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Abhängiges und unabhängiges Verbindungsprinzip in der Astrologie

Die folgende kurze Abhandlung soll gleichzeitig in die prinzipiellen Überlegungen zur Astrologie einführen.

Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur geneigt. (Kepler)

oder etwas anders formuliert:

Die Sterne beeinflussen uns nicht, sie zeigen nur etwas an - wie Meßinstrumente, welche auch nicht das verursachen, was sie anzeigen.


 

 

Wie sind diese Hinweise zu interpretieren? Beim genaueren Hinsehen eröffnen sie zwei Verbindungsmöglichkeiten zwischen Mikro- und Makrokosmos, auf die bisher noch nicht eingegangen worden ist. Bevor diese nachfolgend aufgezeigt werden eine einleitende Grundsatzfrage:

Warum sollen (uns) die Sterne überhaupt etwas anzeigen?
Verbindungen oder Zusammenhänge in der Natur machen erst Wahrnehmung, Erfahrung, Wissen und Wissenschaft möglich. Sie führten zu einem zuvor ungeahnten Einblick in die Natur. Je durchdrungener und weitreichender solche Zusammenhänge in der Natur angelegt sind, desto intelligenter muß das System Natur angelegt sein. Die Astrologie nimmt an (oder nimmt wahr), daß die Natur, der Kosmos intelligenter strukturiert ist, als es – wie so oft – auf den ersten, oberflächlichen Blick hin scheint, und so auch von den Natur-Wissenschaften seit der Aufklärung angenommen wird. Das Gegenteil muß bewiesen werden.

Wie sollen (uns) die Sterne irdische Ereignisse anzeigen?
Dazu müsste zwischen hier und weiter draußen, Nähe und Ferne eine Verbindung möglich sein.
Diese Verbindung könnte entweder abhängig oder unabhängiger Natur sein.
 
 

Unterschiede zwischen abhängiger und unabhängiger Verbindung

Es ist anzunehmen, dass diese Verbindungsprinzipien schwach und kaum meß- oder wahrnehmbar ausgeprägt sind. Während das abhängige Verbindungsprinzip noch relativ einfacher erkannt werden könnte, könnten die Erkenntnischancen beim unabhängigen Verbindungsprinzip dagegen niedriger bis auf Nullniveau zu liegen kommen, wenn dieses sehr schwach ausgeprägt ist (siehe unten).
 

Die abhängige Verbindung
Die abhängige Verbindung setzt voraus, dass der mikrokosmische Bereich die Fähigkeit besitzt, kosmische Beziehungen zu erfühlen und sich danach relativ auszurichten - zu orientieren (ästhetisches Prinzip).

Mikrokosmische Leistung: Wahrnehmung, Kommunikation, Anpassung, Flexibilität, Veränderlichkeit, feinere Übereinstimmungsmöglichkeit

Besonderheit: Da eine feinere, parallele Übereinstimmung/Abstimmung möglich sein könnte, könnte diese leichter erkannt werden.

Vergleichbarkeit: Dieses ästhetisch abhängige Verbindungsprinzips ist vergleichbar mit fast allen Messgeräten (Längenmaß, Waage, Spektrometer, ...), die zur Messung in einen direkten Bezug zum Wahrnehmbaren oder Messbaren gebracht werden müssen.
 

Die unabhängige Verbindung
Die unabhängige Verbindung setzt voraus, dass der mikrokosmische Bereich unabhängig vom makrokosmischen Bereich analoge Bewegungen/Entwicklungen durchführt (abstraktes Prinzip).

Mikrokosmische Leistung: Einheitlichkeit mit dem Makrokosmos, Vorbestimmung

Besonderheit: Ist dieses Prinzip schwächer ausgeprägt, könnte hier eine eigenartige Entwicklung möglich sein, die Übereinstimmungen schwieriger erkennen lässt. Das wäre dann so, als ob die Uhren der Systeme anders laufen würden.

Vergleichbarkeit: Dieses unabhängige Verbindungsprinzips ist vergleichbar mit einem einzigen Messgerät – der Uhr, die zur abstrakten Messung der Zeit nicht direkt sichtbar mit der Zeit in Beziehung gebracht werden muß.
 

Beide Möglichkeiten zusammen würden sich leicht widersprechen, da beide einem unterschiedlichen Prinzip zugrunde liegen. Allerdings könnten beide zusammen insofern vorhanden sein, wenn eines dominiert und das andere sich verstärkt zurückhält.

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