kurze Einleitung:
Der Kreis hat 360 Winkelgrade. 1°=1/360 des Kreises
10 Planeten auf die 360° aufgeteilt, machen 36° pro Planet und 18° je Kreisseite 
(bei Kreissymmetrie: Richtung+Gegenrichtung)
Wahrscheinlichkeit: 1 Planet würde demnach durchschnittlich 2x18° des Kreises
"beherrschen".
Die folgenden Punkte a) betreffen den Wahrscheinlichkeitsbereich (Zufall), die 
weiteren b), c), d) liegen darüber:
bei 10 Punkte "Planeten" a) 2 x 18°, b) 2 x 12-9°, c) 2 x 9-6°, d) 2 x 6-0°
bei 12 Punkte "Planeten" + Mondk. + Ac a) 2 x 15°, b) 2 x 10-8°, c) 2 x 8-5°, d) 2 x 5-0°
........
Meine Erfahrungen beziehen sich überwiegend auf die Bereiche c) und d), also über den
zufälligen Auslösungsbereich.

Angenommen ich würde bei einer Traumanalyse 12 planet. Punkte berücksichtigen. 
Es kommen darin beispielsweise zwei Bezugsrichtungen (Klebstoff-Zierband und Bruder)
vor und ich wende Fall d) an: 2 Bezugsrichtungen zu je 2x5°(Richtung+Gegenrichtung). 
Sollten sich innerhalb dieses insgesamt 20°-Spielraums 2 Planetenpositionen befinden, 
wäre Fall d) erfüllt.
Der Wahrscheinlichkeitsbereich zweier (Planeten-)Punkte liegt hier bei 60°.
Der Bewertungsfall d) würde demnach eine 3-fach "konzentriertere" Auslösewirkung
annehmen, als nach der Wahrscheinlichkeit zutreffen würde.

Im obigen Beispiel befanden sich aber in einem Spielraum von 12° der 
Bezugsrichtungen 4 kosmische Positionen Sonne, Venus, Pluto, und Neptun.
Das sind 3° pro Planet, was auch relativ seltener vorkommt.

: Du hast hier mE eine ziemlich ungewöhnliche Art entwickelt, Wahrschein-
: lichkeitserwägungen zu formulieren, aber ich meine jetzt zu verstehen,
: was Du meinst.

: Üblich ist die Angabe der Probabilität p in %.

Das ist bloß das Fremdwort für Wahrscheinlichkeit, die ich ja oben für die
spezielle Situation etwas ausführlicher dargestellt habe:
360° : 12 Punkte = 30° = p = 1 oder 100% Zufallswahrscheinlichkeit
bei Fall d) 10° oder kleiner je Position: p = < 0,33 oder < 33% Zufallswahrsch.

Hinsichtlich des Ergebnisses obigen Beispiels 3° auf jedem beteiligten Planeten 
verteilt, läge der zufällige Anteil bei etwa p = 0,1 oder 10% 

Das würde im Idealfall gelten, also bei gleichmäßiger Verteilung, was so kaum
vorkommt. Die Planetenpunkte können sogar über längere Zeit eine sehr 
ungleichmäßige Verteilung einnehmen. Diese Situation müßte noch strukturell 
mitberücksichtigt werden, was über der geometrischen Zentrierungsanalyse 
(Wo sind die geometrischen Schwerpunkte?) erfolgen kann.

: Andererseits finde ich schon den Ansatz, in Träumen räumliche Richtun-
: gen bestimmen zu wollen, erst einmal problematisch. Wie willst Du z.B.
: ausschließen, daß es sich in Deinem obigen Traum bloß um eine "inner-
: seelische Richtung" gehandelt hat, will sagen: daß sich hier einfach
: Deine halb verschüttete Erinnerung an dieses Zierband und seinen Auf-
: bewahrungsort in Bilder gekleidet hat?

"Innerseelische Richtung"? Der Ort, an dem mein Bruder im Traum das Zierband 
aufklebte, entsprach genau dem mir bekannten äußeren Ort. Die Richtung kann in 
solchen Fällen mit einem Kompaß und mit Plänen genau festgestellt werden.
Ich wusste nicht um den Aufbewahrungsort des Zierbandes. Ich habe es dort nicht 
abgestellt.
Schon eher könnte dieses Auftauchen im Traum als "Zufall" bewertet werden.
Aber warum? Es gibt so viele andere Erinnerungen insbesondere die des Vortages, 
der Vorwoche, ... deren Auslöse-Wahrscheinlichkeiten hier normalerweise höher liegen
müßten, wären ausschließlich der schnelle "Zufall" oder "physiologische Knackpunkte" 
im Spiel.
Die "innerseelische Richtung" kann hier bloß für Erinnerung stehen, die jedoch für die
bestimmtere Auslösung in einem unbewußten Zustand nicht ausreichen dürfte.

: Vielleicht hast Du doch vom Zierband "gewußt", konntest Dich aber im Wachzustand
: nicht daran erinnern. Das wäre doch sehr leicht möglich.

So was gibt es, ist hier jedoch letztlich nicht ausschlaggebend.
Erinnerungen hat man ja eine ganze Menge gespeichert. Die Frage bleibt:
Gibt es dazu (auch äußere) Auslösungsfaktoren? Schließlich träumt man oft
von bekannten, äußeren Orten, Personen, Gegenständen (mit oft frappierender
Identität: als ob man sich dort befinde ~ ähnlich einer AKE außerkörperlichen Erf.)
- um hier nur mal einen Aspekt im Traum anzusprechen. So gesehen, sollte sie nicht
gleich von vorneherein ausgeschlossen werden.

Angenommen, wenn Deine frühere Wohnung sich vom jetzigen Schlafort aus gesehen
im Richtungsbereich 88-90°(Gegenrichtung: 268-270°) befinden würde und es würden
bei entsprechenden Traumwahrnehmungen zu dieser Zeit in den meisten Fällen
jeweils markante kosmische Positionen diesen Richtungsbereich passieren, dann könnte
ein Zusammenhang angenommen werden. Die Auffälligkeit dieses Zusammenhanges 
würde sich weiter steigern, wenn dazu gleich mehrere zentrale Trauminhalte eines
Traumes in einer geometrischen (Richtungs-)Struktur eingebunden werden können.
Beispielsweise wie in den abgebildeten Traumplänen 1 oder 2.

: Eine kosmische Konstellation als Auslöser für Träume von Orten, die in der
: selben Richtung liegen. Hm. Wenn es das gibt, müßte es sich nachweisen lassen.
: Wobei es wichtig wäre, daß der Träumer nichts von den Richtungen weiß,
: die gerade kosmisch "vorgegeben" sind.

Im Schlaf ist es nicht möglich davon zu wissen.

: Ich bin schon oft in meinem Leben umgezogen und habe oft Träume, in
: denen ich mich in einer der früheren Wohnungen befinde. Daher sagt
: meine Erfahrung: In solchen Träumen leben Erinnerungen auf, aber sie
: haben nichts mit der Umgebung zu tun, in der ich mich gerade körperlich
: befinde.

Reicht Deine Traumerfahrung für eine derart ausgrenzende Behauptung aus?
Grundsätzlich ist der Traum für mich eine Wahrnehmung, die auch von der Umgebung
abhängt, in der man sich gerade befindet. (Beispielsweise, träume ich hier erfahrungsgemäß
anders als auf einer fremden Insel, in einem fremden Land...)

: Ich "erlebe" im Traum eine Umgebung, in der ich vor Jahren einmal wirklich
: gelebt habe und an die ich mich auch im Wachzustand erinnern kann. Wie mir
: im Wachzustand unwillkürlich Erinnerungen an diese Wohnung kommen können,
: so kann das auch im Traum geschehen.

Auch "urplötzliche" Erinnerungen zu Orten während des Wachzustandes können 
ebenso ähnliche Auslösungshintergründe beinhalten, wie für die hier geschilderten 
Traumbilder.

: Träume ich nun davon, in so einer früheren Wohnung zu sein (wobei mir norma-
: lerweise nicht zugleich bewußt ist, daß ich schon seit Jahren nicht mehr dort lebe),
: dann kann ich in dieser Wohnung z.B. die Richtungen bestimmen, wo sich ein
: Fenster, eine Tür oder ein Schrank befindet. Wache ich dann auf, dann stelle ich
: mitunter recht verwirrt fest, daß das ja alles gar nicht stimmt: Fenster, Tür und
: Schrank sind in meiner realen Umgebung ganz anders verteilt, und während ich
: gerade davon träumte, zum Fenster hinaus zu schauen, kehrte ich ihm tatsächlich
: den Rücken zu.

Falls ich Dich richtig verstehe: Im Traum hast Du Dich nach der früheren Wohnung
orientiert. Sie ist höchstwahrscheinlich anders gebaut und mit der jetzigen Umgebung
dann ohnehin nicht vergleichbar. Wenn Du von der früheren Wohnung träumst, dann 
sollte die Orientierung darin auch an die damalige Situation angepaßt werden.

: Ich entnehme aus diesen Erfahrungen, daß meine "Orientierung" im Traum
: nichts oder nicht besonders viel mit der Umgebung zu tun hat, in der sich
: mein Körper gerade befindet. 

Ja, es sei denn, Du träumst ausschließlich von Deiner engeren Umgebung. Ansonsten
ist das Traumgeschehen wie ein Mosaik, deren "Informations"-Teile aus verschiedenen 
Entfernungen und Richtungen kommend sich im Traumwahrnehmungsprozeß
schließlich zusammensetzen.

: Ich träume halt oft davon, mich in einer ganz
: anderen Behausung zu befinden, teils in früheren Wohnungen, teils aber auch
: in "fiktiven", die ich aus meinem Wachbewußtsein nicht kenne.

Hier trifft der oben erwähnte "Mosaik-Effekt" ein. M.E. nach setzt sich der "fiktive" 
Traumanteil des öfteren aus Bereichen zusammen, die man kennt, jedoch im Traum
auch sehr stark zeitverschoben wahrgenommen werden können. 

: Also kennst Du das auch.

Klar, wobei diese Erfahrungen bei Reisen besser nachvollzogen werden können.
Zu Deinen früheren Wohnungen hast Du ja normalerweise keine Zugangsberechtigung 
mehr, um bestimmte Richtungssituationen festzustellen.

So könnte dann vorerst einmal festgestellt werden, ob eventuell eine Verbindungsrichtung 
zwischen aktuellen Standort und jenem Raum außerhalb vorliegt.

: Ich habe im Traum zwar (u.a.) Vorstellungen von Räumlichkeit, aber diese
: haben - wie sich beim Erwachen zeigt - als solche nichts mit der Räumlich-
: keit zu tun, in der ich mich wach befinde. Da gibt es also keinen "Raum
: außerhalb". Ich meinte den ganzen dreidimensionalen Raum. Zu dem habe
: ich als Träumer m,E. keinen Zugang.

Wie kannst Du Dir da so sicher sein? Ja, vielleicht als Träumer mit bloß normaler 
("dumpfer", "verpennter";-) Traumerfahrung würde es auch mir nicht anders ergehen.

: Deshalb ist es für mich "überraschend", daß Du Zusammenhänge
: zwischen Trauminhalten und Richtungen in diesem "Wach-Raum"
: postulierst.

: Jedenfalls ist ein solcher Zusammenhang nicht selbstverständlich.

Es muß nicht alles gleich selbstverständlich sein. Der erste Blick ist meistens 
trügerisch, wie die erste (wachbewußte) Ansicht, die Erde sei eine Scheibe. Da 
muß man dann eben aufmerksamer weiterschauen. Eine Biologie ohne Mikroskop
wäre heutzutage auch um einige Erkenntnislücken weiter hinten. 
Ähnlich ist es bei der wachsameren, luziden Traumwahrnehmung, wo es Dir 
ermöglicht wird an die Orte, Gegenstände im Traum näher heranzukommen und 
das Traumgeschehen besser, aufmerksamer zu beobachten.

: Und wenn er sich denn nachweisen läßt, wäre immer noch offen, wie
: groß seine Bedeutung ist.

