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Erfahrungs-Abschlußbericht 
aus dem ersten Traumwettbewerb 2002/3
Pilotprojekt zur aktiven/gezielten Traumarbeit
von Sabine (Teilnehmerin aus Deutschland)


Entdeckt hatte ich diese Atlantis-Seiten bei einer Stichwortsuche zu einem eigenen Traum. Ich war Mitglied einer Mailingliste zu Träumen (bei www.traumonline.de). Wir Teilnehmer unterstützten uns gegenseitig bei der Deutung unserer Träume und wurden dabei von zwei Psychologen "betreut". Wir waren ein von Herkommen und Anschauungen her bunt gemischter Haufen, probierten mit großem Einsatz bald alles dabei aus, was die Populärpsychologie zu bieten hat - und liefen uns am Ende ziemlich fest, jeder in seiner eigenen Sichtweise. Auch die beiden moderierenden Psychologen machten da keine Ausnahme. 

In dieser Zeit, während ich immer wieder bemerken musste, dass ich mit ausschließlich psychologischer und persönlich-biografischer Herangehensweise oft so sehr im Alten gefangen war, dass ich das Neue und Wichtige eines Traumes überhaupt nicht erkannte, erinnerte ich mich daran, dass da ja jemand mit ungewöhnlichen, astro-statistischen Methoden an Träumen arbeitet. Vielleicht, dachte ich, komme ich neben aller dringend notwendigen Aufarbeitung meiner Lebensgeschichte so auch noch etwas näher an die Lösung des eigentlichen, des wirklich interessanten Problems: "Woher kommen die Bilder in den Träumen? Woher kommen die Geschichten, die sich mir nachts aufdrängen?" Rein psychologische Antworten auf diese Frage hatten mir genauso wenig gereicht wie die rein "esoterischen" Erklärungsversuche. Noch dazu wurde beides oft in sehr dogmatischer Form vorgebracht. Der Psychologe oder der Guru hat die richtige, die einzig mögliche Sicht, und ich muss nur noch seine Technik des Sehens übernehmen. Das kam mir vor wie die Empfehlung, eine Scheuklappe aufzusetzen. 

So fragte ich im November 2002 W. Huf, ob ich irgendwie bei seinem Traumprojekt zur "Aktiven oder gezielten Traumarbeit" noch mittun könnte (die Projektarbeit neigte sich da schon dem Ende zu.) Meine Absicht war, für mich selbst und ganz praktisch, durch einfaches Ausprobieren, zu überprüfen, ob etwas dran sein könnte an seiner neuartigen Hypothese von jenen Zusammenhängen zwischen Traumgeschehen und Kosmos.

Nach einem Traum sofort aufzuwachen, hatte ich dazu extra geübt. Das hielt ich für schwierig, aber ich bin fast immer sofort aufgewacht, ohne große Mühe. Anfangs erwachte ich im Übereifer sogar aus allen Träumen der Nacht, das war dann doch etwas lästig. Aber es ließ sich bremsen: Dadurch, dass für das Projekt gezielte Träume zu einem vorgegebenen Thema nötig waren, bin ich nur noch zu denen aufgewacht, um Traumzeit und Inhalt zu notieren. Aber da war ich dann auch wieder enttäuscht. Ich hätte mir mehr gewünscht! Ich habe darüber gestaunt, wie schwer mir das fiel, als Kind konnte ich es doch und machte es wie ein Spiel bald jede Nacht. Am dichtesten strömten die Träume zum einen bei dem Thema der Suche nach einer verschwundenen Person, das sich fast mit meiner persönlichen Lebenssituation deckte und zum anderen bei einer Gestalt, die mich schon als Kind fasziniert hatte: Odysseus. Bei diesen beiden Traumthemen war ich emotional viel beteiligter. Ich nehme an, das erleichterte in den beiden Fällen das gezielte Träumen so sehr.

Meine Temperatur stieg an. 37,5 bis 38 Grad war zur Normaltemperatur geworden nach etwa 5 oder 6 Wochen Traumarbeit. Das blieb so bis zum Ende dieser Traumarbeit, etwa bis Mai oder Juni 2003. Ich empfand es eher als angenehm, aber es brauchte Kraft. Ich habe unglaublich viel getrunken, wenig gegessen, meistens Obst und fast nur noch Biozeugs, alles andere schmeckte grässlich. Jetzt habe ich wieder Normaltemperatur, aber es ist, als ob der Geschmackssinn viel feiner geblieben wäre. Auch sonst, es ist schwer zu beschreiben, es ist wie ein feineres Empfinden am Tage, als ob ich das, was Ereignissen vorausgeht, früher spüre und manchmal, ähnlich wie im Traum, als ob das Ich-Gefühl verlagert wäre. Die Grenzen zu anderen Personen sind auch wach nicht mehr so starr wie vorher. Für mich selbst kann ich jedenfalls klar sagen: Die Traumarbeit hinterließ sowohl physische als auch psychische Veränderungen. Damit hatte ich weder gerechnet noch hatte ich es beabsichtigt, sehe es aber weder negativ noch positiv. Es ist halt so und damit lässt sich leben.

