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Entdeckt hatte ich diese Atlantis-Seiten bei
einer Stichwortsuche zu einem eigenen Traum. Ich war Mitglied einer
Mailingliste zu Träumen (bei www.traumonline.de). Wir Teilnehmer
unterstützten uns gegenseitig bei der Deutung unserer Träume und wurden
dabei von zwei Psychologen "betreut". Wir waren ein von Herkommen
und Anschauungen her bunt gemischter Haufen, probierten mit großem Einsatz
bald alles dabei aus, was die Populärpsychologie zu bieten hat - und liefen
uns am Ende ziemlich fest, jeder in seiner eigenen Sichtweise. Auch die
beiden moderierenden Psychologen machten da keine Ausnahme.
In dieser Zeit, während ich immer wieder
bemerken musste, dass ich mit ausschließlich psychologischer und
persönlich-biografischer Herangehensweise oft so sehr im Alten gefangen
war, dass ich das Neue und Wichtige eines Traumes überhaupt nicht erkannte,
erinnerte ich mich daran, dass da ja jemand mit ungewöhnlichen,
astro-statistischen Methoden an Träumen arbeitet. Vielleicht, dachte ich,
komme ich neben aller dringend notwendigen Aufarbeitung meiner
Lebensgeschichte so auch noch etwas näher an die Lösung des eigentlichen,
des wirklich interessanten Problems: "Woher kommen die Bilder in den
Träumen? Woher kommen die Geschichten, die sich mir nachts
aufdrängen?" Rein psychologische Antworten auf diese Frage hatten mir
genauso wenig gereicht wie die rein "esoterischen"
Erklärungsversuche. Noch dazu wurde beides oft in sehr dogmatischer Form
vorgebracht. Der Psychologe oder der Guru hat die richtige, die einzig
mögliche Sicht, und ich muss nur noch seine Technik des Sehens übernehmen.
Das kam mir vor wie die Empfehlung, eine Scheuklappe aufzusetzen.
So fragte ich im November 2002 W. Huf, ob
ich irgendwie bei seinem Traumprojekt zur "Aktiven oder gezielten Traumarbeit"
noch mittun könnte (die Projektarbeit neigte sich da schon dem Ende zu.)
Meine Absicht war, für mich selbst und ganz praktisch, durch einfaches
Ausprobieren, zu überprüfen, ob etwas dran sein könnte an seiner neuartigen
Hypothese von jenen Zusammenhängen zwischen Traumgeschehen und Kosmos.
Nach einem Traum sofort aufzuwachen, hatte
ich dazu extra geübt. Das hielt ich für schwierig, aber ich bin fast immer
sofort aufgewacht, ohne große Mühe. Anfangs erwachte ich im Übereifer sogar
aus allen Träumen der Nacht, das war dann doch etwas lästig. Aber es ließ
sich bremsen: Dadurch, dass für das Projekt gezielte Träume zu einem
vorgegebenen Thema nötig waren, bin ich nur noch zu denen aufgewacht, um
Traumzeit und Inhalt zu notieren. Aber da war ich dann auch wieder
enttäuscht. Ich hätte mir mehr gewünscht! Ich habe darüber gestaunt, wie
schwer mir das fiel, als Kind konnte ich es doch und machte es wie ein
Spiel bald jede Nacht. Am dichtesten strömten die Träume zum einen bei dem
Thema der Suche nach einer verschwundenen Person, das sich fast mit meiner
persönlichen Lebenssituation deckte und zum anderen bei einer Gestalt, die
mich schon als Kind fasziniert hatte: Odysseus. Bei diesen beiden
Traumthemen war ich emotional viel beteiligter. Ich nehme an, das
erleichterte in den beiden Fällen das gezielte Träumen so sehr.
Meine Temperatur stieg an. 37,5 bis 38 Grad
war zur Normaltemperatur geworden nach etwa 5 oder 6 Wochen Traumarbeit.