Über einen quantitativen Zusammenhangsnachweis kommen wir dann auch 
auf die weiterführende, philosophische (erkenntnistheoretische) Bedeutung. 
Diese Größe hängt aber weniger von der Größe der ersteren ab, wenn diese 
gegeben ist.
 
 

Traumbildmengen im Zusammenhang richtungsauslösender Faktoren


: Aber Traumbilder wechseln innerhalb extrem kurzer Zeitspannen -
: verglichen mit denen, die in Betracht kommen können, wenn wir astro-
: logische Faktoren untersuchen wollen?

Die "stärkeren" Traumbilder dürften länger wahrgenommen werden, ihre
entsprechenden Verbindungen dürften länger Zeit haben sich zu entwickeln.
Die schnell wechselnden, kaum, oder nicht wahrnehmbaren Traumbilder sind 
wie das Rauschen der Hintergrundstrahlung...

: Ich schrieb "Sekundenbruchteile", weil man bekanntlich in wenigen
: Sekunden ein ganzes Epos träumen kann. 

Wovon Du dann aber kaum etwas mitbekommen würdest.
Meistens erinnert man sich nur an Traumwahrnehmungen, die einen stärkeren 
informellen Eindruck hinterlassen haben, solche mit stärkerer Bindung,
die auch am ehesten für eine nähere Traumuntersuchung geeignet sind.

: Was hältst Du von Schilderungen, wonach jemand nur wenige Sekunden
: "weg" war und in dieser Zeit einen sehr umfangreichen Traum erlebt
: hat? Oder von sehr inhaltsreichen Träumen, die offenbar durch ein
: Geräusch ausgelöst wurden, das nach "äußerlicher" Zeit fast unmittel-
: bar zum Aufwachen führte, während der Träumer von diesem Geräusch bis
: zum Aufwachen einen langen Traum erlebte?

Konnte er davon wirklich ein "Epos" erzählen? Ich nehme an, dazu würden
noch einige hundert Seiten fehlen.
Hatte übrigens ähnliche Traumerfahrungen, deren "Längenpotentiale" ich aber 
etwas kritischer betrachte, da sich diese schwierig nachweisen lassen und wozu 
auch?

: Um Deine Behauptung zu prüfen, Traumbilder stünden im Zusammenhang
: mit kosmischen Konstellationen, die sich nur innerhalb von Minuten
: ändern. Da wäre es doch sehr wichtig zu ermitteln, wie schnell sich
: die Bilder im Traum ändern.

Das wäre bei einer rein quantitativen Untersuchung entscheidend, wenn ein möglicher
Zusammenhang zwischen Traumbildmengen oder Traumaktivität mit einer kosmischen 
Dynamik festzustellen sei. 
Ich habe es in erster Linie auf strukturelle Zusammenhänge abgesehen.

: Wenn Du die Frage prüfen willst, ob überhaupt ein Zusammenhang
: zwischen verschiedenen "Strukturen" besteht, dann ist es sehr wohl von Interesse,
: ob sich die verschiedenen Strukturen (kosmische Konstellationen, Traumbilder)
: in vergleichbaren zeitlichen Größenordnungen verändern. Das hat nichts mit
: "Bildmengen" zu tun.

So kommen wir der Sache schon näher. Es ist aber dennoch nicht "sehr wichtig
zu ermitteln, wie schnell sich die Bilder im Traum ändern, um überhaupt einen 
Zusammenhang zwischen verschiedenen Strukturen festzustellen." Primär bedeutsam 
sind Untersuchungen inwieweit strukturell-inhaltliche (informelle) Übereinstimmungen 
vorliegen - unabhängig in welchem Takt sich die Traumbilder ändern.

: Wenn Traumbilder sich sehr viel schneller ändern als die kosmischen Konstella-
: tionen, von denen sie abhängen sollen, dann kann dieser Zusammenhang nur sehr
: global sein. Ein ganzer Traum könnte dann von der zeitgleichen Konstellation
: geprägt sein, nicht das einzelne Bild.

Doch. So betrachtest Du es nur eindimensional. Nimm eine weitere Dimension hinzu. 

Vergegenwärtige Dir dazu folgende Situation: Du fährst mit dem Auto in ein und 
dieselbe Richtung. Dabei laufen an Dir dauernd neue "Bilder" vorüber, ohne daß Du 
die Richtung dafür ändern mußt. Die Richtungsänderung (Konstellationsänderung)
spielt hier keine Rolle - Fahrtgeschwindigkeit (Empfangs- oder Wahrnehumngsintensität)
und die Landschaft würden dann für einen Traumbildwechsel bereits ausreichend sein. 
Die Richtungsänderung (Konstellationsänderung) würde dann nur noch als weiterer 
Faktor hinzukommen, der dann möglicherweise die Qualitätsänderung der "Szene" betrifft.

[Ich habe Dir die Situation auch am Traumbeispiel "Deine Frau in München" versucht 
darzustellen. Dort lasse ich "Informations-Kanäle" oder -Strömungen Dich erreichen:
Angenommen Du visierst von Deinem Ort München an, wo sich Deine Frau aufhält.
Wieviel Informationspotential könnte dann noch zwischen Dir und Deiner Frau liegen?
Innerhalb einer Bogensekunde bereits mehr als das Gehirn in einer Nacht fassen könnte 
(theoretisch :-) was in einer Traumphase natürlich auch ausgefiltert werden muß 
(theoretisch - weil Dich natürlich nur ein winziger Bruchteil davon überhaupt erst
erreichen wird), damit Du ("Es") im Traum schließlich und endlich zur Information 
"meine Frau" komm(s)t.]

Nebenbei bemerkt: Man stellte fest, daß Träume viel länger dauern als ursprünglich 
angenommen. Nicht wenige Sekunden, sondern oft mehrere Minuten (auch 10..20 min).

Angenommen ein Traum dauert 10 min. Du wachst daraufhin auf und Dir ist klar,
Du warst im Traum in Deiner früheren Wohnung. Dann ist es nicht entscheidend, 
daß Du genau um 4:46:35 davon geträumt hast - kurz danach bist Du wach geworden. 
Es muß ein größerer, aufbauender Spielraum angenommen werden. Der Traum ist 
m.E. einem Gewitter ähnlich, welches auch nicht blitzschnell auftaucht und ebenso 
schnell wieder verschwindet. Der Traum ist zwar viel schneller als ein Gewitter, aber 
auch da gibt es bestimmt eine herannahende, aufbauende Phase und einen Höhepunkt, 
wo man manchmal erwacht, oder der Traum klingt langsam aus. 
Die Bilder die dabei am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben, haben sich vermutlich 
über diese Traumzeit hin (wolkenartig) aufgebaut. Ein Bild, das in dieser Zeit nur 
wie ein singulärer unbedeutender kleiner Blitz abgegangen ist, wird die Erinnerung 
kaum oder nur sehr schwach erreichen.
Jene stärkeren markanten Traumbildwahrnehmungen sind für diese Untersuchungen
am geeignetsten.

: Das hatte ich bisher bei Dir anders verstanden.

Spielt hier ohnehin nur eine untergeordnete Rolle. Den "Traumzeitpunkt" manchmal
fünf oder zehn Minuten nach hinten zu versetzen würde ich nicht als gravierend bezeichnen,
da wir es nicht mit Traumzeitpunkten zu tun haben, sondern mit Traumphasen, in der sich die
Traumwahrnehmung aufbaut.

: Ich würde eher vermuten, daß Du beim Erwachen all das kurzfristig parat hast,
: was im Kurzzeitgedächtnis "hängengeblieben" ist. Da kommt es auf das "Alter",
: nicht so sehr auf die Dauer des Eindrucks an. Was Du von dem kurzfristig
: "Hängengebliebenen" dann über die paar Sekunden nach dem Aufwachen
: hinaus behalten kannst, hängt davon ab, wie Du in diesen Sekunden mit dem
: Traum umgehst. Und das ist eine Frage der Übung, wie Du sicher weißt.

Das ist die einfachere Sichtweise, wie sie uns aus der Perspektive des Wachbewußtseins
vorkommen mag. Oben habe ich die Version angeführt, bei der die Traumwahrnehmung
nicht mit der einfachen Situation "Augen auf und alles ist schon" verglichen werden kann.

: Aber "wie viel" träume ich in einer Minute, in einer Sekunde?

Das ist doch sehr relativ. Ich finde die Frage schlicht "unmöglich".
Formuliere sie um: Wie "intensiv" träume ich in ... ? Und Du könntest dann mit
Hilfe EEG, EMG, CTG ... zu brauchbaren Resultaten kommen. Aber das Zählen von 
Traumbildmengen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Schließlich sind Bilder selbst 
auch wieder in "Hauptbilder", "Unterbilder" oder "Nebenbilder" ... aufteilbar 
(ein Landschaftsbild besteht beispielsweise aus mehreren Details, Bilder). 

Hier spaltet sich also obige Frage nach der möglichen, physiologischen Traumintensität 
und den wahrgenommenen Traumbilder (die zentralen Hauptbilder und Nebenbilder).

: Sind die mitunter sehr umfangreichen Traumerlebnisse, die ich beim Erwa-
: chen kurzfristig parat habe (und schnell vergesse, wenn ich sie nicht gleich
: bewußt festhalte), älter als die Dauer des Kurzzeitgedächtnisses, d.h. ein
: paar Sekunden?

Einige Wahrnehmungen reichen bestimmt weiter zurück. Du kannst hier sehr leicht 
einer Wahrnehmungstäuschung unterliegen (ähnlich wie beim Déjà-vu), Wenn Du 
aufwachst, meinst Du nur die letzten Sekunden wahrgenommen zu haben, in 
Wirklichkeit dürften bestimmte Wahrnehmungen weiter zurückreichen.
Denke nochmals an die erwähnte Gewitter-Metapher. So wie das Gewitter benötigen 
auch hier bestimmte Wahrnehmungen eine länger dauernde Aufbauphase. Der Traum,
seine Bilder bedürfen auch einer Aufbauphase. Es ist nicht so wie im Wachbereich: 
Augen auf und Du siehst die bereits längst vorgebildete und Dir bekannte Außenwelt. Hier 
muß die wahrzunehmende "Innenwelt" erst gebildet, zusammengebraut werden.
Du steigt hier immer wieder in einen Bereich der sich "entwickelnden Wahrnehmung" 
hinunter - also an den Anfang der Wahrnehmung, den "Urwahrnehmungsbereich" - der 
ohne (fertig entwickelte) äußere Sinnensorgane auskommen muß.

: Ist das eine bloße Hypothese, oder hast Du auch Indizien, die das stützen?

Ich habe auch Indizien. Deiner Frage nach, ist Dir von einer solchen Hypothese nichts 
bekannt?

: Nein, höre ich zum ersten Mal
 
 

Richtungsauslösende Faktoren und Wahrnehmungsöffnung im Traum


Noch etwas zu den richtungsauslösenden Faktoren:

Meine intensivere Traumarbeit begann damit, daß ich Orte/Landschaften...
luzide wahrnahm. Da diese Wahrnehmungen meinen körperlichen Bereich überstiegen,
vermutete ich, daß in der "Koordinierung" dieser Ereignisse auch ein übergeordneteres
System (als das eingeschränkte biologisch-körperliche) einbezogen sein muß, da sie sich
meiner Lenkung großteils entzogen. Und so wurde ich hier auch auf den kosmischen 
Bereich (Astrologie/Astronomie) aufmerksam... 

: Aber Traumbilder wechseln innerhalb kurzer Zeitspannen -
: Mit was für astrologischen Faktoren könnte das korrelieren?

Das astrologische Richtungsspektrum ändert sich auch sehr zügig.

: Ich weiß zwar nicht, was Du hier mit "Richtungsspektrum" konkret
: meinst. 

Der (360°-)Horizontkreis erhält nach der mathematischen Verarbeitung der
Himmelspositionen ein Spektrum mit mehr oder weniger stark betonten
Richtungen.

: Magst Du etwas näher erläutern, welcher Art hier die "mathematische
: Verarbeitung" ist?

