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Mythen und ihre Ortung - einleitende Beiträge

1. Einführung in Ursprung, Wesen und Entwicklung des Mythischen
2. Mythen und Mythos - auf den Spuren zwischen Bewältigungs- und Rechtfertigungsstrategien
3. Die fundamentale Ortungs-Problematik und Untersuchungsmethode (Archelogie)
4. Die Ortungssituation in der vereinfachten SP-Darstellung
 
 

1. Einführung in Ursprung, Wesen und Entwicklung des Mythischen

Die ersten, bekannten Welt- und Naturerklärungen des frühen Menschen kennen wir aus den älteren Mythen und Mythologien. Ihre Ursprünge reichen bestimmt bis in die mittlere Altsteinzeit zurück. In den höheren Kulturen entwickeln sich daraus kompliziertere Formen von Astral- und Naturmythologien.

Der ursprünglichste Wesenszug des Mythischen ist die Vergeistigung menschlicher Grenzerfahrungen (unerklärbare oder schwer erklärbare Erfahrungen) und Grenzleistungen. Die Träger waren zumeist spirituelle Stammesführer oder ähnlich bedeutende Hauptpersonen, sogenannte Helden oder Heroen. Diese Helden waren anfangs noch die Vermittler zwischen der geistigen und der irdischen bzw. menschlichen Ebene - also Mittler zwischen Oben und Unten, Offenem und Verborgenem. Später ließ man sie mythifiziert (idealisiert) in den Götterhimmel aufsteigen. Nicht umsonst gehören Götter- und Heldensagen zusammen. Jener Schritt von der Vergeistigung zur Vergötterung geschah nicht (immer) zum Besten, denn diese Kulturen tendierten dann dazu, sich gewaltsam über andere Gesellschaften zu erheben. Einen der ersten bekanntesten Stammesführer kennen wir als Atlas, von dem sich der älteste Gründer- und Untergangsmythos um Atlantis ableitet. Dabei könnte es sich hier um die erste, europäische Hoch- und Stadtstaaten-Kultur handeln. Atlas wird auch als "Welt- oder Himmels-Träger" abgebildet. Später übernahmen die himmlischen Olympier unter Zeus-Jupiter den Götterkult in Europa und verdrängten das erdverbundene titanische Pantheon. 

Odysseus ist ein Beispiel, der es nur sehr begrenzt geschafft hat, in diesen göttlichen Bereich aufgenommen zu werden. Das lag einmal an seine zu ortsgebundene Verehrung auf der unbedeutenden Insel Ithaka, wo der Kult nicht annähernd die Bedeutung erlangen konnte, wie jene der bereits weitverbreiteten Olympier. Zweitens: Homer hat die Geschichten um Odysseus mit einer Portion Götterkritik derart literarisch-humanistisch ausgeschlachtet, dass eine nachhaltige Vergöttlichung nicht mehr ermöglicht wurde. Letztlich blieb er der klassische Volksheld neben Herakles - letzterer aber bereits zum Halbgott aufgestiegen, da ihm die besseren göttlichen Beziehungen zugeschrieben wurden. Solche Besserstellungen sind häufig auf einflussreichere Anhängerschaften zurückzuführen. Anders als Odysseus und ähnlich wie Herakles erging es hier dem letzten in den Götterhimmel aufgestiegenen Helden: Jesus Christus. Das lag weniger an ihm selbst, als an seine Biographen, die keine Literaten wie Homer waren, sondern Ideologen und Dogmatiker wie der Pharisäer Saulus-Paulus einer war. Die mittelalterlichen Kirchenmänner taten hier später ihr Übriges. Macchiavellis Methode - Der Zweck heiligt die Mittel - war ganz nach ihrem Sinne: der My(s)thifikation. Hätten sich um Buddha auch derartige Anhänger und Nachfolger geschart, hätte er ebenso vergöttlicht werden können. Sein Ziel stellte er jedoch von vorneherein klar: allein die vergeistigte, spirituelle Meisterschaft ist erstrebenswert. Buddha schaffte u.a. die Vergötterung seines hinduistischen Umfeldes ab und seine Anhänger blieben seiner ausgrenzungsfreien und gewaltfreien Lehre großteils treu. Jesus hätte wahrscheinlich ähnliches vorgehabt, verschaffte sich aber dadurch unter den Juden und römischen Besatzern ärgere Feindschaften, und seine in der jüdischen Tradition zu befangenen Anhänger hatten Gewaltigeres vor - letztlich auch zum Schaden ihres Volkes.