Das blieb so bis zum Ende dieser Traumarbeit, etwa bis Mai oder Juni 2003.
Ich empfand es eher als angenehm, aber es brauchte Kraft. Ich habe
unglaublich viel getrunken, wenig gegessen, meistens Obst und fast nur noch
Biozeugs, alles andere schmeckte grässlich. Jetzt habe ich wieder
Normaltemperatur, aber es ist, als ob der Geschmackssinn viel feiner
geblieben wäre. Auch sonst, es ist schwer zu beschreiben, es ist wie ein
feineres Empfinden am Tage, als ob ich das, was Ereignissen vorausgeht,
früher spüre und manchmal, ähnlich wie im Traum, als ob das Ich-Gefühl
verlagert wäre. Die Grenzen zu anderen Personen sind auch wach nicht mehr
so starr wie vorher. Für mich selbst kann ich jedenfalls klar sagen: Die
Traumarbeit hinterließ sowohl physische als auch psychische Veränderungen.
Damit hatte ich weder gerechnet noch hatte ich es beabsichtigt, sehe es
aber weder negativ noch positiv. Es ist halt so und damit lässt sich leben.
Die Erfahrungen, die ich während der
Traumarbeit machte, waren ungewöhnlich und überraschten mich. Dadurch, dass
ich Traumzeit und genaue Ortsbezüge schriftlich festhielt, fiel mir als
Erstes auf, wie sehr ich noch im Schlaf das Haus und die Leute, mit denen
ich lebe, beobachte und auf Veränderungen und ungewöhnliche Vorgänge achte.
Durch diese Art der Traumarbeit erkannte ich sehr schnell, wie oft etwas
aus meiner direkten Umgebung nachts verfremdet als Traumbild wiederkommt.
Das ist nicht weiter überraschend. Das Erstaunliche war, dass es sich dabei
um Veränderungen handelte, von denen ich eigentlich nichts wissen konnte,
weil ich die Wohnung vorher verlassen hatte. Ich begann mir langsam wie ein
Wachhund vorzukommen.
Der Projektleiter überprüfte unsere
Traumleistungen mittels seiner eigenen Ergebnisse und hielt diese solange
zurück, bis die jeweilige Traumarbeit abgeschlossen war. Überhaupt hielt er
sich ziemlich im Hintergrund, was mich dann auch zu Eigeninitiativen
anregte. Er beantwortete mir zwar jede Frage - aber nachdenken und danach
suchen musste ich schon selber. Wir schickten also die Träume ein und gaben
die Ortsbezüge, Richtungswinkel und Entfernungen dazu an, soweit es sich
dabei um Bilder aus unserer näheren Umgebung handelte. Nach einigen Träumen
zu einem Thema erhielten wir dann jeweils eine Art Zwischenmeldung mit
präziseren Angaben, und von Zeit zu Zeit bat er um die möglichst genaue
Beschreibung einer sich eventuell konkreter abzeichnenden Traumlandschaft
oder schickte anschließend Fotos und fragte, ob darauf etwas aus dem Traum
zu sehen wäre. Einmal war es mehr als überraschend, genau den Blick auf
eine Landschaft, den ich im Traum aus dem Fenster durch die Augen einer
fremden Person gehabt hatte, auf einem Foto wiederzusehen und noch weitere
Details dieser Landschaft auf einer Landkarte, um die ich zum Vergleich
gebeten hatte, wiederzufinden. Meistens waren die gezeigten Bilder in
meinen Träumen sehr ähnlich, irgendwie typisch, aber nicht identisch.
Jedenfalls war dieser Teil der Arbeit für mich eine sehr verwirrende, neue
Erfahrung.