In dieser Faktorenanalyse erhalten die geometrischen Elemente im Horoskop
Ordnungswerte, die etwa genauere Aspekte stärker bewertet als ungenauere, ...
Konjunktionen stärker bewerten, läßt als Sextile, .... Damit werden geometrische
Positionen/Richtungen (der Planeten, Halbsummenpunkte, Fixsterne) auch nach 
(geometrischer) Beziehungsstärke bewertet. Die Rangfolge nach dieser
Beziehungsstärke ergeben bestimmte Beziehungsmuster, die etwa auf gruppentypisches
Vorkommen hin untersucht werden können...

: Also eine der vielen Methoden, die "Wertigkeit" oder relative
: Bedeutung der verschiedenen Elemente eines Horoskops mit Hilfe einer
: mathematischen Routine quantitativ zu bestimmen?

Ja, woraus sich dann aber auch qualitative Ergebnisse erschließen lassen.

Quantitative Gruppenergebnisse können auf gruppentypische Muster hin untersucht 
werden und mit weiteren verglichen werden.
Zusammenhangsmuster einer Gruppe:
/MamCarc.zip (8KB)
Zusammenhangsmuster von größeren Gruppen:
/Grossgruppen.zip (110KB)

Damit werden die komplexen, geometrischen Horoskopstrukturen in einfachere lineare 
Muster umwandelt. Dabei wird die Komplexität auf ein operables Maß reduziert. 
Der Vorteil dieser Analyse ist, daß diese dann logisch durchschaubarer wird und daß sie
auch die Berücksichtigung verhältnismäßig breiter/ungenauer/umstrittener Parameter 
(Tierkreiszeichen, Häuser, Herrscherzonen, ...) umgehen kann.

: Du meinst, es sei ein Vorteil, wenn man TKZs und Häuser nicht berück-
: sichtigt?

Sie sind für genauere Untersuchungen zu diffus, heterogen... was zu unnötigen 
Komplikationen führen kann. Die Planetenstellungen haben hingegen punktuellen 
Charakter. Ohne Himmelsachsen werden beispielsweise eine 66-Punktereihe, mit 
Himmelsachsen eine 91-Punktereihe erreicht - folglich auch breitere und dichtere 
Auswertungsmuster, was feinmaschigeren Netzen/Rastern entspricht.

Dazu ein heutiges Traumbeispiel: 

237-240/57-60 Ve62° 2S62° Ve90Ma
mein BruderG und seine Frau streiten sich in ihrer Wohnung
0240 (2:42 Uhr vom Traum erwacht)

Die Richtungsangabe bezieht sich auf ihren Schlafort. Die Venus-Richtung62°
trifft die Küche zentral (ca.50m entfernt von meinem Schlafort).
2S62° bedeutet: zweitstärkste Sternkonzentration (unter den 100 stärksten/
bedeutendsten Fixsternen) in Richtung 62/242. Nach ein paar Minuten ist sie 
bereits die stärkste ..... Alle Minuten ändert sich das Spektrum. Alle 3-5 Minuten
ändert sich das Spektrum etwas markanter.

Das heißt: Du könntest demnach einen Traum nach 5 Minuten theoretisch 
wiederträumen, aber er wird anders gerichtet/informiert sein - insbesondere
wenn auch Informationen aus entfernteren Richtungen 10km, 100km, ... 
hinzukommen. Unter letzteren Umständen ist auch "Traumbilder/Informationen 
wechseln in Sekundenbruchteilen" erklärbar.

: Wie das?

Angenommen Du visierst von Deinem Ort München an, wo sich Deine Frau aufhält.
Wieviel Informationspotential könnte dann noch zwischen Dir und Deiner Frau liegen?
Innerhalb einer Bogensekunde bereits mehr als das Gehirn in einer Nacht fassen könnte 
(theoretisch :-) was in einer Traumphase natürlich auch ausgefiltert werden muß 
(theoretisch - weil Dich natürlich nur ein winziger Bruchteil davon überhaupt erst
erreichen wird), damit Du ("Es") im Traum schließlich und endlich zur Information 
"meine Frau" komm(s)t.

: An was für "Informationen" denkst Du da?

"Homöopathische" vielleicht :-)
Auch die "Landschaften" sind voller "Informationen", oder etwa nicht?

: Und Du meinst, wir hätten ausgerechnet im Traum Zugang zu ihnen?

Wenn, dann halte ich das nur in einem "offeneren", traumähnlichen Zustand 
für möglich. Der Wachzustand ist zu fixiert - läßt also nur sich selbst gelten.

: Wie kommst Du zu Deiner Behauptung, der Wachzustand sei zu wenig offen? 
:  Ist das mehr als ein Vorurteil?

Es kommt auf die Perspektive an. Ich habe im Traum wertvolle Erfahrungen gemacht,
die ich im Wachzustand nie machen könnte, da er dafür zu wenig offen, fixiert, ... sei.
Im Gegenzug betrachtest Du beispielsweise den Traum aus der Sicht des Wachzustandes
erfahrungsgemäß als "halbverpennten seelischen Blick". Ich habe Dir dafür keinen
Vorwurf gemacht. Es ist Dein Erfahrungszustand zu diesem Bereich, der übliche, der
auch mir bekannt ist und den ich anerkenne. Aber es gibt da noch ganz andere Erfahrungen
die soweit gehen, daß man sie nur andeutend beschreiben kann, weil man so was aus 
dem Wachbewußtsein her nicht kennt. 

: Mir ist wohl bekannt, daß es zwischen Träumen gewaltige Unterschiede gibt.
: Ich bin mir sogar ziemlich sicher, daß sich im Traum Perspektiven auftun
: können, für die das normale Wachbewußtsein ganz und gar nicht offen ist.
: Aber ich würde nicht sagen, der Wachzustand sei zu wenig offen. 

Von der Sicht der Wahrnehmung(en) während des Traumzustandes ist der Wachzustand 
bildhaft ausgedrückt etwas in Richtung "ausgeschlossen", ... 
Diese Bezeichnungen mögen aus der Sicht des Wachzustandes anders gedeutet werden, 
als aus einer anderen Sichtweise.

Faktum ist, daß man generell für diese andere Erfahrungsseite zu "blockiert" ist. Diese 
Erfahrungen machte ich bereits in der Schule. Hätte ich mich beispielsweise wie andere
auf rein schulisches, objektives, anerkanntes .... Wissen verlassen, wäre ich für diese 
anderen Zugänge und Erkenntnisse auch zu "blockiert" gewesen...
All diese Einstellungen haben auch mit "eingefahrenen" Wahrnehmungen zu tun.

: Das sagt aber doch alles nichts über den Wachzustand als solchen. Daß
: viele Menschen im Wachzustand verbohrt sind, bedeutet doch nicht, daß
: wache Menschen immer verbohrt sein müssen.

Aber überüberwiegend, was bestimmte Bereiche angeht, auf die ich mich bezogen habe.
Sogar über das "negative" Potential solch starker Ungleichgewichte sind wir uns nicht
einmal bewußt, geschweige denn über dessen Folgen. Auch geforscht wird darüber noch
nicht, nicht mehr oder kaum (vermute ich), was jedoch hochinteressant wäre...

: Um einen eingefahrenen Standpunkt relativieren zu müssen, bedarf es
: alternativer Perspektiven. Das kann im Traum gelingen, es kann durch
: bewußtseinsverändernde Drogen erleichtert werden, aber es ist doch
: auch bei vollem Wachbewußtsein möglich. Und ich meine sogar, daß
: es im Wachen viel leichter willkürlich möglich ist als im Traum.

Wie gesagt, was diesen Aspekt betrifft, sind uns die Erfahrungen bezüglich 
Wachbewußtsein ja ohnehin geläufiger. Was die Traumuntersuchungen angeht,
zeigt sich, daß wir eher im Traumbereich selbst Nachholbedarf hätten, damit wir 
(hier) im Wachbewußtsein dazu überhaupt weiterkommen können.
 
 

Zuverlässlichkeit der Traumwahrnehmung


Wenn Bekanntes geträumt wird, dann aber wird auch davon geträumt.

Wenn Du plötzlich im Traum eine andere Person oder ein Tier bist, kommt das daher, daß
"Du" dessen Information empfängst/wahrnimmst, und zwar in einem neutralen "Es-Zustand".
D.h. "Es" träumt diese Information - weniger das Ich. "Es" könnte etwa als der Zustand 
der ungefilterteren Wahrnehmung angenommen werden. Im Gegensatz dazu steht die pers. 
Wahrnehmung: Wenn Du auf der Straße bewußt eine Person wahrnimmst, dann nimmst Du 
sie mit Deinem persönlichen Filter wahr. Wenn hingegen in einer Traumphase dieser Filter 
ausgeschalten ist, nimmt "Es" die Information so wahr, wie sie (ursprünglich) ist bzw. 
wie sie vom "Sender" gesehen wird. Dann bewußt geworden, identifizierst Du Dich mit "Es", 
mit "Deiner" Traumwahrnehmung und meinst, Du wärst da eine fremde Person....... gewesen. 
In Wirklichkeit war es eine weniger gefilterte Wahrnehmung, auf die Du nicht gefaßt bist,
weil Du so normalerweise nie wahrnehmen/denken könntest. Deshalb erscheint Dir alles so rätselhaft an den Träumen. 
Aber erlebt, genauer beobachtet, untersucht, ... könnten auch diese "Gewitter" einmal
"entmystifiziert", enträtselt werden und als "normal/natürlich" erscheinen lassen.

: Warum sollte ausgerechnet der Traum eine weniger gefilterter Wahrnehmung sein?
: Könnte der Traum nicht umgekehrt noch viel subjektiver sein als
: unsere Wahrnehmung im Wachzustand? 

:-)
Ja, da hast Du m.M. nach etwas unbewußt auf den Punkt gebracht, wonach der
Traum "viel-subjektiver" ist, der Wachzustand aber bloß "einfach-subjektiv".
Ich gehe mal davon aus, daß jede Wahrnehmung "subjektiv" ist.
Ein Unterschied aber zwischen der Wahrnehmung im Wach- und Traumzustand ist
m.E. nach, daß im Wachzustand nur "m-eine" subjektive Wahrnehmung zugelassen
wird, im Traumzustand können mehrere subjektive Wahrnehmungen angenommen werden -
daher dürfte der Traum eine weniger, gefilterte Wahrnehmung sein. 

: Annehmen (mutmaßen) kann man natürlich sehr vieles.

Ich meinte hier Annehmen (aufnehmen, empfangen). Ich habe in den 
Träumen viele Zeiten auch über die Antike hinaus erfahren als (jeweils) andere
Person mit unterschiedlich subjektiven Persönlichkeitsgefühl. Bezogen auf den 
ersten und zweiten Weltkrieg waren das so viele Personen, daß ich die übliche
"persönliche Reinkarnationstheorie" differenzierter betrachte. Eine Täuschung
durch die in diesem Zusammenhang auftretenden stark subjektiven Wahrnehmungen
ist anzunehmen, da die Gefahr sich mit ihnen zu identifizieren sehr groß ist. Ich 
vermute es geht hier um eine "informelle Reinkarnation", das heißt entsprechende
Informationen sind unter bestimmten Umständen verfügbar.

: Woher willst Du wissen, daß das nicht alles reine Phantasie war?

Aus vielen weiteren Erfahrungen, die auch auf den informellen Aspekt im 
Traum hinweisen. Nicht, daß ich Phantasie im Traum ausschließe, aber "reine" (im
Sinne von "nur alles") Phantasie schon.

: Und Persönlichkeitsspaltungen kommen auch im Wachzustand vor. Die mag
: man als "Bereicherung" deuten, wenn man sehr abstrakt darauf schaut.
: Tatsächlich sind sie aber ein Mangelzustand: Es mangelt an Zusammen-
: hang. Und das gilt noch mehr für das Traumleben.

Höchstwahrscheinlich siehst Du in den Traumwahrnehmungen kaum Zusammenhänge,
weil Dir es bisher an Sinn dazu mangelte. Vielleicht siehst Du in "Träumereien 
bloß Schäumereien"? :-)

: In der Regel ja - aufgrund langjähriger Erfahrungen.