Nach Christus konnte eine derart verschleiernde Vergötterung nicht mehr so leicht in die Wege geleitet und nachhaltig gerechtfertigt werden, da sich die europäische Gesellschaft zunehmend dokumentarisch und schließlich wissenschaftlich-kritisch orientierte. Nachfolgende religiöse Helden konnten daher im Schatten ihres Heilands höchstens heilig gesprochen werden, während die politischen Helden als christlich-weltliche Volkshelden gebraucht oder benutzt wurden. So öffnete sich das Heldentum verstärkter dem Weltlichen hin. Um des Erfolgs Willen passte sich auch das Christentum der verschmähten heidnischen Traditionen an (vor allem den römisch-keltisch-germanischen) und lechzte nach Helden, die sich im Zeichen des Kreuzes am Heldentod maßen. Der Heldenmut und seine tödlichen Mutproben kamen groß in Mode und erreichten einen seither nie mehr erzielten Höhepunkt. Der keltische König Artus dürfte zum bekanntesten Vertreter dieses Volksheldentums gemacht worden sein, - nicht zuletzt wegen einer weiteren literarischen Mystifikationsstufe: in der ritterlichen Christus-Nachfolgeschaft (brüderliche Tafelrunde), der abenteuerlichen Gralssuche bis hin zum Heldentod. Um den berühmtesten, germanischen Helden Dietrich von Bern rankt sich hingegen der in historischer Hinsicht wohl bedeutendste Geschichtenkomplex jener Umbruchszeit der Völkerwanderung und Christianisierung. Dabei lässt man natürlich auch diesen Recken mit seinen ritterlichen Schwertbrüdern zwischendurch in Sachen Christenheit schlachtend durch die Lande ziehen. 

So hat sich beispielsweise diese christliche Religion auch schon sehr von ihren ursprünglichen Idealen entfernt und ist "heidnischer" geworden, als ihr lieb und recht sein müsste (Sie übernimmt heidnische Kultorte, Festtage, Symbole, Rituale, ...). Aber das macht sie anscheinend nur interessanter, gehaltvoller (ursprünglich-mythischer), aber nicht schlechter wie manche ihrer radikalen Missionare befürchteten. Wirklich schlechter machte sie sich eigentlich nur selbst durch die scheinheilige Verschleierung dieser Entwicklung bei der jene Verantwortlichen auch zu gewaltsamen Mitteln griffen und alle übrigen (konkurrierenden) Ur-Kulturgüter und ihre Mitglieder Jahrhunderte lang verfolgen und ausrotten ließen... Wie oben erwähnt, haben es die Vergötterungskulturen eben in sich, dass sie dazu neigen sich zu den Besseren oder Besten zählen zu wollen und sich entsprechend über die anderen erheben - zumeist leider auch durch gewaltsame Glaubenskriege. Man denke nur an Echnaton, an das Unfehlbarkeitsdogma des Papstes - oder an die Streitigkeiten, welcher Gott/Glaube der größte/rechte sei. Das inzwischen durch die Aufklärung zum Glück gezähmte Christentum stellt hier keine Ausnahme dar.
 