Die Erfahrungen, die ich während der Traumarbeit machte, waren ungewöhnlich und überraschten mich. Dadurch, dass ich Traumzeit und genaue Ortsbezüge schriftlich festhielt, fiel mir als Erstes auf, wie sehr ich noch im Schlaf das Haus und die Leute, mit denen ich lebe, beobachte und auf Veränderungen und ungewöhnliche Vorgänge achte. Durch diese Art der Traumarbeit erkannte ich sehr schnell, wie oft etwas aus meiner direkten Umgebung nachts verfremdet als Traumbild wiederkommt. Das ist nicht weiter überraschend. Das Erstaunliche war, dass es sich dabei um Veränderungen handelte, von denen ich eigentlich nichts wissen konnte, weil ich die Wohnung vorher verlassen hatte. Ich begann mir langsam wie ein Wachhund vorzukommen. 

Der Projektleiter überprüfte unsere Traumleistungen mittels seiner eigenen Ergebnisse und hielt diese solange zurück, bis die jeweilige Traumarbeit abgeschlossen war. Überhaupt hielt er sich ziemlich im Hintergrund, was mich dann auch zu Eigeninitiativen anregte. Er beantwortete mir zwar jede Frage - aber nachdenken und danach suchen musste ich schon selber. Wir schickten also die Träume ein und gaben die Ortsbezüge, Richtungswinkel und Entfernungen dazu an, soweit es sich dabei um Bilder aus unserer näheren Umgebung handelte. Nach einigen Träumen zu einem Thema erhielten wir dann jeweils eine Art Zwischenmeldung mit präziseren Angaben, und von Zeit zu Zeit bat er um die möglichst genaue Beschreibung einer sich eventuell konkreter abzeichnenden Traumlandschaft oder schickte anschließend Fotos und fragte, ob darauf etwas aus dem Traum zu sehen wäre. Einmal war es mehr als überraschend, genau den Blick auf eine Landschaft, den ich im Traum aus dem Fenster durch die Augen einer fremden Person gehabt hatte, auf einem Foto wiederzusehen und noch weitere Details dieser Landschaft auf einer Landkarte, um die ich zum Vergleich gebeten hatte, wiederzufinden. Meistens waren die gezeigten Bilder in meinen Träumen sehr ähnlich, irgendwie typisch, aber nicht identisch. Jedenfalls war dieser Teil der Arbeit für mich eine sehr verwirrende, neue Erfahrung. 

Mit psychologisierenden Deutungen meiner Träume wurde ich hier weitgehend in Ruhe gelassen. Als bei der Suche nach der untergetauchten Frau meine alten Probleme in Form von Alpträumen hochkamen, war es sehr hilfreich, dass mir einfach jemand die Zeit ließ, diese Träume ganz durchzustehen und mir dabei durch sein abwartendes Verhalten vermittelte, dass er mir durchaus zutraut, das Problem dahinter selbst zu lösen. Ich wurde zu keiner bestimmten Richtung oder vorgefertigten Lehrmeinung gedrängt, sondern konnte meine eigene Art entdecken, so dass es mir im Nachhinein vorkommt, als hätten sich die alten Probleme ganz von alleine aufgelöst. Das stimmt natürlich nicht, ich habe auch bewusst daran gearbeitet. Aber es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich mühsam versuche Schulmethoden nachzuahmen, oder ob ich aufgrund von interessanten Begleit-Hinweisen ganz einfach meinen eigenen Weg gehen kann. 

Auf meine anfänglichen Fragen "Was siehst du an dem Traum?" erhielt ich stets und schnell als Rückmeldung den Namen auslösender Planeten oder Planetenkombinationen (ihre Zentrierungslinien) in der Richtung des Traumbildes. Aber das war noch zu Anfang unserer Arbeit. So gewann ich langsam inneren Abstand, und später konnte ich die jeweils auslösenden Hauptbeziehungslinien des Traumes ja selber mittels der zur Verfügung gestellten Projektsoftware ausforschen und deuten. Um so mehr überraschte es mich gegen Ende der Arbeit, als ich etwa ab März 2003 begann, meine anderen Träume selbst und systematisch mit dieser Methode, den Zentrierungsanalysen, zu untersuchen, und dabei alle kosmisch belegten Ortsbezüge, Projektionen, Überlagerungen, Verschiebungen erkannte, also das Gesamtmuster des Traumes, das mich an ein Netz erinnerte, nachvollziehen konnte. So viele auffällige Symmetrien, immer wieder! Ähnlich staunte ich ein wenig später noch einmal (inzwischen nicht nur mehr an eigenen Träumen), als ich mich mehr in die Astrologie eingearbeitet hatte, und mehr auf den Zusammenhang zwischen Traumbild bzw. Traumgeschehen zu achten begann und dem, was die Astrologie über die Charakteristik des betreffenden kosmischen Verstärkers aussagt. Da waren in den Träumen von Freunden und Bekannten ganz ähnliche Musterverhaltensweisen zu sehen wie in meinen eigenen Träumen. Die genaue Traumzeit ist dafür allerdings unbedingt notwendig! 