: Wenn Du für Deine Untersuchungen einen besonderen "Sinn" voraussetzt, den
: der Durchschnittsmensch nicht hat (oder nicht ausreichend entwickelt hat),
: dann solltest Du das auch deutlich und frühzeitig klar machen. 

Um auf besondere (informelle) Zusammenhänge im Traum aufmerksam zu
werden, solche aufzustöbern, ist ein besonderer "Sinn" anfangs schon von 
größerem Vorteil (luzides Träumen, ein gewisses Maß an Wachheit im Traum) 
Wo aber Vorurteile dazu vorherrschen, wird ein solches Durchblicken enorm 
erschwert.
Aber einmal aufmerksam geworden, für die weiteren Untersuchungen selbst 
ist dieser Sinn dann nicht mehr so notwendig.

: Im Wachzustand kannst Du verschiedene Perspektiven einnehmen und zu
: einem Gesamtbild integrieren. Im Traum "nützt" Dir das reiche
: Angebot an wechselnden Perspektiven nichts, denn Du kannst sie nicht
: integrieren. Dein Bewußtsein, Dein Kurzzeitgedächtnis, Deine Möglich-
: keit der Überschau ist viel zu begrenzt. Deshalb ist das Wachbewußt-
: sein umspannender, weiter als der halbverpennte seelische Blick im
: Traum.

Auch im Traum gibt es Perspektiven und Integration... nur eben in einer anderen
nicht weniger bedeutenden Form, in der wir uns bloß nicht so involviert sehen.
Die normale Beziehung des Menschen zum Traum, kann aber wenig über ihn selbst aussagen.
Wir sind im Traum "behinderter", als im Wachzustand. Die Fähigkeiten im Traum des
Menschen sind vernachlässigt und unterentwickelt. Mögliche Potentiale lassen sich
nicht so einfach erkennen - aber die gibt es. Darauf hast Du auch selbst hingewiesen.

: Im Traum wärst Du aber nicht ansatzweise in der Lage, Deine Traumstudien 
: durchzuführen. Dazu mußt Du immer erst aufwachen.

Anderseits, ohne Traum wäre unser Gehirn weder geistig noch physisch überlebensfähig. 
Der Traum und die traumähnlichen Zustände haben ganz einfach andere Qualitäten.
Ich beabsichtige jedenfalls nicht, den einen gegen den anderen Zustand auszuspielen.
Sie ergänzen sich.

: Ich meine jedenfalls, daß ich in die "Wirklichkeit" zurückkehre, wenn ich
: aufwache, und daß ich in eine weniger wirkliche Scheinwelt eintauche,
: wenn ich wegträume.

:-)
Das ist Deine/unsere subjektive Erfahrung.
Die auch so nicht verwunderlich ist, ist doch anzunehmen, daß Dein entsprechendes
Erfahrungsverhältnis von Wachzustand : Traumzustand etwa bei über 100000..:1 liegt.
Dieses solltest Du bei "objektiver" Betrachtung dieser Wirklichkeits-Wahrnehmungs-
Verhältnisse auch gleich mitberücksichtigen.

: Selbstverständlich muß beides sehr aufmerksam registriert werden. Aber
: tragfähige Urteile haben in Träumen Seltenheitswert. Das sollte nicht
: vergessen werden (was im Traum halt sehr leicht passiert :-).

Ich habe den Traum hier immer als (möglichen) "Untersuchungsgegenstand" 
betrachtet. Je besser Du mit der "Tiefsee" vertraut bist, desto eher gelingt es Dir
sie einzuschätzen. Das setzt aber auch regeren Kontakt mit dieser unbekannten 
Dimension voraus. Die bekanntere Seite ist uns ja bereits "einigermaßen" vertraut.
 
 

ASW (außersinnliche Wahrnehmung) im Traum und "Urwahrnehmung"


: Ich erlebe Träume zumeist als ziemlich vieldeutig. Oft weiß ich z.B.
: gar nicht so recht, wer diese Person ist, mit der ich gerade unter-
: wegs oder im Gespräch bin. Heute nacht wußte ich nicht einmal, wer
: ich selber war. In einem anderen Traum beobachtete ich zunächst einen
: Transport von Rindern, doch dann verwandelte sich ein gestraucheltes
: Kalb in ein weißes Pelztier und schließlich in ein ganz undefinier-
: bares Wesen.

: Ich habe den Eindruck, daß Traumbilder typischerweise nicht eindeutig
: sind. Wir interpretieren sie häufig als etwas Bekanntes, können aber
: bei näherer Besinnung dann oft bemerken, daß die wirkliche Erfahrung
: im Traum doch viel rätselhafter war.

Der Eindruck des nicht oder weniger Eindeutigen im Traum entsteht hauptsächlich
dadurch, daß größere Informationsmengen, oft auch fremder (transpersönlicher) Natur 
in relativ kurzer Zeit empfangen, wahrgenommen, verarbeitet... werden müssen (s.o). 

: Auch das ist ziemlich spekulativ.

Die Empfangsmöglichkeiten während des Traums? 
Nun, ein Empfang ließe sich auch nachweisen. In diesem Zusammenhang käme
sogar die Astrologie endlich zu einem In-Vivo-Experiment und das täglich/nächtlich.

Die ASW(außersinnliche Wahrnehmung)-Empfangsmöglichkeiten im Traum sind 
inzwischen auch von mehreren Seiten so gut wie nachgewiesen.

Ergänzend dazu eine kleine Literaturliste:

Conesa, J. (1997). Isolated sleep paralysis, vivid dreams and
geomagnetic influences: II. Perceptual and Motor Skills, 85, 579-584.

Dalton, K., Steinkamp, F., & Sherwood, S. J. (in press). A dream GESP
experiment using dynamic targets and consensus vote. Journal of the
American Society for Psychical Research. 

Krippner, S., Vaughan, A, & Spottiswoode, J. (2000).Geomagnetic factors
in subjective precognitive dream experiences. 
Journal of the Society for Psychical Research, 64, 109-118. 

Persinger, M. A., & Krippner, S. (1989). Dream ESP experiments and 
geomagnetic activity. Journal of the American
Society for Psychical Research, 83, 101-116.

Noch einen Hinweis dazu: Da ASW (im Traum) nicht immer gleich gut funktioniert,
untersucht man mögliche äußere Störfaktoren (also auch hier werden solche den 
bio-physiologischen vorangestellt) etwa im Erdmagnetfeld. Zwar sind diese äußeren 
Faktoren dynamisch - was die Aktivität betrifft - jedoch nicht, was die Richtung betrifft.
Die äußeren Faktoren, die ich beobachte, verändern auch ihre Richtung um 360° 
täglich, was einer solchen Untersuchung eine zusätzliche Dimension verleiht.

Beispielsweise müssen Versuchspersonen in solchen Traum-Experimenten
erkennen, auf was für ein Bild sich eine weiter entfernte andere Versuchsperson 
konzentriert. Wie gesagt, es funktioniert zeitlich sehr unterschiedlich. 
Nach meiner Theorie könnte es besser funktionieren, wenn zu der eigentlichen 
Versuchszeit (beim Empfang) in Richtung der Versuchspersonen (Empfangsrichtung) 
eine markantere kosmische Position passiert. Sollte der Abstand einer solchen 
Position zu groß sein, könnte m.M. nach die Übertragung schwieriger sein.

: Mich hätte nicht so sehr interessiert, was man da so alles machen kann,
: sondern was dabei bisher herausgekommen ist. Welche Relevanz es hat.

Vergleichsweise liegt sie in etwa auf der Höhe der homöopathischen Wirkung.

: ASW-Experimente werden ja übrigens zumeist nicht mit träumenden VPs
: gemacht. Und meines Wissens sind die Ergebnisse mit wachen VPs besser
: als die mit träumenden.

Stimmt nicht. Es gibt auch solche Versuche, bei denen man im Traumzustand bessere
Ergebnisse erzielt. Bei den Ganzfeldexperimenten wird ein "Mittelzustand" von Traum 
und Wachheit erreicht, indem die Versuchspersonen von den Einflüssen während des
normalen Wachzustands abgeschirmt werden... Bereits da gibt es eine Steigerung, die 
aber bei den Traum-Ganzfeldexperimenten noch weiter gesteigert werden können.

: Von den vier angegebenen Artikeln handeln drei wieder von dem
: Zusammenhang mit dem Geomagnetismus. (Den Titel des zweiten
: verstehe ich nicht.) Das scheint die Leute mehr zu interessieren als
: "dream ESP" selber.

dream GESP = Traum Ganzfeld-ASW
dynamic targets = Einsatz von Filmen anstatt Einzelbildern zur ASW-Übertragung
Der Geomagnetismus interessiert hier als möglicher (störender) Einflußfaktor.

: Vermute ich richtig, daß das ziemlich renommierte Zeitschriften sind,
: in denen diese Artikel erscheinen? 

Ja. Wenn ich mich nicht irre dürfte das Institut bereits (weit) über 100 Jahre alt sein 
und ich glaube es ist damals hervorgegangen, um die "spiritistischen Phänomene" zu 
überprüfen. Es ist eines der ersten und das bekannteste Institut seiner Art. Die Autoren
sind einige der wenigen Wissenschaftler, die derartig aufwendige Experimente durchführen.

: Ist ASW mittlerweile vom Mainstream der Psychologie akzeptiert?

Ist etwa Homöopathie von der Schulmedizin akzeptiert? Wohl nur teilweise.
Eine zusätzliche Hürde bei der ASW ist, daß ihr Einsatz gemessen an der Rentabilität
sich nur im Zusammenhang mit (wenigen) ASW-Profis lohnen würde. Während 
Homöopathie nicht an derartigen Sonderbedingungen geknüpft ist.

Mich interessiert diese ASW-Forschung, in der ASW zu Testzwecken trainiert 
und provoziert wird, auch nicht sonderlich. Mein Interesse gilt mehr einer natürlich 
vorkommenden, "normalen" ASW-Form, die jedem noch eigen sein könnte, ohne, 
daß es ihm bewußt ist. Damit meine ich die Träume.

So dürfte nach meiner Hypothese der Traum jedes Menschen auch mit ASW zu tun 
haben. Bevor in der Natur sich die äußeren Wahrnehmungsorgane (Beispiel Auge)
(fertig) ausbilden konnten, haben sich vorerst höchstwahrscheinlich innere formen können
(beispielsweise ein "inneres Auge"), mit traumähnlicher Wahrnehmung. Aus unserer
Perspektive würden sich die ersten/niederen Lebewesen sich auch in eine Art Dauerschlaf
befinden.
Unsere "Traumeinrichtung" wäre demnach auch ein Wahrnehmungsrelikt aus der Urzeit. 
Sie wird zwar nicht mehr wie ursprünglich zur eigentlichen Wahrnehmung benötigt, 
ist aber noch indirekt darin involviert - und dabei auch weiterentwickelt worden.

Ein Indiz dafür sind auch die elementaren Eindrücke in den meisten Träumen (etwa die 
häufigen Angst-Fluchtträume, ... ursprünglich etwa: Wahrnehmung zur Fluchtreaktion 
vor dem Freßfeind).

: Ist das eine bloße Hypothese, oder hast Du auch Indizien, die das stützen?

Ich habe auch Indizien. Deiner Frage nach, ist Dir von einer solchen Hypothese nichts 
bekannt?

: Nein, höre ich zum ersten Mal

Auch bedürfen die Traumbilder einer Aufbauphase. Es ist nicht so wie im Wachbereich: 
Augen auf und Du siehst die bereits längst vorgebildete und Dir bekannte Außenwelt. 
Du steigt hier immer wieder in einen Bereich der sich "entwickelnden Wahrnehmung" 
hinunter - also an den Anfang der Wahrnehmung, den "Urwahrnehmungsbereich" - der 
ohne (fertig entwickelte) äußere Sinnensorgane auskommen muß.