2. Mythen und Mythos - auf den Spuren zwischen Bewältigungs- und Rechtfertigungsstrategien

Der hier relevante Mythen-Begriff bezieht sich also auf alte Erzählungen mit geschichtlichen Hintergründen. Hierbei handelt es sich vor allem um die Mythen größerer Volksgruppen (Gründer- oder Untergangs-Mythen), in denen historisch mehr oder weniger bedeutsame Momente dichterisch verarbeitet wurden, zu einer Zeit, wo reine Faktensammlungen zu banal empfunden worden wären, und so kaum bis heute überlebt hätten. Solche Erzählungen mit potentiellen bis verschleierten Realitätsbezügen (von Orten, Personen, Völkern, besonderen Einzelheiten, bedeutsamen Ereignissen, ...) und langer Überlieferungstradition zwischen Schicksalsbewältigung, Erklärung und Rechtfertigungsstrategien anstelle reiner Geschichtsschreibung sind das Hauptziel der vorliegenden Ortungs- und Rekonstruktionsstudien.

Die reine Fiktion, die man den Mythen gerne unterstellt, dürfte eher auf die rein theoretischen Götter- und Welterklärungssagen zielen. Diese betreffen nicht diese Untersuchungsreihe. Die hier einbezogenen Mythen hatten/haben auch die wichtige, politische Funktion zu erfüllen, Handlungen und ihre Helden für die Nachfolgegemeinschaft und ihrer Nachwelt insgesamt in ein für sie besseres oder geeigneteres Licht zu stellen (~> absichtlicher, künstlicher Mythos), wenn möglich, ohne dass dabei die Glaubwürdigkeit in Frage gestellt würde. Was uns heute aber als Phantasieprodukt erscheint, konnte damals mit einer ganz anderen Bedeutung übernommen und verstanden worden sein. Wir haben es hier also auch gleichzeitig mit heute schwer nachvollziehbaren Wert- und Erfahrungs-Maßstäben zu tun, auf das wir uns hier mit vorschnellen Urteilen zurückhalten sollten.

Jene absichtlich künstliche Mythosbildung (Fakten in ein besseres Licht stellen) hat heute beispielsweise in der Welt der Werbung, Propaganda und der absichtlichen Falschmeldungen (Beispiel: Bush-CIA-Bericht für Irakkrieg) überlebt. Dass auf dem sumpfigen Boden des Mythos immer noch sehr viel auf dem Spiel stehen kann, zeigen die nie enden wollenden Konflikte um dieser raffinierten Konstruktionen, die vielen Menschen das Leben kosten können (Kreuzzüge, Glaubenskriege oder "Heilige Kriege", Revolutionen, Kommunismus, Faschismus, Terrorismus, ... ). Gäbe es nämlich diese Mythen nicht oder würden sie entschärft sein, dass sie nicht mehr missbraucht werden könnten, würden die darauf basierenden Kriege nicht mehr so einfach zu rechtfertigen sein. Allein schon aus diesem Grunde ist es sinnvoll sich dem Gefahrenpotential derartiger Mythenbildungen bewusst zu werden. Damit jedoch die Widerstände dazu nachhaltiger gebrochen werden können, ist es auch notwendig diese als solche zu untersuchen, zu entlarven und neu zu bewerten. Ganz falsch wäre es deshalb diese einfach auslöschen oder entwerten zu wollen, da sie einerseits zum menschlichen Kulturgut gehören und besonders gut als Bewältigungs- und Entwicklungslehren künftiger Generationen geeignet sind. Hinter dem Entwertungs- und Vernichtungseifer, der gegen derartige Mythen gerichtet ist, können daher nur weitere Ideologien stecken, die selbst an eigenen Mythifikationen basteln, wo die anderen dazu konkurrierenden nur im Wege stehen und ausgeschaltet werden müssen. Die Geschichte ist voll davon (Christianisierung, Kommunismus, ...) und auch die Gegenwart ist nicht ohne.