Mit psychologisierenden Deutungen meiner
Träume wurde ich hier weitgehend in Ruhe gelassen. Als bei der Suche nach
der untergetauchten Frau meine alten Probleme in Form von Alpträumen
hochkamen, war es sehr hilfreich, dass mir einfach jemand die Zeit ließ, diese
Träume ganz durchzustehen und mir dabei durch sein abwartendes Verhalten
vermittelte, dass er mir durchaus zutraut, das Problem dahinter selbst zu
lösen. Ich wurde zu keiner bestimmten Richtung oder vorgefertigten
Lehrmeinung gedrängt, sondern konnte meine eigene Art entdecken, so dass es
mir im Nachhinein vorkommt, als hätten sich die alten Probleme ganz von
alleine aufgelöst. Das stimmt natürlich nicht, ich habe auch bewusst daran
gearbeitet. Aber es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich mühsam versuche
Schulmethoden nachzuahmen, oder ob ich aufgrund von interessanten
Begleit-Hinweisen ganz einfach meinen eigenen Weg gehen kann.
Auf meine anfänglichen Fragen "Was
siehst du an dem Traum?" erhielt ich stets und schnell als Rückmeldung
den Namen auslösender Planeten oder Planetenkombinationen (ihre
Zentrierungslinien) in der Richtung des Traumbildes. Aber das war noch zu
Anfang unserer Arbeit. So gewann ich langsam inneren Abstand, und später
konnte ich die jeweils auslösenden Hauptbeziehungslinien des Traumes ja
selber mittels der zur Verfügung gestellten Projektsoftware ausforschen und
deuten. Um so mehr überraschte es mich gegen Ende der Arbeit, als ich etwa
ab März 2003 begann, meine anderen Träume selbst und systematisch mit
dieser Methode, den Zentrierungsanalysen, zu untersuchen, und dabei alle
kosmisch belegten Ortsbezüge, Projektionen, Überlagerungen, Verschiebungen
erkannte, also das Gesamtmuster des Traumes, das mich an ein Netz
erinnerte, nachvollziehen konnte. So viele auffällige Symmetrien, immer
wieder! Ähnlich staunte ich ein wenig später noch einmal (inzwischen nicht
nur mehr an eigenen Träumen), als ich mich mehr in die Astrologie
eingearbeitet hatte, und mehr auf den Zusammenhang zwischen Traumbild bzw.
Traumgeschehen zu achten begann und dem, was die Astrologie über die
Charakteristik des betreffenden kosmischen Verstärkers aussagt. Da waren in
den Träumen von Freunden und Bekannten ganz ähnliche Musterverhaltensweisen
zu sehen wie in meinen eigenen Träumen. Die genaue Traumzeit ist dafür
allerdings unbedingt notwendig!
Bei meinen eigenen Traumuntersuchungen von
Träumen eines Bekannten fiel mir besonders auf, dass er immer wieder bei
starken Zentrierungen eines bestimmten Planeten Alpträume, schlimme Bilder
auslöste, die ihn noch wach beunruhigten. Eine ganze Zeit lang bestimmte
immer wieder derselbe Planet das Traumleben. Es war, als ob der Träumer
nachts direkt auf diesen Planeten wartete. Und dann packte diese Person ein
lang überfälliges Problem an - und schon veränderten sich die Traumbilder
zum Guten, obwohl wieder derselbe Planet in Richtung des Traumbildbezugs
stand. Es war so als ob Planeten wie z.B. Pluto, Neptun, Saturn den Träumer
zu einem Problem arg bedrängt hatten und erst nach der Problemlösung ihm
wieder ihre andere, bessere Seite zeigten.