Bei meinen eigenen Traumuntersuchungen von Träumen eines Bekannten fiel mir besonders auf, dass er immer wieder bei starken Zentrierungen eines bestimmten Planeten Alpträume, schlimme Bilder auslöste, die ihn noch wach beunruhigten. Eine ganze Zeit lang bestimmte immer wieder derselbe Planet das Traumleben. Es war, als ob der Träumer nachts direkt auf diesen Planeten wartete. Und dann packte diese Person ein lang überfälliges Problem an - und schon veränderten sich die Traumbilder zum Guten, obwohl wieder derselbe Planet in Richtung des Traumbildbezugs stand. Es war so als ob Planeten wie z.B. Pluto, Neptun, Saturn den Träumer zu einem Problem arg bedrängt hatten und erst nach der Problemlösung ihm wieder ihre andere, bessere Seite zeigten. 

Der Projektleiter sucht auch nach Orten mit Hilfe von induzierten Traumbildern und ihrer Auslösungsrichtung. Ich war neugierig, ob sich das auch bei mir nachvollziehen lässt. Zwei Fälle, in denen ich im Traum Orte gesehen hatte, die ich vorher nicht kannte, konnte ich später überprüfen. Ich fuhr hin und erkannte sie wieder. Aber beide Träume waren spontane gewesen, keine für die Traumarbeit induzierte. Und jedes Mal war ich vorher schlecht in der Lage gewesen, den gesehenen Ort sprachlich zu beschreiben. Ich erkannte ihn einfach physisch wieder und bewegte mich dort, als wäre ich schon mal da gewesen. Das Wiedererkennen ist leicht, wenn du real an dem Ort bist, von dem du geträumt hast. Der ganze Körper erinnert sich, denn ich habe mich ja im Traum schon einmal an dem Ort bewegt. Das ist anders als flache Bilder betrachten. Ich glaube, dieses Gefühl von Wiedererkennen ist es auch, mit dem ich unterscheiden kann, wann ich mir nur etwas einbilde und wann ich wirklich etwas sehe, wo ich vorher im Traum schon mal war. Beim Betrachten von Bildern am Computer war ich oft unsicher, wenn sie dem ähnelten, was ich geträumt hatte. 

Unterm Strich hat mir diese Traumarbeit einiges gebracht: Etwas mehr an Selbsterkenntnis und Selbstvertrauen auf alle Fälle, Veränderungen, die sich noch bewähren müssen. Eine neue und viel offenere Sicht auf die Welt, und dabei gleichzeitig dadurch, dass ich im Traum die Sterne oder ihren Einfluss spüre* - ein eigenartiges Gefühl von Geborgenheit.
*Hier bin ich nachträglich um Erläuterung gebeten worden: Das ist manchmal sehr konkret. In einem Traum hörte ich Musik, Töne, deren Namen ich im Traum erkannte. Die Welt klang in A und Cis. Eine Freundin und Mitträumerin half mir auf die Sprünge: Keplers Planetentöne. Oder eine Traumgestalt nennt mir gleich im Traum und gänzlich ungefragt die Zentrierungslinien. Oder mitten unter mir unbekannten chinesischen Schriftzeichen steht plötzlich das Symbol einer Planetenzentrierung - und das kann ich lesen. Oder es ist halt "nur" ein Gefühl, ähnlich wie man die Gegenwart von Freunden spürt, auch wenn sie weiter weg wohnen. Etwas Umfassenderes, mit dem ich mich im Traum weit mehr identifiziere als mit dem Traum-Ich, spürt während der Träume viel weiter, als die Personen, die ich sehe und dabei meistens als Traumbilder erkenne. Es ist wie der Raum, in dem diese Personen agieren, es hat Bewusstsein, ist aber formlos.
Außerdem habe ich viel Spaß dabei. Meistens wird mir ja nicht so deutlich verraten, welche Planetenmischung Auslöser sein könnte, dann rate ich schon während des Traumes oder spätestens morgens und freue mich, wenn’s stimmt. Astrologische Kenntnisse waren für die Anmeldung zur Traumarbeit (Traumwettbewerb 2002) zwar nicht nötig, da wir ja nicht gleichzeitig auswerten sollten. Aber inzwischen hat mich diese Art von Traumarbeit so sehr angeregt, dass ich mich noch eingehender mit diesem spannenden Thema Astrologie beschäftigen werde. Diese interessante Zugangsmöglichkeit dazu hat mich hier Wesentliches anschaulich begreifen lassen, was ich vorher nicht für möglich gehalten habe und jetzt nicht mehr missen möchte. 

Sabine
Februar 2004
 

Hinweis: Dieses Erfahrungsbeispiel wurde deshalb ausgewählt, weil diese Projektteilnehmerin nicht etwa die talentierteste, aber disziplinierteste war, was ihr hier letztlich mehr einbrachte, als vielleicht intuitiv begabteren. Disziplin ist hier die Leistungsfähigkeit einen möglichst hohen Wert an Energie-Potentialen für ein gestecktes Ziel sowohl kurzfristig, als auch nachhaltig mobilisieren zu können.
 

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