Im Gegensatz zur absichtlich künstlichen Mythosbildung ergibt sich die absichtslose natürliche Mythosbasis aus dem kollektiven Schicksal der Vergänglichkeit im Schnittpunkt der natürlich-kosmischen Unendlichkeit, dem natürlich auch bedeutende Personen, Entwicklungen, Werte, Objekte, Orte unterstellt sind. Ihre Mythos-Relikte (Idole, Ideale) können sich leicht mit den eigenen existentiellen Erfahrungen verbinden, woraus sich die starke Anziehung und Identitätsbildung dieser herleitet - stellvertretend für das dazu eigene, relativ schwer fassbare, metaphysische Gefühl. Dabei stellen die Mythen nur die inhaltliche Grundlage dar. Da die künstliche Mythosbildung die natürliche Mythosbasis oft für sich einnimmt, sind diese beiden Erscheinungsformen schwer abzugrenzen. Sobald aber anderseits die Absicht einer künstlichen Mythosbildung obsolet geworden ist, geht sie in den natürlichen Mythosbereich über.  
 

3. Die fundamentale Ortungs-Problematik und Untersuchungsmethode (Archelogie)

In der Geschichte und Archäologie sind die Forscher sehr häufig mit der Situation von verschollenen, historisch bedeutsamen Objekten und Örtlichkeiten konfrontiert. Die Lösung dieser Problematik wird bekanntlich über Jahrhunderte vor sich hergeschoben und gilt nicht selten aufgrund unzureichender Hinweise als unlösbar. Ab und zu hilft der Zufall weiter, aber im Großen und Ganzen bleiben in solchen Fällen interessante und bedeutende Objekte/Orte und die in diesem Zusammenhang zu gewinnenden Erkenntnisse verborgen. Dieser Problematik ließe sich zwar theoretisch mit einem entsprechend höheren Suchaufwand begegnen, der jedoch mit exorbitanten, finanziellen Ausgaben verbunden wäre und damit nicht realisierbar ist.

Eine letzte, im Allgemeinen unterschätzte Lösungsmöglichkeit bietet noch der grenzwissenschaftliche Bereich. Leider ist der Zugang dieser psychisch-schamanischen ... oder anomal-kognitiven Disziplinen im Allgemeinen sehr schwierig, auch weil diese aus dem etablierten Bildungs- und Wissenschaftssystem ausgeschlossen sind. Zwar gab es in der Vergangenheit sogar von behördlichen Seiten Anstrengungen diesen unterdrückten und verdrängten Erkenntnishorizont sich wieder anzueignen, die aber zumeist an den fehlenden Erfahrungsgrundlagen scheiterten, welche sich anscheinend auch nicht in jahrelangen, wissenschaftlichen Experimenten wiedergewinnen lassen konnten. Das größte und interessanteste Beispiel dafür ist das Stargate-Projekt (1970-1995) der US-Amerikanischen Regierung, wo die Methode Remote Viewing entwickelt wurde. Der unabhängige Schlussbericht des American Institutes for Research räumt zwar in diesem Zusammenhang statistisch signifikante Effekte im Laboratorium ein, bezweifelt jedoch deren Anwendbarkeit im Falle nachrichtendienstlicher Einsätze. Das experimentelle Projekt wurde daraufhin innerhalb des US-Nachrichtendienstes eingestellt und seither in verschiedenen anderen Instituten weltweit weitergeführt.