Es ist auch anzunehmen, daß einige unserer steinzeitlichen... Vorfahren die 
"Traumeinrichtung" noch sehr gut als zusätzliche Wahrnehmungshilfen nutzen konnten. 
Hinweise dafür geben uns die noch überlieferten Zeugnisse, die auf ziemlich ausgeprägte
schamanische "Traumkulturen" deuten. 
 
 
 

Aspekte zur "Präformation" in den Träumen


: Du vertrittst also eine Art "Präformationstheorie" (ein Begriff aus
: der Geschichte der Biologie): Alle Bilder sind schon "da", es handelt
: sich nur noch um Wechselwirkungen, wodurch sie "aktiviert" werden.

Nein, die Wahrnehmungen sind nicht schon da, aber die Grundlagen, die
die Wahrnehmungen ermöglichen.

: Du sprachst (schriebst) von Bildern, teils auch von "Bildinforma-
: tionen". Jedenfalls von Vorhandenem, das zusammenkommen muß, damit
: eine bestimmte Wahrnehmung erfolgen kann.

Ich schrieb von Vorhandenem, das verbunden/assoziiert wird. Aber diese verbindende 
Traumwahrnehmung entspricht nicht mehr "eindeutig" aber ~sinngemäß dem 
Vorhandenen.

: Präformations-Hypothesen haben sich in der Geschichte der
: Biologie als außerordentlich mächtige Vorurteile erwiesen. Demgegen-
: über tat sich die Wissenschaft schwer, das tatsächliche Entstehen von
: Neuem aus Undifferenziertem, aus Ungestaltetem, nicht Vorgeformtem
: zur Kenntnis zu nehmen. Noch heute stellen sich beim Mutmaßen, beim
: Spekulieren, beim Entwerfen von Arbeitshypothesen vorwiegend präfor-
: mistische Denkmuster ein - einfach weil das Tradition ist, weil es uns
: ständig vorgemacht wird, weil wir von klein auf in einem Milieu auf-
: wachsen, wo man normalerweise präformistisch denkt.

In einem gewissen Sinne würde ich das nicht nur auf den Menschen
bezogen eingrenzen.... Aber zurück zum Menschen: Was wäre wenn es
keine Normen (=eine Art angewandte.... Präformation) gäbe: Chaos. Also 
ich würde dieses Prinzip nicht von vorneherein verdonnern. Es hat seinen 
Nutzen. Anderseits hat es auch einen Nachteil, der in Starrsinn enden kann.

: In der Geschichte der Biologie war dieses Vorurteil ein großes Hemmnis.
: Man hat lange Zeit offenkundige Tatsachen einfach nicht gesehen, weil
: man quasi "gezwungen" war, alle Strukturen als schon vorgeformt vor-
: handen zu denken.

: Wenn das aber schon bei den materiellen Strukturen und Gestalten der
: Lebewesen überwiegend falsch war, sollten präformistische Hypothesen
: dann bei den viel flüchtigeren Traumbildern nicht erst recht unange-
: messen sein?

Tatsächlich? Erbinformationen sind doch auch eine gewisse "Präformation".
Und wenn unsere Maschinen nicht "präformiert", programmiert
wären, könnte unsere Kommunikation gar nicht stattfinden. ;-)
Die Liste ließe sich sehr weit.... fortsetzen.

: "Information" ist überhaupt etwas Präformiertes. Und die Genetik lenkt
: ihre Aufmerksamkeit nur darauf. In gewissen Grenzen ist das auch
: durchaus berechtigt.

Eben, was die Genetik/Grundlagenforschung an sich angeht ...

: Aber sollten präformistische Hypothesen
: dann bei den viel flüchtigeren Traumbildern nicht erst recht unange-
: messen sein?

Wie gesagt, es kommt darauf an, wie weit man die "Präformation" über-/spannt
oder interpretiert. Du erwähntest oben den „innerseelischen Raum“, der sich
etwa auch weiter der "präformierten" Erinnerung zuordnen ließ.

: Früher waren die Präformisten ganz "selbstverständlich" davon über-
: zeugt, daß jede Struktur, jede Gestalt von Anbeginn an existiert
: haben mußte und sich jetzt nur noch "auswickeln" konnte (daher das
: Wort "Evolution"). Es brauchte Jahrhunderte, bis sich die Einsicht
: durchsetzte, daß das nicht stimmt.

So weit würde ich jetzt in diesem Zusammenhang nicht gehen.
Aber was den philosophisch-metaphysischen Bereich angeht, könnte etwas dran 
sein, daß eine gewisse "Matrix" vorgegeben war/ist.

: Du meinst für dieses starre Festhalten an der Präformations-Lehre?
: Da ist die "Matrix" ein fast zweitausend Jahre lang gepflegter Glaube
: an die biblische Genesis - bzw. einer bestimmten Auslegung derselben:
: Am Anfang schuf Gott alles, also konnte danach und kann heute nichts
: Neues mehr entstehen.

Ich meine einfach bloß, daß die Existenz von Ordnung einer entsprechenden 
Grundlage bedürfte.
 
 

Einführungsdialog zu untersuchenden Traumbeispielen


> Sabine möchte einige Traumbeispiele auf diese Theorie hin untersuchen.

Winfried hilft dabei.
 

> Mir träumte, ich hätte einen Traum berechnet und sah das Ergebnis, ähnlich
> wie ich es von deiner HP kenne. Mehrere Zahlen standen da. Mit ziemlicher
> Sicherheit unter anderem 26°......xx (Rest vergessen) und wahrscheinlich
> Steinbock. Vielleicht stand auch 28° da. Ganz genau weiß ich es leider
> nicht mehr. Die anderen Zahlen, die ich auch deutlich sah konnte ich mir
> leider nicht merken.

Interessant. Das deutet einmal auf die Richtung Deines Computers hin...
Hinweis: Die Parameter bei den dargestellten Traumhoroskopen
beziehen sich aber auf den Azimut. Das ist nicht das gleiche wie das
Ekliptik-System (mit 30°-Zeichen). Der Azimut entspricht den Kompaß-Richtungsgraden.
Was zur Untersuchung in dieser Horizontalperspektive zählt sind: Die möglichst
genaue Uhrzeit und Richtungsangabe zu geträumten Traumbildbezügen (Buch,
Schlafort einer Person, Arbeitsplatz, Urlaubsort, ...). 

Ich habe dazu ein eigenes Programm entwickelt, das nicht nur Positionen sondern
auch die geometrischen Strukturen mathematisch analysiert. Wichtige Teile sind als
Freeware erhältlich: /index.html#Download
Relevant sind hier die Parameter der Horizontalperspektive (Azimut).

> Im Augenblick habe ich leider nicht sehr viel Zeit. Sobald es sich aber
> einrichten läßt werde ich mir deine HP nocheinmal ganz genau ansehen, damit
> ich genau weiss worauf ich achten soll. Solltest du aber einen Tipp haben,
> wie man sich genau auf die wesentlichen Dinge konzentrieren kann, bitte ich
> dich mir das zu schreiben.

Du bist ja in Yoga, Meditation erfahren. So dürfte es Dir nicht schwer fallen,
Dir dabei vor dem Schlafengehen, Einschlafen einen kurzen autosuggestiven Befehl
zu geben, etwa: "Beim Träumen kurz aufwachen!" Keine Angst, Du wirst dann nicht
bei jedem Traum aufwachen, wenn Du Dir das nicht eindringlich befiehlst. Sobald Du
bei einem Traum erwachst, mache Dir Notizen - Stichworte und Uhrzeit sind zumeist
ausreichend, damit Du Dich dann später erinnern kannst. Ich schalte dazu erst
gar nicht das Licht an. Habe mir es angewohnt diese Notizen im Dunkeln oder
Dämmerlicht niederzuschreiben. Das stört weniger. Ich hoffe diese Tipps helfen
Dir für den Anfang weiter.

> Ich habe jetzt einen Traum probehalber auf deine Behauptung hin untersucht
> (was die Richtung betrifft). Bei einem Traum kann man natürlich nicht viel
> sagen, aber zumindest widerspricht er nicht deiner Theorie. Die übrigen
> Berechnungen sind aber leider wirklich zu kompliziert. Falls du genügend
> Zeit hast kannst du mir anhand des Beispiels erklären wie das gemacht wird.
> Aber ich glaube das muß nicht sein. Ich werde das sowieso nicht schaffen.

> Der Traum stammt von heute, Samstag 2. 9.2000 und endete um 8 Uhr 40 in
> Wien. Leider weiß ich nicht wie lange er gedauert hat, bzw. ob dies von Belang ist.
>
> Die Situation begann mit mehreren Personen. Ich kann nicht sagen mit wem ich
> mich identifizierte. Es ging um Münzen und Bilder, die einer Person auf eine
> unbekannte Weise in den Körper getan hatte, um sie zu verstecken.

Kannst Du einen Bezug zu den Münzen und Bildern herstellen (waren es
alte Münzen: in welcher Richtung befindet sich eventuell eine
Münzsammlung, ein Münzen-Geschäft, ... oder sonstige Erinnerung dazu mit
Verbindung ... ) Kompaß verwenden, um die Richtung im Kreis von 0 bis
360° auszumachen. Etwa 85-88/265-268°, also auch möglichst ein Zentrum
dazu ausmachen, wenn’s geht und es gilt natürlich auch die Gegenrichtung.

> Ich wohne in einem Außenbezirk. Weit und breit kein Geschäft, schon gar
> keine Münzenhandlung, oder ähnliches. Zu Hause habe ich Münzen. Leider keine
> wertvollen. Diese Münzen befinden sich aber an verschiedenen Plätzen in der
> Wohnung. Die meisten aber gegenüber vom Computer. Ob die Münzen im Traum alt
> waren weiss ich nicht. Wahrscheinlich waren sie aber zumindest wertvoll.

> Wahrscheinlich war es ein kleiner Ganove. Wir suchten nun diese Person. Auch
> die Mafia suchte ihn. Es war aber nicht klar ob die Mafia von dem wertvollen
> Inhalt wußte, oder ob es andere Gründe waren. Auf jeden Fall war die Person
> in Gefahr.

Erinnerst Dich das an einen Krimi? Vielleicht hast Du Dir gestern einen
im Fernseher angesehen. Dann würde die Richtung des Fernsehers gelten.

> Es gab in dem ganzen Traum keine einzige bekannte Person.
>
> Ich sehe öfter Krimis. An einen mit ähnlicher Thematik kann ich mich nicht
> erinnern (in letzter Zeit gesehen).

Es muß nicht die selbe Thematik sein. 

> Wir fanden die Person und schickten sie vermutlich zum Röntgen. Ab diesem
> Zeitpunkt identifizierte ich mich mit der gesuchten Person.
> Ich befand mich in einem Zimmer und war gerade von einer Untersuchung
> gekommen.

Erinnert Dich das an eine ärztliche Untersuchung? Wieder eine Richtung.
Dazu brauchst Du spätestens jetzt einen Stadtplan.

> Die Türen im Zimmer entsprechen fast der Anordnung im Traum.
>
> Untersuchungen habe ich öfter. Z. B. nach einer Operation. Aber noch nie im
> Magen/Darm Bereich.

Auch hier macht der Traum, was er zum Traumzeitpunkt an Informationen kriegen
kann. Vielleicht erinnert Dich an den Untersuchungsraum etwas an einem
bestimmten Arztzimmer (Richtung?) oder war es doch mehr Dein Zimmer.

> Im Zimmer war eine Sprechstundenhilfe, die mich nicht gehen ließ.
> Sie sagte: "Jetzt melde ich sie gleich beim unserem zweiten Lockenköpfchen
> an." Ich wartete. Von mir aus gesehen stand sie schräg links. Hinter ihr
> befand sich eine Türe. An der nächsten Wand befand sich auch eine Türe. Die
> Ecke des Zimmers war vor mir. Also war die zweite Türe rechts. Die linke
> Türe öffnete sich.

Richtung der Eingangstür in Deinem Zimmer etwa... vielleicht fällt Dir
sonst noch etwas ein/auf.