Der Projektleiter sucht auch nach Orten mit
Hilfe von induzierten Traumbildern und ihrer Auslösungsrichtung. Ich war
neugierig, ob sich das auch bei mir nachvollziehen lässt. Zwei Fälle, in
denen ich im Traum Orte gesehen hatte, die ich vorher nicht kannte, konnte
ich später überprüfen. Ich fuhr hin und erkannte sie wieder. Aber beide
Träume waren spontane gewesen, keine für die Traumarbeit induzierte. Und
jedes Mal war ich vorher schlecht in der Lage gewesen, den gesehenen Ort
sprachlich zu beschreiben. Ich erkannte ihn einfach physisch wieder und
bewegte mich dort, als wäre ich schon mal da gewesen. Das Wiedererkennen
ist leicht, wenn du real an dem Ort bist, von dem du geträumt hast. Der
ganze Körper erinnert sich, denn ich habe mich ja im Traum schon einmal an
dem Ort bewegt. Das ist anders als flache Bilder betrachten. Ich glaube,
dieses Gefühl von Wiedererkennen ist es auch, mit dem ich unterscheiden
kann, wann ich mir nur etwas einbilde und wann ich wirklich etwas sehe, wo
ich vorher im Traum schon mal war. Beim Betrachten von Bildern am Computer
war ich oft unsicher, wenn sie dem ähnelten, was ich geträumt hatte.
Unterm Strich hat mir diese Traumarbeit
einiges gebracht: Etwas mehr an Selbsterkenntnis und Selbstvertrauen auf
alle Fälle, Veränderungen, die sich noch bewähren müssen. Eine neue und
viel offenere Sicht auf die Welt, und dabei gleichzeitig dadurch, dass ich
im Traum die Sterne oder ihren Einfluss spüre* - ein eigenartiges Gefühl
von Geborgenheit.
*Hier bin ich nachträglich um Erläuterung
gebeten worden: Das ist manchmal sehr konkret. In einem Traum hörte ich
Musik, Töne, deren Namen ich im Traum erkannte. Die Welt klang in A und
Cis. Eine Freundin und Mitträumerin half mir auf die Sprünge: Keplers
Planetentöne. Oder eine Traumgestalt nennt mir gleich im Traum und gänzlich
ungefragt die Zentrierungslinien. Oder mitten unter mir unbekannten
chinesischen Schriftzeichen steht plötzlich das Symbol einer
Planetenzentrierung - und das kann ich lesen. Oder es ist halt
"nur" ein Gefühl, ähnlich wie man die Gegenwart von Freunden
spürt, auch wenn sie weiter weg wohnen. Etwas Umfassenderes, mit dem ich
mich im Traum weit mehr identifiziere als mit dem Traum-Ich, spürt während
der Träume viel weiter, als die Personen, die ich sehe und dabei meistens
als Traumbilder erkenne. Es ist wie der Raum, in dem diese Personen
agieren, es hat Bewusstsein, ist aber formlos.
Außerdem habe ich viel Spaß dabei. Meistens
wird mir ja nicht so deutlich verraten, welche Planetenmischung Auslöser
sein könnte, dann rate ich schon während des Traumes oder spätestens
morgens und freue mich, wenn’s stimmt. Astrologische Kenntnisse waren für
die Anmeldung zur Traumarbeit (Traumwettbewerb
2002) zwar nicht nötig, da wir ja nicht gleichzeitig auswerten sollten.
Aber inzwischen hat mich diese Art von Traumarbeit so sehr angeregt, dass
ich mich noch eingehender mit diesem spannenden Thema Astrologie
beschäftigen werde. Diese interessante Zugangsmöglichkeit dazu hat mich
hier Wesentliches anschaulich begreifen lassen, was ich vorher nicht für
möglich gehalten habe und jetzt nicht mehr missen möchte.
Sabine
Februar 2004
Hinweis: Dieses Erfahrungsbeispiel wurde
deshalb ausgewählt, weil diese Projektteilnehmerin nicht etwa die
talentierteste, aber disziplinierteste war, was ihr hier letztlich mehr
einbrachte, als vielleicht intuitiv begabteren. Disziplin ist hier die
Leistungsfähigkeit einen möglichst hohen Wert an Energie-Potentialen für
ein gestecktes Ziel sowohl kurzfristig, als auch nachhaltig mobilisieren zu
können.
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