Der Grund dieses Unvermögens lässt sich m. E. hauptsächlich an zwei Aspekten zurückführen: an den phylogenetischen und an den ontogenetischen Defiziten. Beim ersteren geht es um den vorwiegend natürlich-geistigen Urerfahrungsschatz, den der Mensch sich hierzu in den vielen Jahrtausenden seiner natürlichen Entwicklung angeeignet hat (Beispiel: Schamanismus), der aber hauptsächlich in den beiden letzten Jahrtausenden durch weltanschauliche Machtkämpfe großteils systematisch vernichtet wurde (Beispiel: missionarische Vernichtung von bedeutenden Kulturgütern, Menschenjagd gegen Häretikern und Hexen, heilige Inquisition, ... irrationales Grundmotiv: Natur, natürliche Dominanz galt als teuflisch und vom Schöpfergott abgekoppelt.). Noch heute gelten andere Erfahrungsebenen in vorherrschenden Machtbereichen als ketzerisch, passen sie nicht in ihren gewohnten Erfahrungsmustern. Dadurch können entscheidende geistige Weiterentwicklungen gerade seitens dafür verantwortlicher Institutionen über lange Zeit blockiert werden. Man bedenke hier nur wie sich das Christentum entwickelt hat: Das den ersten Christen zugefügte Leid wurde von ihren Nachkommen über viele Jahrhunderte tausendfach zurückgeschlagen. Dadurch wurden nicht nur ihre christlichen Grundsätze x-fach gebrochen, sondern auch wertvolle geistige und kulturelle Errungenschaften ausradiert und einfachhalber nur jene oberflächlichen als eigene verfälschend integriert. Auf dieser Entwurzelung bereitete eine machtvolle Kirche sich ihre neue Basis: im Grunde ein human-kulturelles Massengrab ungeahnten Ausmaßes, auf Kosten einer neu ausgeklügelten Mystifizierung, die aber inzwischen auch nicht mehr so recht greifen will. Glücklicherweise hat sich diese Entwicklung im Christentum inzwischen weitgehend abgemildert, weil aufgeklärte, kritische Menschen sich nicht mehr so leicht verblenden lassen. Aber leider wiederholen sich derartige Machtmuster scheinbar naturgesetzmäßig anderswo weiter, wieder zum Leidwesen vieler Menschenopfer...

Der ontogenetische Behinderungsgrund liegt daran, dass das neuronale Wahrnehmungs- und Verarbeitungssystem im Gehirn bereits frühzeitig mit bestimmten Schlüsselerfahrungen konfrontiert werden müsste, damit sich dann entsprechende Begabungen und Fähigkeiten besser ausbilden können (ähnlich wie beispielsweise beim Sprachenpotential, das im Kindesalter entscheidend vorbereitet wird). Wird dies verabsäumt, können anlagengestützte Weiterentwicklungen sich später kaum mehr durchsetzen und schon gar nicht in einer Gesellschaft, der es dafür bereits lange an Verständnis fehlt. Derartige Schlüsselerfahrungen setzen wiederum spezielle Bedingungen voraus, wie etwa ein freies, stark naturverbundenes Erfahrungsumfeld, das die moderne Gesellschaft ebenso kaum mehr zu bieten hat. Im Gegenteil, das Individuum muss sich u.a. frühzeitig und fast ausschließlich nach einseitig vorgefertigten Rollen und Wissensschemen orientieren und gestresst funktionieren, will es nicht in ein soziales Abseits geraten. Während dieser überwiegend widernatürlichen Schulungen gehen u.a. diese hier angesprochenen Potentiale unter. Mangels entsprechender Sensibilisierung ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn hier jene sogenannten PSI-Erfahrungen nicht über die bekannten Zufallserscheinungen hinauswachsen können.

PSI-Definition aus Meyers Lexikon: "Bezeichnung für eine von allen natürlichen Funktionen unterschiedene parapsychologische Funktion, die für die Erklärung psychischer oder psychophysischer Wechselwirkungen zwischen Subjekt und Objekt angenommen wird, wenn keine sensorische bzw. sensormotorische Vermittlung festzustellen ist."
Dabei geht es in diesem Falle vor allem um die sogenannte ASW ("AußerSinnliche Wahrnehmung"). Meiner Erfahrung nach wären durchaus noch sensorische Übermittlungen feststellbar, jedoch nicht immer so eindeutig und in dem Ausmaß wie es in Laborbedingungen erwünscht wäre. Treffender als die Bezeichnung ASW wäre dafür die Bezeichnung "Superbewusste Wahrnehmung SBW", da der Ursprung der diesbezüglichen Wahrnehmungsimpulse ein superbewusster Bereich ist. Dieses Superbewusstsein dürfte auch die Quelle aller Gotteserfahrungen sein.