> Ich hatte einen Mann erwartet. Also war der vorherige
> Besuch bei einem Mann gewesen, denn ich dachte durch die Bezeichnung "unser
> zweites Lockenköpfchen" die Personen müßten eine Ähnlichkeit aufweisen. Bei
> der rechten Türe waren gerade zwei Personen herein gekommen. Eine Person war
> eine Frau, die zum "Lockenköpfchen" ins Zimmer wollte. Sie wurde nicht
> eingelassen. Das Lockenköpfchen meinte: "Sie sind eine Ermittlerin!"
> Offenbar stimmte die Behauptung. Dann fuhr sie fort: "Jeder 3. ? Besucher
> der Webseiten ist ein Ermittler!"

Wenn ich den Traum nicht selber erlebt habe, kann ich mir natürlich zu
mehreren Einzelheiten keinen eindeutigen Reim bilden, ohne Dir Löcher in
den Bauch zu fragen... aber das muß ja nicht sein. Ich denke, zu einer
ersten Basis kommen wir ja schon hin.

> Jetzt kommt deine Richtungsangabe. Wenn ich im Bett liege ist links von mir
> der Computer. Als die Frau (Lockenköpfchen) sprach stellte ich während des
> Traumes eine Beziehung zum Internet her. Ihr Zimmer war also vermutlich das
> Symbol für eine bestimmte Webseite die sie betreibt.

Möglich. Jedenfalls hast du jetzt noch eine Richtung zum PC.

> Die Besucherin bestätigte die Behauptung und meinte sie wolle recherchieren.
> Vielleicht war sie Journalistin, oder ähnliches. Ich war  überrascht und
> dachte Lockenköpfchen sei eine Hellseherin. Sie war aber eine Therapeutin.
> Nun überlegte ich wie sie zu ihrem Wissen gekommen war - ob sie die Frau
> schon einmal gesehen hatte, oder ob sie es einfach "wußte". Lockenkopf
> wollte nun nicht mehr weiter arbeiten, sondern einfach gehen. Dagegen
> protestierte ich, weil ich schon so lange gewartet hatte und nicht noch
> einmal kommen wollte.

Du hast sonst keine Person identifizieren können, die Dir bekannt ist?

> Es gab in dem ganzen Traum keine einzige bekannte Person.
>
> Das war der Traum. Würden für deine Arbeit diese Angaben genügen, oder sind
> sie doch zu dürftig?

> Ich kann mit dem Kompaß nicht gut umgehen. Also vielleicht irre ich mich.
> Ich hoffe nicht.

> Der Computer steht bei 335° 

in dieser Achse konzentrieren sich drei große Fixsterne (Größe 1): Procyon,
Atair, Deneb Cygni

> Die Münzen im selben Zimmer bei 245°

Saturn steht auf 240°. Vielleicht mißt Du hier noch etwas genauer nach.
Die Gegenstände nehmen einen Spielraum ein. Wenn er zu groß ist,
beschränke ihn auf etwa 5°, vorwiegend den zentralen Bereich betreffend.

> Die Türe bei 100°

Merkur steht bei 99°, So105, Ve94, Ac94

>
> Die andere Türe bei 150°

Die Tür steht also Dir gegenüber. Und dort befindet sich der Mondknoten 149°,
dazu noch Lilith (schwarzer Mond) und Vesta in Oppostion bei 332°

>
> Ich selbst bei 330° (Kopfrichtung)

Das ist die eine Türrichtung, die Mondknotenachse. Schläfst Du mit dem Computer,
der nur 5° davon entfernt ist?

> Wir schlafen neben dem Computer weil wir sehr wenig Platz haben und den
> Computer nicht in ein Kinderzimmer stellen können. Da würde die ganze Nacht
> gechattet.

> Würden diese Angaben genügen?

Die Orte sind jedenfalls ausreichend "belegt", wie Du sehen kannst.
Jetzt kannst Du Dir dazu einen Traumastroplan machen.

> Deine Methode scheint schwieriger zu sein als ich dachte.

Alles eine Sache von Erfahrung und Übung.

> Was meinen Traum betrifft, den ich dir geschickt hatte, so hattest du
> offenbar recht. Die Bezugsquelle ist der Fernseher. Da bei uns immer mehrere
> Leute zugleich fernsehen wird oft umgeschaltet und ich sehe mitunter nur
> kurze Teile. An einem Abend gab es einen Film mit Mafiabezug und später
> einen Film, den ich als "Phantastisch", modernes Märchen, oder so ähnlich
> bezeichnen würde. Eine irische Märchengestalt stand im Mittelpunkt und gab
> jemandem Münzen - aber in den Bauch - von innen her. Ich denke, auf diese
> Filme hat sich der Traum bezogen.

Auch, zweifellos (Daß Du erst jetzt draufkommst?), aber nicht nur.
Meiner Erfahrung nach braucht die Traumbildung mehrere Anhaltspunkte. In
diesem Netz von Anhaltspunkten kann sich leichter die holographische
Traumform entwickeln.
Ich kann Dir dazu aus der Ferne nur intuitive Hinweise abgeben. Mit der
Zeit wirst Du aber selbst direkt auf Deine Traumverbindungen und -Bezüge
kommen werden. Denke wie die Natur, einfach und genial zugleich ist sie:
Sie macht keine großen Umwege um zu (passenden) Informationen zu
kommen...
 

> Meist träume ich von unbekannten Menschen, oder Tieren - oder ich träume
> zwar von mir selbst, erkenne aber, daß ich nicht wirklich gemeint bin,
> sondern mich nur mit jemandem identifiziere, den ich auch nicht kenne.
>
> Ein Beispiel: Ich habe gestern um ca. 9.30 geträumt, daß ein Vogel beim
> Fenster herein wollte. Ich habe ihn vor irgend etwas gerettet und von diesem
> Augenblick an war er sehr zutraulich. Wahrscheinlich unterhielt ich mich
> sogar mit ihm, obwohl er ein Singvogel war.

Hier würde beispielsweise die Richtung des Fensters für entsprechende kosm.
Positionen relevant sein.

> Ich wohne in einer Gegend, in der ich täglich wilde Vögel sehe. Also kein
> besonderer Anhaltspunkt.

Doch, der Fensterbereich!

> Oder heute 9.20: Ich war sicher nicht ich selbst, weil ich ganz anders
> aussah. Das erkannte ich genau. Außerdem war ich Kartenspielerin, stammte aus
> einem osteuropäischen Land und machte Glückspiele. Die Polizei erwischte
> mich, als ich auf die Straße ging. Man wollte mich aber nicht verhaften,
> sondern erpressen. Wieso genau war mir nicht klar.

Hier könnte beispielsweise auch der Ort, wo sich Spielkarten... in Deiner
Wohnung befinden relevant sein, wenn diese Information für den Traumaufbau
notwendig war. Die Osteuropäerin und Polizei könnte auf einen Kriminalfilm
hinweisen, den Du gesehen haben könntest - dann würde hier der Fernseher als
Bezugspunkt in Frage kommen ... Wenn dann die Spielkarten und der Fernseher auch
noch in einer Richtungsähnlichkeit oder in einem bestimmten Winkel zueinander
stehen, wäre das ein zusätzlicher Hinweis für einen Zusammenhang.

> Was der von mir geschilderte Traum betrifft: Viele Leute haben Karten zu
> Hause. Du bekommst Karten auch in vielen Geschäften. Wir werden mit
> Informationen täglich überschüttet. Die Wahrscheinlichkeit, daß du etwas
> siehst was mit Karten zu tun hat - z. B. ein Symbol (Karo, Herz, etc.),
> Spielkarten selbst, usw. ist sehr groß. Im Internet auf einer Seite,
> Werbung, in einer Zeitung ein Bericht, etc.

Dazu nur kurz meine Situation: Ich träumte in den letzten Jahren
durchschnittlich jährlich zweimal eindeutig über das Thema Karten. Ich habe
einen eindeutig festgelegten Ort, wo sich Karten befinden. Ich spiele nie
Karten. Mich hat aber das Thema Tarot vor etwa 7 Jahren interessiert. Von daher
habe ich noch die zwei Kartensätze. Kurz aufkommende Kartensymbole in Zeitungen,
... übergehe ich bzw. haben für mich keine Bedeutung (sonst könnte es auch sein,
daß ich öfters als 2x jährlich davon träume). Wenn ich also von Karten träume,
kann ich aus dem Inhalt schließen, ob diese Information jene Karten betreffen,
die sich in einem Winkelspielraum von etwa 4° vom Schlafplatz (Kopfbereich) aus
befinden - oder nicht. Es gibt sonst für mich derzeit keinen anderen relevanten
Bezugspunkt. Bei jedem kann der Fall natürlich etwas anders liegen ....

> Ich träume auch selten von Karten, aber ich habe auch Tarotkarten zu Hause
> (damit habe ich mich auch früher kurz beschäftigt - ist mir zu kompliziert).

> Es ist aber sicher so, daß mir in letzter Zeit öfter "Karten" in irgendeiner
> Form untergekommen sind. Was die Zukunft betrifft, aber auch. So war z. B.
> im "Standard" in der Ausgabe Sa/So also 30./31.12.2000 - großformatig
> (österr. Zeitung) eine ganze Seite über Tarot, wo auch Karten abgebildet
> wurden.  Mein Mann erzählte mir gestern über ein Kaffeehaus in dem Karten
> gespielt wurde. Der Besitzer - ein Türke - hat sich vor einigen Tagen
> öffentlich verbrannt. (Da war von dem Glücksspiel aber keine Rede) Heute
> erzählte er mir - nach einem Telefongespräch, daß jemand denn er kennt die
> Polizei verständigt habe, weil in einem Kaffeehaus (im Ausland) Karten
> gespielt wurde (Glücksspiel).
>
> Die Karten habe ich seit Jahren zu Hause. Trotzdem habe ich - glaube ich -
> noch nie von Karten geträumt.
> Was ist jetzt von Bedeutung? Die Karten im Kasten? Die Kartenspieler in
> einem Kaffeehaus, dessen Adresse ich nicht kenne? Die Kartenspieler in einem
> ausländischen Kaffeehaus, das so weit entfernt ist, daß ich mit dem Kompaß
> keine wirklich exakte Richtung feststellen kann?
> Wie würdest du in diesem Fall vorgehen?

Wie oft öffnest Du den Kasten, indem die Karten liegen. Vielleicht hast Du ihn
letzthin geöffnet und daraus bildeten sich Verknüpfungen ... Ich würde darin
zumindest eine mögliche Basis finden. Welche Beziehung hat Dein Mann zum Thema
Karten, Osteuropa, Osten, Polizei, ...? Er könnte hier auch eine Schlüsselstelle
bilden. Ort/Zeit der Informationsübermittlung wären dann auch zu berücksichtigen.

> Was den Traum mit meinem Mann betrifft - ein sehr gutes Beispiel.
>
> Er hat jede Menge Beziehung zu Karten, Osteuropa und Polizei.

> Er hat ein Kaffeehaus und spielt (nicht ums Geld) deshalb oft Karten.
> Er ist mehrmals durch Osteuropa gefahren, hatte jugoslawische Kollegen,
> russ. Kunden, etc.
> Polizisten kennt er einige, zumindest einen hat er sogar in der Familie.

Dachte ich mir, daß er damit überdurchschnittlich zu tun hat. Er wird eine
Schlüsselstelle und Mittlerrolle in jenem Traum darstellen.

Wichtig ist schließlich immer, welche Bedeutung dieses und jenes für Dich hat...
Was, welche Erfahrung könnte der Traumbildbedeutung und Bildung am nächsten
liegen? Du mußt Dich dabei in die innere Traumregie hineinversetzen. Es gibt
sowas wie ein Traumskript, das bei fortgeschrittenem Verständnis auch aus den
kosmischen Mustern entwickelt werden kann. Am besten kann das aber der Träumende
selbst in Erfahrung bringen. Hilfen können Traumpläne und auch entsprechende
Traumastropläne stellen. Ich kann wie gesagt hier nicht für Dich
Traumarchäologie betreiben. Der Archäologe kann auch nur vor Ort im Grabungsfeld
wirklich tätig werden. Und so kann unter einem eigenartigen, schwer
einzuordnenden Fund plötzlich ein schöner Mosaikboden ... hervorkommen. Da
müssen auch nicht unbedingt immer Laborbedingungen vorliegen.

Vielleicht hilft Dir in diesem Zusammenhang noch folgendes Bild weiter, das Dich
an Platons Höhlengleichnis erinnern wird (hier anstelle einer mathematischen
Perspektive, die Dich ja erschreckt):
Stell Dir vor, das Gehirn ist ein praller Sack voll Gegenstände/Informationen.
Du greifst hinein und was Dir widerfährt ist ein Chaos von blind-dumpfen Eindrücken.
Wenn Du wach bist, helfen Dir die Sinnesorgane eine Verbindung/Brücke zwischen
äußeren (evidenten) und inneren Informationen herzustellen. Wenn Du aber nicht
mehr bewußt wahrnimmst, wäre die Situation so, wie eingangs erwähnt, wäre da
nicht eine übergeordnete Erfahrungs-Ordnungsebene, die Dich nun anstelle der
bewußten Sinnesorgane durch den Informationsdschungel führt. Anstelle der
üblichen Sinneseindrücke trifft differenzierend ein komplexes, veränderliches
(kosmisches) Strahlungs(kranz)muster (ähnlich des Radarbildschirms) auf Deinen
Gehirnsack, um so auf andere aber analoge Art und Weise äußere und innere 
Informationen zu verbinden. Der Traum eine natürliche außersinnliche 
Wahrnehmung („grenzenlos“) neben der natürlichen Sinneswahrnehmung 
(„eingrenzend“).

Eine Wahrnehmung bedarf einer übergeordneten Orientierungsebene. Wenn in einer
Wahrnehmung keine übergeordnete Ebene einfließt, würde darin keine Ordnung
wahrgenommen werden können. Eine Wahrnehmung ohne Ordnung und Differenzierung 
ist aber kaum möglich und ergibt keinen Sinn. Wären Träume wirklich nur innere
Stoffwechselprodukte des Gehirns, dann würden als Traumprodukte tatsächlich nur
amorphe Bilder (wie Schaum) hervorkommen, deren Wahrnehmung belanglos wäre.

Es stellt sich dann nur die Frage nach welcher übergeordneten Ebene die Träume
sich wohl orientieren könnten. Die Antwort hängt davon ab, ob und wie die
Leistung der Träume beschaffen ist. Eine Formlosigkeit bedürfte eine solche
Überebene jedenfalls nicht, die aber im Falle der Träume nicht gegeben ist....
 

> Ich selbst befinde mich wenn ich schlafe ja immer
> an derselben Stelle. Also gibt es da nur Veränderungen der Sternenposition
> die auch da sind wenn ich nicht träume.

Es kommt darauf an, welche Positionen/Beziehungen mit dieser Richtung verknüpft
sind. Sie könnte zur Traumzeit massiv besetzt sein oder eben kaum oder gar
nicht. Das ist schon ein Unterschied.

> Wenn ich es könnte würde ich eine bestimmte Tageszeit wählen und beobachten
> ob ich geträumt habe, oder nicht - und dann vergleichen (auch wenn ich nicht
> geträumt habe - dann müßte das Ergebnis ja negativ sein). Gibt es
> Unterschiede was die Häufung betrifft wenn ich träume, bzw. wenn ich nicht
> träume - und diese Unterschiede müßten deutlich sein - kann ich zum nächsten
> Punkt übergehen? 

Wenn ich nicht träume oder keine Träume wahrnehme, kann ich
nicht beweisen, daß zu dieser Zeit keine unbewußten Wahrnehmungen stattgefunden
haben, vielleicht waren sie nur (viel) schwächer. Die Beobachtung aus dieser
Perspektive ist daher fürs Erste unbedeutender und kann vernachlässigt werden.
Grundsätzlich dürfte angenommen werden, daß die Träume nicht unbedingt kosmisch
abhängig sind, aber da es diese Dimension seit je her gibt, konnte sich hier in der 
Auslösung eine entsprechende Ausrichtung entwickelt haben.
 

> Ich glaube es ist für das gegenseitige Verständnis besser wenn ich einfach
> einmal frage - dort wo ich Verständnisschwierigkeiten habe (deine Theorie
> betreffend).
>
> Wenn ich von dem Punkt aus an dem ich mich befinde (wenn ich träume) die
> Richtung messe, habe ich schon einmal Schwierigkeiten. Ich liege ja im Bett
> und es ist nicht egal, ob ich vom Punkt an dem der Kopf liegt messe, oder
> von den Füßen - wenn sich der Gegenstand in unmittelbarer Nähe befindet.

Das Traumzentrum liegt bekanntlich im Kopf. Ich messe also vom Kopfbereich aus.

> Der Unterschied im Zimmer ist vielleicht minimal, aber du hältst ja keinen Punkt
> fest, sondern es handelt sich um eine Linie. Wenn ich richtig verstanden
> habe ist kein Unterschied ob ich ein nahes, oder ein fernes Objekt
> einbeziehe.
> Auf dieser Linie liegen aber vielleicht viele mögliche Objekte, die alle
> nicht zählen, weil sie mir nicht bewußt sind. Was aber wenn ich von
> Australien träume. Abgesehen davon, daß hier vermutlich nur noch die Nasa
> von meinem wirklichen Ausgangspunkt eine genaue Messung durchführen könnte,
> ist Australien ja nicht ein Punkt, sondern ein sehr großes Objekt.

Du wirst Dich wohl nicht mit Australien gleichsetzen, wenn Du Dich dort aufhältst,
sondern befindest Dich dann auf einen Ort/Punkt in Australien. Aber angenommen
Du träumst in Wien von Deinem Mann in Sydney, der sich zu diesem Zeitpunkt
tatsächlich in Sydney befinden würde. Dann gäbe es dafür in meinem Programm ein
Tool, wo Du die geographischen Koordinaten von Wien (Standort) eingibst und die
von Sydney als Zielort. Das Ergebnis ist dann die Richtung (Luftlinie) von Wien
aus ziemlich genau auf Sydney - (ohne daß Du selbst diese trigonometrischen
Berechnungen durchführen mußt). Praktisch wirst Du diese Linie natürlich nicht
gradgenau übernehmen, sondern eine Abweichung zulassen, von etwa +/- 2-3° je
nach Gesamtsituation.

> Schwierigkeiten habe ich auch mit den Fixsternen, die du für deine
> Betrachtungen ja heran ziehst. Sie bewegen sich so gut wie gar nicht.

Und ob sie sich bewegen. Du darfst hier die Horizontalperspektive nicht mit der
klassischen Perspektive zu Ekliptik/Tierkreis verwechseln (die ich in meinem
Programm als Vertikalperspektive bezeichne). Die Bewegungen der Fixsterne zum
Horizontkreis ist oft turbulenter als sie bei den Planeten zu beobachten ist.
Wenn Du in den Nachthimmel schaust kannst Du diese Sternbewegungen direkt
nachvollziehen. Für unsere geographischen Ortssituationen ist es da egal, ob
sich der Nachthimmel dreht oder die Erde, wie es auch sonst in der Astrologie
egal ist, ob die Sonne die Kreisbewegung macht oder die Erde.

> Du kannst also nicht ihre Bewegung errechnen, sondern nur die Eigenbewegung 
> der Erde. Habe ich aber eben ein Objekt das sich sozusagen auf der Rückseite 
> der  Erde befindet - wie berechnest du das?

Die Frage habe ich oben bereits beantwortet.

> Fixsterne werden im Horoskop nur dann
> berechnet, wenn es eine totale Konjunktion gibt, weil sie größere Objekte
> als Planeten sind.

Das wird in den astrologischen Schulrichtungen unterschiedlich gehandhabt. Ich
beziehe hauptsächlich Richtung-Gegenrichtung ein, oder Konjunktion/Opposition.

> Bin ich nun in meinem Zimmer und der Gegenstand befindet
> sich ein bis zwei Meter entfernt - welchen Unterschied macht das zu meiner
> eigenen Position?

Ich möchte mich in diesem Zusammenhang an einem Beispiel erinnern, wo ich früher
meine Hose mit Geldbörse immer in etwa zwei Meter Entfernung von meinem Kopf
abgelegt habe. In einem Traum, wo ich eine Bahnfahrkarte bezahlt habe, konnte
diese Position zusammen mit der Bahnhofsrichtung verwendet werden. Die Geldbörse
hat eine Größe, die gegebenfalls auch noch in 1m Entfernung einen annehmbaren
Richtungs-Spielraum zur Einbeziehung zuläßt.
 

> Ich habe eine Frage. Deine Theorie beschäftigt mich jetzt ein wenig. Was ist
> wenn man einen Traum hat, der sich direkt mit den Sternen befaßt.
>
> Ich hatte heute folgenden Traum (7 Uhr 50):
>
> Es ging um den Himmel und um Gestirne. Ich konnte etwas Kleines, Helles am
> Himmel erkennen und überlegte was dies sein könne. Vielleicht eine
> Sternschnuppe, oder ein Komet, dachte ich. Entweder war es Tag, oder ich
> dachte darüber nach wieso, oder ob es auch am Tag sichtbar sei. Jedenfalls
> sah ich zumindest teilweise den Tageshimmel und wußte, daß es dahinter für
> mich im Moment unsichtbare Sterne gab.
>
> Wie berechnest du einen derartigen Traum?

Da meine Theorie Dich mental etwas beschäftigt, kam diese Traumerfahrung
zusammen. Das kam bei mir früher auch häufiger vor.
Zur Berechnung: Wo standest Du von der Perspektive Deines Schlafplatzes aus, in
welcher Richtung?

> Eine weitere Frage:
> Ich habe ein Buch über Fixsterne. Es gibt ja davon sehr viele. Ziehst du
> alle bekannten Fixsterne in Betracht, unabhängig von ihrer Entfernung?

Wie gesagt die Entfernung spielt hier eine andere Rolle. Ich beziehe mich
hauptsächlich auf die größten Fixsterne, ich reduziere sie auf 20 Punkte. Es
gibt auch noch andere bedeutende Fixsterne, die ich aber eher sekundär
einbeziehe, kommt ganz auf die Situation an, beispielsweise in starken
Fixsternkonzentrationen.

> Bzw.
> wäre es unter Umständen möglich, daß aufgrund der hohen Anzahl möglicher
> Berechnungspunkte auch Zufall im Spiel sein könnte?

Kann man statistisch abschätzen/berechnen. Wenn solche Traumfälle wie Deiner
häufiger vorkommen, dann kann man nicht mehr von einem Zufall sprechen: da sich
hier mehrere unterschiedliche und auffällige Traumortsrichtungen mit mehreren
auffälligen Himmelspositionen synchronisierten.

> Was den Traum betrifft, den ich dir letztes Mal geschickt habe. Ich sehe
> zwar öfter Krimis, aber keinen mit diesem Thema in letzter Zeit. Ist der
> Fernseher wirklich relevant?

Nicht unbedingt immer. Bei mir beispielweise kann ich davon sicherer ausgehen,
da bei mir hier gleich drei Richtungen übereinstimmen: Sitzplatzsrichtung,
Blickrichtung zum Fernseher und die Fernsehrichtung stimmen überein mit der
Fernseherrichtung vom Schlafplatz im Stockwerk aus darüber. Erfahrungen anderer
Fälle fehlen mir. Aber ich nehme an das der Fernseher der erste Bezugspunkt dazu 
Sein wird. (Der Sitzplatz, wo man fern sieht und dann noch die Richtung in der
man für gewöhnlich blickt, könnten sich auch häufig ändern.)

> Wenn ich zurückdenke kann ich vielleicht immer
> irgendwelche Übereinstimmungen sehen. Ist das nicht zu gewagt?

Es geht nicht um irgendwelche Übereinstimmungen, sondern einfach um Deine
Hauptbezugsquelle zur Informationsbildung "Krimi". Das ist in Deinem Fall
wahrscheinlich der Fernseher. Das mußt Du aber am besten wissen. Bei der
Sternbeobachtung im Traum kann auch die Sternbuchposition mit involviert sein.
Es können auch mehrere Richtungen gleichzeitig involviert sein, die Du Dir noch 
nicht alle auf Anhieb vorstellen und assoziieren kannst.