 

Ausgangsthese ist, dass nicht nur unter der Erde oder in den Genen verschüttete Informationen erreichbar gemacht werden können, sondern auch aus dem überbewussten Bereich (unterbewusst aus tiefenpsychologischer Sichtweise). Meine frühen Erfahrungen in diesen Grenzbereichen führten zu eigenen Forschungsarbeiten und Methodenentwicklungen (Psychoinformatik), die eine Archelogie (Forschung nach alten, verschollenen, verborgenen Informationen, Strukturen, Objekten) erst effektiv ermöglichen. Im Wesentlichen kommt es dabei auf den speziellen Verbindungsaufbau zum Superbewusstsein an (tiefenpsychologisch: kollektives Unterbewusstsein, womit jedoch nur ein Teilbereich dessen verstanden wird) und der daraus zu erzielenden Qualität an Informationen. Das richtig eingestellte Wahrnehmungsmaß von Bewusstsein und Unterbewusstsein (gezielte Parallelaktivität, etwa über besondere Konzentrations-, Visualisierungs-, Klartraum-, Meditations-, Hypnosetechniken... erreichbar) ermöglicht eine Kommunikation zum Superbewusstsein, die normalerweise unbekannt und nicht verfügbar ist. Allerdings geschieht die Informationsübertragung zumeist in Feinstsignalen, die erfasst und richtig verarbeitet und zugeordnet werden müssen, wie auch in den Traumanalysen. 

So wie aus der normalen Sehleistung sich nicht das genaue Abbild der äußeren Wirklichkeit ergibt, so gilt das in erhöhtem Maße für diese PSI-Wahrnehmung. In beiden Fällen spielt dabei die Vorstellungskraft eine wesentliche Rolle in der Fehler- und Korrektur-Kontrolle, ohne die kein Sehen möglich wäre. Häufig wird diese mit Phantasie gleichgesetzt und ihre Arbeit in diesem Zusammenhang mitunter als Phantasterei disqualifiziert. Objektiv entspricht sie jedoch dem Verarbeitungspotential eines mehr oder weniger großen Arbeitsprozessors im Computer, von dem maßgeblich die Leistungsfähigkeit abhängt. Ist diese nicht ausreichend gegeben, können hohe Programmanforderungen den Computer blockieren - es kommt zu seinem "Absturz". 

Ein Blinder, dem ein gesundes Auge eingepflanzt wird, benötigt noch Jahre bis sein Gehirn diese notwendige Vorstellungsfähigkeit aufgebaut hat, damit ihm schließlich normales Sehen möglich wird. Durch die noch höhere Herausforderung an die ungewohnte PSI-Leistung, in denen größere Wahrnehmungsbarrieren überwunden werden müssen, müssen dazu weitere Vorstellungsleistungen gebündelt mobilisiert und größere Fehler-Korrektur-Sprünge verarbeitet werden. Das vielzitierte "Dritte Auge" muss dabei einem nicht herauswachsen. Dieses entspricht vielmehr einer bestimmten erweiterten, neuronalen Vernetzung im Gehirn, ähnlich wie sie andere Sinneswahrnehmungen auch voraussetzen. 

So wird aufgrund der tief verschütteten PSI-Wahrnehmungsfähigkeit ihre Aktivierung und Weiterentwicklung schlichtweg zu einem psychisch-mentalen Hochleistungssport, wo erfolgreiche Anwendung ein gezieltes, jahrelanges Training voraussetzt. Sobald aber daraus die nützlichen Hinweise die fehlerhaften deutlich überbieten können, verlieren diese Hürden bereits die weitverbreitete Meinung des Unüberwindlichen. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass hier das Gehirn zu Leistungen mobilisiert werden muss, die zu erfüllen die besten Radar-Satellitenanlagen noch lange nicht in der Lage sein werden. Mögliche Abstriche in der PSI-Leistung können diese also noch lange nicht zu ihrer von wissenschaftlicher Seite lang gehegten Disqualifizierung beitragen.
 

4. Die Ortungssituation in der vereinfachten SP-Darstellung (Signifikanz-Potential)

Um die Situation von umfangreichen Explorationsprojekten übersichtlich und allgemeinverständlich darzustellen, wurde hierzu ein vereinfachtes Punktesystem verwendet, das in der folgenden Graphik veranschaulicht wird. Dabei steht der rote/niedere Bereich für den Anfangszustand eines Forschungsgegenstandes, der zunehmend blaue/höhere für den Zielbereich.


Graphische S-Potential-Darstellung

 
Das Signifikanz-Potential SP mit den dazugehörigen Kriterien-Punkten:
Die Textfarbe entspricht der graphischen Bereichsdarstellung oben. Die 0-10-Wertstufen stehen anstelle einer prozentuellen Skala von 0-100%.

[10]  höchstes Signifikanz-Potential einer zentralen Ganzheit (eindeutiger Beweis - unwiderlegbar)
 [9]   hohes Signifikanz-Potential einer übergeordneten Ganzheit (kaum widerlegbar)
 [8]   interessantes SP jedoch einer noch relativ untergeordneten Ganzheit (noch widerlegbar)
 [7]   interessantes SP aus mehreren sinnzusammenhängenden Hinweisen (Beginn der Indizienkette)
 [6]   unterstützendes SP mit mind. einem sinnzusammenhängenden Hinweis. (Zufall?) 


 [5]  durchschnittliches SP, logisch einigermaßen schlüssig, objektiv noch nicht belegt (favorisierte Hypothese)
 [4]  mäßiges, strittiges oder schwer zugängliches S-Potential (umstrittene Hypothese)
 [3]  mageres, zu strittiges oder schwer zugängliches S-Potential
 [2]  an sich geringes und erschöpftes S-Potential
 [1]  geringstes und erschöpftes S-Potential
 [0]  kein S-Potential vorhanden

Signifikanz-Potential SP der wichtigsten Punkte auf Ortungsprojekte bezogen:
Die Wertangaben dieser Ortungssituationen werden durch eckige Klammern gekennzeichnet [0-10].
Ihre Ortshinweise werden in den speziellen Analysen unterstrichen dargestellt.

[10]

bisher verschollene, hochrelevante Hauptanlage (Palast, Stadt, Schiff, Königsgrab, ...) mit guter Fundsituation

 [9]

bisher verschollene, relevante Hauptanlage mit ausreichender Fundsituation  (kaum widerlegbar)

 [8]

bisher verschollene (untergeordnete) Anlage (bei mehreren) mit interessanter Fundsituation (noch widerlegbar)

 [7]

Die Argumente werden durch mehrere Streu-Funde vor Ort unterstützt (erste seriöse Spuren).

 [6]

Die Argumente werden durch mind. einen relevanten Fund vor Ort unterstützt. Mehrere Zweifel bleiben bestehen.

 [5]

Die Argumentation basiert hauptsächlich auf authentische aber ungenaue Textüberlieferungen oder auf ähnliche historisch-logischen Überlegungen - relevante Fundobjekte konnten bisher daraus noch nicht realisiert werden.

SP-Übersicht (Durchschnittswertung) zu den hier veröffentlichten Ortungsergebnissen:
Ergebnisse zu den bedeutendsten europäischen Mythen:
Atlantis...                     [7-8 von zuvor 3-4]
Odyssee...                   [7-8 von zuvor 3-4]
Jesus...                        [7 von zuvor 3-4]
Dietrich...                    [8-9 von zuvor 2-3]
Artus...                        [7-8 von zuvor 3-4]
Ergebnisse zweier Fallbeispiele zwischen Mythos und normaler Geschichtsforschung:
Jochgrimm-Stadt ...     [8-9 von zuvor 1]
Endidae...                    [9-10 von zuvor 7-8]
 

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