> Wenn mich etwas sehr beschäftigt, habe ich überhaupt keine richtigen Träume.
> Es sind dann eher Traumfetzen, die mehr einem normalen Nachdenken ähneln,
> als einem Traum. Dann gibt es etwas ähnliches wie Spannung. Wenn diese
> Spannung zu groß wird, löst sie sich in einem Traum, der sich dann auf das
> Problem das mich beschäftigt hat bezieht. Ich glaube aber, das dies mit
> meiner Beschäftigung mit dem Problem zu tun hat und nicht mit der
> Gestirnskonstellation.

Könnte es nicht auch so sein, daß das Problem mit bestimmten Orten verknüpft
ist, und eine diesbezügliche Traumauslösung findet am wahrscheinlichsten dann
statt, wenn diese auch von entsprechenden Konstellationen verstärkt/aktiviert
werden. Das habe ich sehr häufig beobachtet.

> Man müßte also erst einmal ausschließen, daß die
> eigene Spannung - oder auch Entspannung Einfluß auf das Ergebnis nimmt.

Ja, was die Traumqualität betrifft, sollte das berücksichtigt werden.

> Wenn du meditierst ist das sicher anders als bei Leuten die das nicht tun.

Was aber nicht daran hindert, die Träume auch von dieser Perspektive aus zu
untersuchen. Es würde eher die Traumqualität betreffen, weniger die Untersuchung
selbst.

> Deshalb meinte ich auch, daß das Ergebnis vielleicht sozusagen an deine
> Person gebunden ist. Es könnte ja auch sein, daß man unbewußt das Ergebnis
> bestätigen will (und vielleicht auch kann) und eben zu bestimmten Zeiten
> träumt. Damit bestätigt man nicht das Ergebnis, sondern man würde beweisen,
> daß es Menschen gibt die fähig sind bestimmte Konstellationen zu fühlen. Das
> ist natürlich auch ein Beweis für einen außergewöhnlichen Zustand. Aber man
> sollte diese Unterscheidung auf jeden Fall treffen, weil man dann unter
> anderen Gesichtspunkten untersuchen müßte.

Was nicht viel daran ändern würde. Eine (un-überbewußte) Wahrnehmung ist nicht
auf eine Person beschränkt. Potentiell ist Telepathie auch in jedem Menschen
angelegt. Da aber kein Bedarf vorliegt, ist diese Fähigkeit nur auf wenige
Personen und Fälle "gebunden". Wenn obige Zusammenhänge einmal bewiesen 
sind (gleich wo), ist die Gültigkeit weitreichender, als es auf den ersten Blick aussieht.
 

> Der alte Traum, den ich aber nicht mithilfe deiner Theorie analysieren kann,
> weil ich nicht weiß wann ich ihn hatte war sehr einfach.

> Ich war tot und begraben, vermutlich aber nicht in einem Sarg, sondern nur
> verscharrt. Ich bemerkte wie Würmer sich unter meine Haut fraßen, spürte das
> aber nicht, weil ich ja tot war.
>
> Da gibt es keine mögliche Richtung, nichts was man erlebt haben konnte, denn
> den eigenen Tod kann man nicht einmal im Fernsehen miterleben. Einzig die
> Würmer, aber da ich weder angle, noch sonst etwas ähnliches mache gibt es
> keine Erklärung was die Richtung betrifft.

Da kommen beispielweise Friedhöfe als eine der möglichen Richtungen in Frage.
Beschäftigst Du Dich nicht auch astrologisch mit dem Tod und sammelst dazu Daten
von den Grabsteinen? Bestimmt assoziierst Du den Friedhof mit dem Thema Tod,
Verscharren, Begraben, Erde, Gewürm, ...  Ist die Herleitung dieser Assoziation
denn so schwierig. Du mußt Dir eines im Klaren sein, wenn Du mal die Traumleistung
durchschauen möchtest: Die Assoziationsleistung der Traumregie ist einfach genial.
Das heißt auch, Du mußt Dir auf einiges in dieser Hinsicht gefaßt machen. Es ist, wie
wenn sich Dir eine neue Welt, eine neue Perspektive auftut. Hier mußt Du lernen die 
Dinge, Informationen, ... mit anderen Augen zu sehen.

> Nun dachte ich darüber nach und
> mir fiel ein zweiter Traum ein wo ich zwar nicht tot war, aber starb.
>
> Es gab eine entsetzliche Hitze, vielleicht eine Atombombe, aber das wußte
> ich nicht. Ich versuchte meine Kinder zu umarmen, um sie zu schützen, aber
> das konnte ich nicht, weil ich verglühte. Dabei empfand ich einen
> entsetzlichen Schmerz.

Als Bezugspunkte dazu gäbe es die dafür bekannten Städte (Hiroshima und Nagasaki).
Vielleicht gab es dazu auch einen Film im Fernseher.

Darüber hinaus könnte es auch als „kollektiveres Traumbild“ bezeichnet werden, ich
habe ähnliche Erfahrungen gemacht und ich kenne solche auch aus der Weltliteratur.

Mit was wir uns bisher beschäftigt haben, das habe ich als mesokosmische Perspektive
bezeichnet.
Mikro - entspricht dem Bereich Biologie-Psychologie, 
Makro - entspricht dem Weltall, die Sicht-Orientierung von draußen auf unseren Planeten
Meso - entspricht dem mittleren Bereich, den wir persönlich am besten kennen, also 
unsere mehr oder wenig vertraute Umwelt, die Geographie, ... Die Sicht von Deinem
Standort aus in alle Himmelsrichtungen.
Die mesokosmische Perspektive ist persönlicher orientiert. Ich wähle zur ersten Einführung 
in diese eher komplexe und ungewohnte Materie aus gutem Grund diese Perspektive und 
klammere den kollektiven Bereich aus. 

Nun hast Du ihn angesprochen: dieser kollektive Bereich beginnt sich von dem 
persönlichen Bereich abzuheben und assoziert (bildet) sich fast ausschließlich aus 
dem makrokosmischen Bereich. Was heißt das: Du träumst beispielsweise von 
einer Schlange, sagst mir aber: schon lange keine mehr gesehen und kann zu 
dieser Trauminformation überhaupt keine persönliche Verbindung erkennen. 
Was nun? Solche kollektiven Urbilder werden aus der planetarischen Mustersituation
an sich im Gehirn aktiviert, ohne daß es dazu vordergründig eine eindeutig persönliche
Beziehung und Bezugsrichtung braucht. Beispielweise könnte eine starke 
Mondknotenbetonung in dieser makrokosmischen Struktur Schlangenbilder mitbestimmen. 
Ich habe die kollektive Dimension dieser Theorie hier bisher nicht erwähnt, da
diese Untersuchung komplexer ist. Dazu sind viele zuverlässliche Daten, Einsicht
in ein entsprechendes Forschungsprogramm und viel Forschungsarbeit notwendig.

> Diese beiden Träume beschäftigten mich eben in Bezug auf deine Theorie.
> Außerdem wollte ich gerne etwas träumen was als Beispiel herhalten könnte
> und so versuchte ich absichtlich einen Traum zu produzieren, weil ich in den
> letzten Wochen kaum geträumt hatte. Es kann also sein, daß es sich um ein
> Zwischending aus Traum und einer Art Meditation handelt, aber das Ergebnis
> ist dasselbe.
> 4. 1. 2001  10 Uhr 15
> Ich begegnete einer Frau aus der Nachbarschaft. Sie heißt Lucia. Ihre Mutter
> (Albertine) war gerade gestorben und deshalb war sie sehr traurig. Ihr
> Stiefvater wollte sie aus dem Haus vertreiben. Ihr leiblicher Vater kam. Er
> war Rumäne und hatte noch andere Kinder, die aber klein waren, während sie
> selbst schon relativ alt war.
>
> Die Frau, die im Traum gestorben war ist seit über zehn Jahren nach einem
> Schlaganfall gelähmt und immer zu Hause. Ich sehe sie praktisch nie und ich
> weiß nicht, ob sie noch lebt, oder nicht. Die Tochter sehe ich regelmäßig,
> den Mann auch, aber ich unterhalte mich nicht mit ihnen. Der leibliche Vater
> dürfte Traumfantasie sein. Jedenfalls kenne ich ihn überhaupt nicht, obwohl
> ich früher zu der Familie engen Kontakt hatte (als ich ein Kind war).
> Nun kann man diesen Traum was seinen Ursprung betrifft auf die Beschäftigung
> mit dem Thema Tod zurückführen. Wäre es aber dann nicht logischer ich hätte
> von jemandem geträumt, der mit Sicherheit bereits verstorben ist?

Ja, von Deiner Perspektive aus gesehen schon, aber der Traum hat seine eigene
Logik, sein eigenes System, nachdem er sich orientiert.
Vielleicht war es für die kosmische Gesamtsituation naheliegender diesen Traum
aus jenen Richtungen zusammenzumixen. Ich kenne zahlreiche ähnliche
Beobachtungen. Da träume ich von einem Ort, wo ich schon monatelang nicht mehr
war, anstatt von Orten wo ich kürzlich war. Aus unserer naiven,
anthropozentrischen Perspektive heraus ist das natürlich ärgerlich, wenn sich
die Traumregie nicht nach unserem logischen Hausverstand richtet, schließlich
träumen ja wir und nicht die Natur, oder doch nicht? Es ist ganz einfach: Die
gesamtkosmische Situation wählt zeitlich diese Richtung mit, die es ihr am 
einfachsten möglich macht, mir etwas (Bestimmtes) mitzuteilen.

> Der Ort an dem ich die Frau traf war nicht zu erkennen. Der Wohnort beider
> Frauen liegt bei 330 Grad.

Dazu folgende signifikante kosmische Konstellation mit der Zeitkorrektur 10.05
Uhr (Der Traum könnte sich zwischen 10.05 und 10.10 Uhr entwickelt haben.):
Mondknoten 332° und auf der gegenüberliegenden Seite
Sonne 153° und Merkur 148°. So/Me150,5°
Könnte sich der Ort auch in Richtung 331-332° befinden?

> Wo Rumänien liegt kann ich jetzt beim besten
> Willen nicht sagen. Davon abgesehen gibt es meiner Meinung nach keinerlei
> Punkte die sich messen lassen. In letzter Zeit ist niemand gestorben, den ich
> kenne. Im Fernseher sterben natürlich täglich Leute, aber ich denke das kann
> man nicht rechnen, weil das so alltäglich ist, daß man dann ja jede Nacht
> vom Sterben träumen müßte. Und wie gesagt halte ich es nicht für überzeugend
> wenn man erst Sternenkonstellationen ausrechnet und dann erst das passende
> Ereignis sucht.

Das machen wir doch nicht.

> Wie würdest du diesen Traum berechnen?

Du hast mir zum Traum eine Bezugsrichtung angegeben und diese zeigt wieder 
eine starke Besetzung. Zu Rumänien bräuchte ich den genaueren Bezugsort ...
Aber um Dir den Traum „vollständig“ zu analysieren, müßte ich Dir jetzt Löcher
in den Bauch fragen. Du würdest vielleicht nicht vollständig darauf eingehen 
(können/wollen). Du kennst Deine Situation aber am besten, was hier sehr wichtig
ist, um gezielt weiterzukommen. 

Dafür kann Dir auch mein dazu entwickeltes Programm helfen, das nicht einfach 
bloß Positionen, sondern auch die komplexen, geometrischen Horoskopstrukturen 
analysiert und deren Schwerpunkte aufzeigt. Damit kannst Du Dich leichter 
orientieren und Dir ein besseres Bild der jeweils aktuellen kosmischen Situation 
machen.
/index.html#Download 
Wir haben hier die Positionen der Horizontalperspektive (Azimut), also der 
Himmelsrichtungen verwendet.
Und wenn Du noch meine speziellen Erfahrungen brauchst, melde Dich bitte ...

 

zum Anfang

Home